Warum bekommen wir (keine) Kinder?

17.03.2006 | Prof. Dr. Claudius Gros

Wir wissen heute, dass Konrad Adenauer sich gründlich irrte, als er sprach "Kinder bekommen die Leute immer", doch er war wahrlich mit dieser Meinung nicht allein. Wohl ohne richtig darüber nachzudenken sind viele Menschen, damals wie heute, der Meinung, dass Leben, und damit auch wir Menschen, immer den Drang hat sich zu vermehren, falls nur die Rand- und Umweltbedingungen stimmen.

Haben wir aber wirklich eine Art angeborenen Kinderwunsch? Einen Drang zur Fortpflanzung, welcher durchbrechen würde, wenn wir es nur schafften Familie und modernes Leben in Einklang zu bringen? Diese Vorstellung ist wohl grundlegend falsch. Der Kinderwunsch ist dominant ein kulturelles Phänomen! In diesem Essay diskutiere ich die Evidenzen für diese These, im Hintergrund vor der vollständigen Trennung von Sexualität und Fortpflanzung durch die modernen Verhütungsmittel, und stelle die Frage nach der Bedeutung dieser Erkenntnis für die zukünftige Entwicklung der Geburtenrate, insbesondere in Deutschland.

Wieviel wissen wir Menschen eigentlich über uns selbst? Nach 2600 Jahren der Philosophie und Aufklärung, nach Millionen wissenschaftlicher Publikationen, Dissertationen und Büchern? Eine Unmenge von Detailwissen haben wir angehäuft, doch in wieweit helfen uns diese Einzelfakten unser Wesen besser zu verstehen. Wenn wir z.B. heutzutage jederzeit nachschlagen können, welche Hormone in unserem Körper gerade bei unseren diversen täglichen und nächtlichen Betätigungen freigesetzt werden. Einige fundamentale Fragen sind bis heute offen und ohne Antworten geblieben. Darunter auch einige, welche eine zentrale Bedeutung für unsere Zukunft besitzen, auch für unsere Zukunft als menschliche Spezies.

Eine dieser offenen Fragen ist die nach unserer Fortpflanzung, unserem Thema. Liebe, Sex, Geburt und die Kinder gehören zu den zentralen Erfahrungen des menschlichen Lebens - wieso sollten wir da nicht Bescheid wissen? Diese Behauptung erscheint auf den ersten Blick kurios, ja verwunderlich. Und doch - wir wissen bis heute nicht, ob es einen eigentlichen menschlich Fortpflanzungsinstinkt gibt, ob uns ein Trieb innewohnt Kinder zu zeugen. Trotz der Entschlüsselung des menschlichen Genoms und vieler weiteren wissenschaftlichen Erkenntnissen. Hier möchte ich die These vertreten, dass ein derartiger Trieb entweder überhaupt nicht vorhanden ist, oder wenn, dann nur in sehr schwach ausgeprägter Gestalt. Zudem werde ich auch darlegen, dass diese Frage, bzw. diese Erkenntnis bestimmend für unsere Zukunftsperspektiven sein könnte.

Ein erster Hinweis für die Gültigkeit dieser These rührt von der Tatsache her, dass viele westliche Länder über Jahrzehnte hinweg eine mittlere Geburtenrate von weniger als zwei pro Frau aufweisen und, nach dem Stand heutiger Prognosen, auch noch für mehrere Generationen aufweisen werden. Natürlich könnte man auch argumentieren, wir hätten einen mehr oder minder starken angeborenen Fortpflanzungstrieb und dieser würde derzeit nur durch noch stärkere gesellschaftliche Kräfte unterdrückt bzw. umgeleitet.

Diese Argumentationslinie erscheint jedoch wenig plausibel, da Triebe eigentlich per Definition stärker als gesellschaftliche Einflüsse sein sollten. Nicht immer und nicht für alle Individuen, sind wir frei in unseren Entscheidungen, doch diese Aussage gilt sicherlich, wenn es sich beim Objekt der Betrachtungen um ganze Bevölkerungen handelt.

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass die langjährige Ein-Kind Politik der Volksrepublik China nicht zu grossflächigen Volksprotesten und Volksaufständen geführt hat. Einen Instinkt, ein starkes Verlangen, liesse sich nicht per Dekret verbieten, nicht unterdrücken. Man stelle sich dagegen die Konsequenzen einer hypothetischen Einmal-Sex Politik in einem der heutigen Staaten vor. Ich denke niemand würde in diesem Falle ernstlich erwarten, dass sich das entsprechende Gesetz, bzw. die verantwortliche Regierung lange halten würde. Ein tief liegendes menschliches Verlangen wird immer durchbrechen und sich Recht verschaffen. Und dieses würde auch für den Fortpflanzungsinstinkt gelten, hätten wir denn einen solchen.

Was wissen wir über uns?

Kommen wir zur Eingangsfrage zurück. Was wissen wir über uns selbst denn eigentlich wirklich? Ich denke unser Wissen weist grosse Lücken auf, insbesondere wenn es um uns Menschen im sozio-kulturellen Umfeld geht. In Bezug auf unser Thema wird dies sehr deutlich, wenn wir die historische Entwicklung der Geburtenrate und ihre Hintergründe von einer unvoreingenommenen Perspektive aus analysieren.

Viele Szenarien, welche in der Vergangenheit zur Zukunft der Menschheit entworfen wurden, beruhten auf der Annahme eines stetigen, ja exponentiellen Wachstums der Weltbevölkerung. Und in der Tat ist die Weltbevölkerung ja gerade in den letzten beiden Jahrhunderten extrem angewachsen. Kann man daraus jedoch schon die Schlussfolgerung ziehen, dass sich der Mensch quasi per Naturgesetz kontinuierlich vermehren wird? Solange bis die ökologische Tragfähigkeit unseres Planeten ihre Grenze erreicht? Diese Schlussfolgerung erscheint uns heute, im Lichte dauerhaft niedriger Geburtenraten, geradezu abwegig. Und doch entsprach genau diese Schlussfolgerung dem allgemeinen Konsensus. Es war nicht nur Adenauer allein, welcher sich grundlegend irrte, als er sprach "Kinder bekommen die Leute immer".

Rückblickend drängt sich eine Frage auf, ja sie ist für unser Selbstverständnis von immenser Bedeutung: Wie kommt es, dass 2600 Jahre der Philosophie und Wissenschaft für den Menschen nicht ausreichten, um die Grundregeln für die Vermehrung der eigenen Rasse zu erkennen? Wir kannten diese Regeln zu Zeiten Adenauers nicht und wir kennen sie höchstwahrscheinlich auch heutzutage noch immer nicht vollständig. Dieses ist keine Detailfrage, keine Lappalie. Es ist die Frage nach dem warum, warum uns, kollektiv gesehen, die Selbsterkenntnis so schwer fällt.

Das wird deutlich, wenn man diese Fragestellung in einen vergleichenden Kontext setzt. So könnte man sicherlich trefflich darüber streiten, ob es angemessen wäre von Soziologen und Politologen zu fordern, sie hätten, hier zur Verdeutlichung ein konkretes Beispiel, den umgreifenden Umbau der italienischen Parteienlandschaft in den 90-er Jahren vorhersagen müssen. Eine Forderung die man mit dem Argument stellen könnte, dass man ansonsten der Soziologie und der Politologie den Rang echter und ernsthafter Wissenschaften absprechen müsste. Ich denke eine derartige Forderung wäre für dieses Beispiel, dem Wandel des italienischen Parteiensystems, überzogen. Dazu ist die Materie einfach viel zu komplex. Doch für den Fall der menschlichen Geburtenrate im gesellschaftlichen Kontext müssen wir diese Forderung stellen, hier geht es ums Eingemachte. Es stimmt nachdenklich, dass wir bezüglich der Grundfrage des Lebenden, der Vermehrung, im Falle des Menschen soziologisch noch im Dunkeln oder im Halbdunkeln tappen.

Kinder – Pro und Kontra

Wie Sand am Meer gibt es soziologische und ökonomische Studien, welche die Hintergründe für die dauerhaft niedrigen Geburtenraten westlicher Industrienationen hinterfragen. Und so weiss man heute, dass die grossen Trends auf diesem Gebiet nicht auf idealistische oder biologische Beweggründe und Ursachen zurückzuführen sind. Z.B. ist die Anzahl der Kinder stets in den Ländern am grössten, in welchen diese direkt für die Versorgung ihrer Eltern in deren zweiten Lebenshälfte verantwortlich sind. Wenn es sich lohnt, bei einem entsprechenden industriellen Entwicklungsstand, mehr in die Ausbildung der eigenen Kinder zu investieren, dann wird zunehmend auf deren Massenproduktion verzichtet. Die Geburtenrate sinkt, weil das einzelne Kind als Individuum und Arbeitskraft wertvoller wird -- eine recht schnöde Kosten-Nutzen Rechnung.

In unseren sozial abgesicherten Wohlstandsnationen sieht die ganze Sache nochmals anders aus, da Eltern aus ihren Kindern meistens keinen ökonomischen Nutzen mehr ziehen können, es fallen wirtschaftlich gesehen praktisch nur noch Kosten an. Die "Nutzen" für einen gesunden Kindersegen, falls dieser denn überhaupt quantizierbar sein sollte, liegt in unseren Gesellschaften vorwiegend in psychologischen Bereichen, wie der persönlichen Elternfreude. In dieser Situation ist denn auch das soziale und das persönliche Umfeld eminent wichtig. Dinge wie Vereinbarkeit von Familie und Karriere können dann, bei der Entscheidung von Paaren, Kinder - ja oder nein, den Ausschlag geben. Eine rationale Entscheidung mithin.

Der Kinderwunsch – ein kulturelles Phänomen?

Wenn wir etwas Abstand nehmen und uns überlegen, was uns diese Studien eigentlich zur entscheidenden Frage -- woher kommt der vielbeschworene Kinderwunsch -- sagen, dann ist die Botschaft eigentlich unison, wenn er auch nie explizit ausformuliert wird: Der Kinderwunsch ist letztendlich ein rein kulturelles Phänomen, mit vielerlei soziologischen, psychologischen und ökonomischen Facetten. Er entspringt jedoch keinem Instinkt, keinem uns angeborenen Verlangen. Im Gegensatz etwa zum Sexualtrieb.

Zu dieser Einsicht hätte man auch schon vor Jahrtausenden kommen können, doch es brauchte die fast vollständige Trennung von Sexualität und der Zeugung von Nachkommen durch die modernen Verhütungsmittel, um uns mit der Nase darauf zu stossen. Die Natur hat uns einen individuell mehr oder minder starken Sexualtrieb mitgegeben, die Zeugung von Nachkommen ist im Bauplan unserer Gene jedoch lediglich als Lateraleffekt vorgesehen. Als zweites hat uns die Natur zudem noch mit mütterlichen und väterlichen Instinkten ausgestattet, und so nehmen wir unsere Kinder, wenn diese erst einmal geboren wurden, in der Regel dann auch freundlich in Empfang und geben ihnen ein Zuhause.

Diese Strategie, Sexualtrieb und Elternliebe, hat über Jahrmillionen hinweg fehlerfrei funktioniert, die Vermehrung der Spezies Mensch war stets gesichert. Mit der Entwicklung der modernen Verhütungsmittel haben wir jedoch eine grundlegend neue Situation geschaffen. Eine neue Situation, welche in ihrer Bedeutung viel weitreichender ist als weithin angenommen. Eine Situation, welche im Bauplan der Natur nicht vorhergesehen war.

Keine weiche Landung

Motiviert durch die sinkenden Geburtenraten wurde für die westlichen Länder der Begriff "demographischer Übergang" geprägt. Demnach würden die hohen Geburtenraten aus den Anfängen der industriellen Zeit mit zunehmendem Entwicklungsstand fallen und sich langsam der Sterberate anpassen. Das Bevölkerungswachstum würde also stetig auf Null zurückgehen. Eine derartige Entwicklung der Wachstumsrate bezeichnet man im wirtschaftlichen Kontext als eine weiche Landung (soft-landing). Diese Vorstellung, dass sich die Bevölkerungen der modernen Industriestaaten auf ein Gleichgewicht hin zu entwickeln würde ist jedoch nicht eingetreten, sie ist Ausdruck von unserem unzureichenden Verständnis der grundlegenden Zusammenhänge.

Es ist kein Grund zu erkennen, warum sich Sterbe- und Geburtenrate selbständig einpendeln sollten. Wenn der individuelle Kinderwunsch zum überwiegenden Anteil auf soziologische und wirtschaftliche Beweggründe zurückzuführen ist, warum sollte dann die Summe der individuellen Entscheidungen potentieller Eltern für oder gegen Kinder, sich danach richten wie viele, vorwiegend ältere Menschen, Jahr für Jahr sterben?

Zwei Gesellschaftssysteme?

Der demographische Übergang hat nicht stattgefunden, eine weiche Landung ist nicht in Sicht. Dagegen hat sich in Europa eine Situation herausgebildet welche von niemandem so vorhergesehen wurde. Es haben sich zwei unterschiedliche Gesellschaftssysteme formiert. Beide stabil, beide jedoch mit unterschiedlichen mittleren Geburtenraten. Das eine Gesellschaftssystem hat eine Geburtenrate von leicht unter zwei pro Frau, das andere liegt deutlich darunter. Stabil bedeutet hier natürlich nicht eine Stabilität über Jahrhunderte hinweg, sondern eine Stabilität von deutlich mehr als einigen Jahrzehnten. Und dieses ist in der heutigen Welt des schnellen Wandels schon eine ganze Menge für ein Gesellschaftssystem.

In dem ersten Gesellschaftssystem, wie es in Frankreich und den skandinavischen Ländern verwirklicht ist, gibt es eine latent positive Grundstimmung Kindern gegenüber und diese macht es potentiellen Eltern leichter, sich für eigene Kinder zu entscheiden. Die Politiker dieser Länder sind, wie in jeder Demokratie, Repräsentanten nicht nur des Volkes sondern auch der eigenen Gesellschaft. Sie haben daher die Tendenz diese positive Grundstimmung zu teilen und Massnahmen zu unterstützen, welche die Vereinbarkeit von Familie und modernem Leben erleichtern.

In dem zweiten Gesellschaftssystem, dem deutschen Weg, tendiert die Grundstimmung Kindern gegenüber eher zu neutral und potentielle Eltern sind im wesentlichen auf sich allein gestellt, wenn sie vor der Entscheidung - für oder wider eigenen Kinder - stehen. Den Politikern dieses Landes, als Repräsentanten unserer Gesellschaft, sind die Belange der Kinder zumeist auch eher nachrangig, von Lippenbekenntnissen einmal abgesehen. Daher fallen die flankierenden Massnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie mit Beruf auch halbherzig aus.

Beide Systeme sind in sich konsistent und beruhen auf Rückkopplungseffekten. Lange Zeit glaubte man, geeignete politische Entscheidungen und Gesetzesentwürfe könnten, wenn sie nur einmal umgesetzt würden, die dauerhaft niedrige deutsche Geburtenrate von 1.3-1.4 pro Frau zumindest auf französisches Niveau anheben. Doch beginnt sich mittlerweile die Einsicht durchzusetzen, dass man zwei qualitativ grundverschiedene demokratische Gesellschaftssysteme nicht einfach per Gesetz ineinander überführen kann. Man geht heute davon aus, dass auch ein massiver Ausbau von z.B. ganztägiger Kinderbetreuung in Deutschland nicht mehr greifen, also nur einen begrenzten Effekt erzielen würde. Die Grundstimmung Kindern gegenüber ist neutral und es existieren daher einfach gar nicht mehr genügend Menschen, welche überhaupt noch bereit wären eigene Kinder zu zeugen und aufzuziehen. Auch unter substantiell verbesserten Rahmenbedingungen nicht.

Die unbekannte Zukunft der Geburtenrate

Wie ist diese Situation zu erklären? Kommt es daher, dass die soziale Struktur und die Traditionen in Frankreich und in den skandinavischen Ländern sich schon immer in wichtigen Aspekten von der Deutschlands unterschieden haben? Ich denke es wird schwierig werden die eigentlichen Ursachen für die Etablierung zweier unterschiedlicher Gesellschaftssysteme im europäischen Kulturraum dingfest zu machen. Zwei Schlussfolgerungen können wir jedoch ziehen. Zum Ersten erscheint es schwerlich möglich diese Situation mit einer Grundannahme in Einklang zu bringen, wonach wir Menschen ein starkes angeborenes Verlangen nach eigenem Nachwuchs hätten. Es deutet eher darauf hin, dass der Kinderwunsch ein kulturelles Phänomen ist und in unterschiedlichen Kulturen daher i.A. auch langfristig unterschiedliche Mittelwerte annehmen wird.

Zudem zeigt die heutige Situation in Europa, dass wir noch mehr zu erwarten haben. Nach dem Pillenknick Anfang der 60er Jahre waren nur knapp vierzig Jahre vonnöten um zwei unterschiedliche - unterschiedlich in Bezug auf die Bevölkerungsdynamik - gesellschaftliche Systeme in Europa zu etablieren. Das ist eine kurze Zeitspanne, was wird dann in den nächsten 50-100 Jahren noch alles auf uns zukommen?

Unsere menschliche Kultur kann sich im wesentlichen frei entwickeln und daher wird es sehr schwer werden ein kulturelles Phänomen, wie die der Geburtenrate, zu prognostizieren. Es wäre denkbar, dass ab einem gewissen Zeitpunkt die Grundstimmung in Deutschland wieder kippt, das Gesellschaftssystem, in der Sprache der Physik einen Phasenübergang durchläuft, und wieder substantiell mehr Kinder pro Frau geboren werden.

Genausogut ist auch die umgekehrte Entwicklung möglich, kulturelle Phänomene lassen sich langfristig nicht vorhersagen. Möglicherweise werden wir einmal auf die Jahrtausendwende als Zeiten mit (noch) hohen Geburtenraten zurücksehen. Wir wissen nicht wie es mit Deutschland weitergehen wird, selbst bei uns könnte die Geburtenrate noch weiter zurückgehen, oder wie mit den anderen europäischen Ländern.

Vielleicht nimmt Deutschland ja auch nur eine Vorreiterstellung ein, es wäre nicht das erste Mal in der Modernen. Auch bei der Entwicklung der sozialen Marktwirtschaft war Deutschland mit der Einführung der Sozialversicherungen durch Bismarck seiner Zeit voraus gewesen. Das Bonmot "Am deutschen Wesen soll die Welt genesen" würde jedoch, auf die Entwicklung der Geburtenrate angewandt, einen leicht sarkastischen Beigeschmack annehmen.

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