Jahresende - die Zeit für Rückblicke und Versuche, es in Zukunft vernünftiger zu machen

31.12.2013 | Heinz J. Fritz

Monatelang wird über einen Mindestlohn von € 8,50 gestritten, gleichzeitig werden für andere Länder 100 Milliarden als Rettungsschirm zugesagt. Mit 100 Milliarden könnte man 5 Millionen Bürgern 10 Jahre lang für €10.- Lohn Arbeit geben – und es gibt genug zu tun!

Die Zinsen gehen in den Keller. Geld, das man sich hart erarbeitet hat und für später gedacht ist, verliert immer schneller seinen Wert. Es gibt billige Kredite, die man aber kaum bekommen kann, wenn man sie dringend braucht.

Finanzverantwortliche des Staates erwähnen, dass die Einnahmen immer größer sein müssen als die Ausgaben. Jedoch wird nach einem Weg gesucht, in Zukunft etwas weniger Neuschulden zu machen - die Schuldenbremse.

Die Klimaforscher sind besorgt, dass der Anteil von CO² in unserer Luft steigt. Der Nyamuagira, ein Vulkan im Kongo stößt mehr CO² in die Luft, als alle Kraftfahrzeuge in Europa zusammen. Und doch werden die Bäume, die das CO² verarbeiten können, tonnenweise abgeholzt, um Palmölplantagen anzulegen. Damit wird der Abbau des CO² aktiv vermindert und verhindert.

Banken haben mit dem Geld, das ihnen zur Verfügung steht, gefährliche Spekulationen betrieben. Dadurch kam es bekanntlich vor nicht allzu langer Zeit zu einer Banken- und Wirtschaftskrise, die noch nicht ganz überwunden werden konnte. Die Banken werden gerettet, dürfen aber weiterzocken und zur Sicherheit sich einfach das Geld der Anleger, ohne deren Zustimmung, im Bedarfsfall einfach nehmen.

Immer mehr Bürger wissen, dass Deutschland zwar ein Grundgesetz aber keine Verfassung hat. Trotzdem gibt es einen teuren Verfassungsschutz, bei dem aufgedeckt wurde, dass er die sogenannten Rechten unterstützt und gesponsert hat. Gleichzeitig wird ein Weg gesucht, die rechte Szene durch das Verfassungsgericht abzuschaffen oder sogar zu verbieten.

All das, und noch viel mehr, kann man nachlesen oder in offiziellen Nachrichten zu hören.

Wie viel Vernunft findet man im Rückblick?

Der Duden sagt: „Vernunft ist das geistige Vermögen des Menschen, Einsicht zu gewinnen, Zusammenhänge zu erkennen, etwas zu überschauen, sich ein Urteil zu bilden und sich in seinem Handeln danach zu richten".

Wie viel Vernunft haben Sie im letzten Jahr in Deutschland und Europa erkennen können? Bei den Informationen, die Sie über die Energiewende bekommen haben? Bei dem teuren Bau von Biogasanlagen die nicht in Betrieb genommen werden, weil sie sich nicht amortisieren? Und auch im kleineren Rahmen, wie viel Vernunft haben Sie im Straßenverkehr erlebt?

Haben Sie sich diesbezüglich einmal umgesehen, einen Rückblick auf die Menge an Vernunft gemacht?

Dumm sind die Leute, die das alles gemacht haben, sicherlich nicht. Aber Intelligenz und Klugheit bringt nicht immer Vernunft mit sich. Denn Vernunft beinhaltet auch, das größte Wohl für alle Beteiligten anzustreben.

Zum Jahreswechsel möchte ich gerne Georg Christoph von Lichtenberg zitieren: „Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber soviel kann ich sagen: es muss anders werden, wenn es gut werden soll."

Ich wünsche mir, dass im nächsten Jahr viele Menschen in der Lage sind, genau zuzuhören, hinzuschauen und dadurch Einsichten gewinnen können, Zusammenhänge zu erkennen und sich in Ihrem Handeln danach zu richten.

Ihnen wünsche ich ein erfolgreiches Neues Jahr, dass Ihre Wünsche in Erfüllung gehen und vor allem, dass es etwas mehr Vernunft auf diesem Planeten gibt als im Vorjahr.

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