Nationalstaat Ade

24.02.2011 | Joseph von Radowitz

Wer schützt das deutsche Volk vor seinen Feinden? Den Beschützer eines Volkes zeichnen Charakterstärke, Aufrichtigkeit, Weitsicht, Mut, Traditionsbewusstsein und Glaube aus. Eigenschaften, die man in den Reihen der politischen Elite vergebens sucht. Parteien vermögen immer seltener Exemplare der Gattung Staatsmann oder Staatsfrau hervorzubringen.

Auch der junge Überflieger am Kabinettstisch muss inzwischen um seine Glaubwürdigkeit kämpfen. Ohnehin fördert seine Rolle als willfähriger transatlantischer Vasall hauptsächlich die eigene Karriere, dem Schutz deutscher Interessen dient sie weniger. Nicht in die Kategorie Staatsmann fällt jedenfalls die Entscheidung, die Truppenstärke der Bundeswehr auf das Niveau des Versailler Vertrags zu reduzieren und damit die Landesverteidigung zu gefährden. Aber man verliert schon mal den Überblick in Zeiten, in denen deutsche Uniformträger am liebsten Mohnfelder am Hindukusch bewachen.

Das Fehlen staatsmännischen Personals sollte nicht zu dem Trugschluss verleiten, einen systemimmanenten Mangel entdeckt zu haben. Die Demokratie ist die einzig zeitgemäße Regierungsform. Alle alternativen Systeme, die heutzutage eine Beteiligung des Volkes ausschließen, sind weder mit dem Gebot der Gerechtigkeit, der Freiheit, noch der Würde des Menschen vereinbar – das dürfte außer Frage stehen. Folglich müsste die Demokratie eigentlich in der Lage sein, gute Lenker der Staatsgeschicke hervorzubringen. Warum tut sie es nicht?

Die falschen Werte

Der Grund liegt nicht in der Regierungsform, er liegt im herrschenden Wertefundament. Für das Funktionieren einer politischen Struktur sind innerhalb der Institutionen Menschen notwendig, deren Sittlichkeit zum Gelingen erforderlich ist. Weil sich die bundesrepublikanische Demokratie von der wahren moralischen Ordnung entfernt hat und auf Lügen fußt, ist sie zwar immer noch die richtige Regierungsform, hat sich aber Protagonisten geschaffen, die falschen, von ihnen selbst geschaffenen Dogmen folgen.

„Eure Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“, möchte man den Propheten des absoluten Säkularismus zurufen. Die Deutschen sind dabei, ein Volk von Ungläubigen zu werden. Sie glauben schon an vieles – an den Fernsehruhm, die freie Presse, den vom Menschen verursachten Klimawandel, die Unabhängigkeit der EZB, den Fachkräftemangel, die Zufälligkeit der Geschlechterrollen – schaffen sich damit aber einen neuen Wertekanon, der die christliche Heilsbotschaft verdrängt. Die ganz auf das Diesseits ausgerichtete Zivilreligion ist gefährlich, ihre Lügen verführerisch.

Offiziell gibt es Gott nicht mehr, seine Existenz lasse sich nicht beweisen, Religion sei Privatsache. In einem feindlichen öffentlichen Klima hat es die Kirche schwer, ihr Weltbild vor einer verfälschenden Anpassung an den Zeitgeist zu schützen. Dieser fordert ultimativ die eine, neue Religion, in der alle Menschen übereinstimmen sollen; eine vom Menschen stammende „zivile“, das heißt: öffentliche, staatliche Heilslehre.

Nur die verbliebene, kleine Schar konservativer Christen leistet beharrlich Widerstand. Sie kann sich nicht abfinden mit dem Abriss der göttlichen Weltordnung und der Relativierung des Evangeliums, der traditionell einzigen religiösen Wahrheit des Abendlands.

Diesem Glauben steht naturgemäß der Zweifel des Liberalen gegenüber, der dem Menschen nicht zutraut, die rechte Ordnung zu erkennen und deshalb einen Diskurs über echte Werte in einem Klima der Toleranz vorschlägt.

Göttliche Ordnung

Der Leser verzeihe dem Autor, für einen kurzen Moment, von einer bestehenden göttlichen Ordnung auszugehen und zu versuchen, deren Bestandteile zu beschreiben. Drei Bereiche sind zu unterteilen: die Gruppenbildung innerhalb der Gattung, die Formen der Zusammenarbeit und die ethischen Fundamente.

Die natürlich gewachsenen Menschengruppen sind in aufsteigender Reihenfolge: Familie-Sippe-Stamm-Volk. Sie entwickeln die Systeme (Luhmann) Staat, Kirche, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur als Formen ihres Zusammenlebens. Die ethischen Fundamente verschmelzen aus Glaube, Sitte und Moral.

Das ist, in sehr komprimierter Form, die natürliche Ordnung. Daraus folgt, dass es oberhalb des Volkes keine organische menschliche Einheit gibt, supranationale Machtstrukturen der göttlichen Ordnung zuwiderlaufen. Es ergibt sich weiterhin, dass die Kirchen eine notwendige politische Rolle spielen und zu einem differenzierten System der Arbeitsteilung dazugehören. Außerdem sind die Hauptquellen der menschlichen Ethik die Gebote Gottes, überliefert durch die Bibel und ausgelegt in den Predigten der Priester und Bischöfe seit Jahrtausenden.

Die gegenteilige Ansicht geht davon aus, dass alle Ordnungen von Menschen gemacht wurden und in Zukunft gemacht werden sollten, dass die Normen der Bibel Ausdruck damaliger Moralvorstellungen gewesen seien, ihr aktueller Nutzen also überprüft werden sollte, und dass es jedenfalls keine vorgegebene Ordnung gebe, an die man sich halten müsse, sondern der Mensch selber entscheiden dürfe, wie er zusammenleben wolle.

Auch der Konservative weiß, dass eine alte Ordnung niemals auf die Gegenwart passt, politische Systeme sich in einem ständig fortschreitenden Veränderungsprozess befinden. Er hält aber den christlichen Glauben und die aus ihm folgenden moralischen Werte für wahr und unveränderlich.

Dass subjektive Wahrheitsvorstellungen und objektive Wahrheit übereinstimmen können – etwas, das man als wahren Glauben bezeichnen könnte – ist für den Ungläubigen nicht nachvollziehbar. Vielleicht ist es auch ein in den Grenzen der Sprache nicht darstellbares Phänomen. Aber obwohl jede unserer Vorstellungen von Wahrheit sich den skeptischen Einwand gefallen lassen muss, sie sei subjektiv, ist nicht auszuschließen, dass subjektive und objektive Wahrheit in bestimmten Fällen identisch sein könnten, obwohl dies nicht mit den Mitteln des menschlichen Verstandes bewiesen werden kann.

Natürlich will niemand einen Gottesstaat errichten. Menschen sind zur Perfektion prinzipiell unfähig. Aber genauso gilt hoffentlich, dass niemand einen Staat anstrebt, der dem Teufel dient.

Menschenwerkzeug

Eine Gruppe mächtiger Männer und Frauen hat sich zusammengeschlossen, um die alte Ordnung zu stürzen und durch eine neue Ordnung zu ersetzen. Es ist die Klasse der internationalen Banker, Anwälte, Manager und Beamten. Sie befinden sich in einem eigenen Universum aus globalen Organisationen, Unternehmen und Gipfeltreffen. In einer Atmosphäre der Macht. Unter Gleichgesinnten.

Die von ihnen erstrebte neue Weltordnung wäre ein auf Nationen verzichtender, internationaler Weltstaat. Mit einer Weltregierung, einer einheitlichen Weltwirtschaft, diversen Weltorganisationen und einer Weltbevölkerung. Die bisherigen nationalen Territorien würden in neue Verwaltungsregionen unterteilt werden.

Fehlt nur noch ein Katalysator, der die Völker der Welt zur Zustimmung bewegt. Dieser Katalysator ist vorhanden, in der Mutter aller Finanz- und Wirtschaftskrisen. Der Ruf der Völker nach Rettung aus wirtschaftlicher Not soll mit dem noch festeren Ausbau der Machtstrukturen der Geldelite in Form einer Weltregierung beantwortet werden. Es ist ihre gefährlichste Wette, die die Herrscherklasse auf den Erhalt ihrer Kontrolle eingeht. Keine weiß, ob diese Wette aufgeht und wie viele Opfer sie fordern wird.

Störender Nationalstaat

Die Nation hat sich also überlebt. „Die Souveränität der Nationen ist sicherlich nicht der Lösungsansatz für die Probleme des 21. Jahrhunderts“, sagen die Erfüllungsgehilfen der Finanzoligarchen. Dabei ist der Nationalstaat das einzige Bollwerk, das die Völker vor den Interessen der internationalen Geldelite schützt.

Unternehmen wie der Deutschen Bank oder der Deutschen Börse fällt es schon länger schwer, die Loyalität gegenüber ihrem Heimatland zu pflegen, seit ihre Aktionärsstruktur mehrheitlich Eigentümer ausweist, die nicht deutsch sind. Nennt man die Deutsche Börse AG daraufhin ein „ausländisches“ Unternehmen, korrigiert die Pressestelle freundlich: „Wir bevorzugen es, international genannt zu werden.“

Der Nationalstaat ist besser als sein Ruf. Er ist nicht die Brutstätte von Nationalisten. Das Aufwiegeln nationalistischer Emotion diente immer nur dazu, Völker in einen Krieg zu treiben und wurde politisch geschürt. War er nicht opportun, konnte man den Nationalismus sofort wieder eindämmen.

Die Gründung von Nationen war die natürliche Überwindung anachronistisch gewordener Ordnungen und führte zur organisatorischen Zusammenfassung einer kulturellen Gemeinschaft. Feudalismus, Ständestaaten, Kleinstaaten und Partikularinteressen wurden ersetzt mit der mehr oder minder großen Homogenität eines nationalen Verfassungsstaates, womit dessen wirtschaftliche Entwicklung gefördert wurde. Ideell sind sie das Werk des Bürgertums, das sich als Staatsvolk seiner selbst bewusst wurde und seine politische Beteiligung erstritt.

Nun will eine kleine, superreiche Elite die Nationen wieder abschaffen, um absolute Freiheit für ihr Rendite jagendes Kapital zu erreichen. Dabei wird sie von den Volksvertretern eifrig unterstützt. Das ist ironisch, da ja damit auch die einst tapfer errungene Volkssouveränität wieder verloren geht.

Auf dem Papier wird es wohl ein fingiertes europäisches Volk geben, und später dann eben das Weltvolk – schade nur, dass Völker nicht per Dekret entstehen, sondern auf natürliche Weise geboren werden und wachsen.

Selbst wenn man den Völkern ihre Freiheit nimmt, bleibt doch ein überzeitlicher Kern bestehen, der niemals untergeht, weil er von Gott gegeben ist. Wie beim einzelnen Menschen ist auch beim Volk ein Teil Abstammung, ein Teil Erziehung, ein Teil Prägung der Gruppe, woraus sich der Charakter zusammensetzt. Die Seele des deutschen Volkes wird selbst dann noch existieren, wenn es sich seiner Identität nicht mehr bewusst ist. Das heilige Deutschland wird fortbestehen.

Heute aber trachtet die Geldelite danach, den Völkern ihr anderes Credo zu verkünden: Wir befreien euch von allen Unterschieden, von Nationen, Grenzen, Währungen, Religionen – denn wir errichten den neuen Weltstaat. Wen hier ein leichter Schwindel ergreift, bei dem Gedanken an die schöne Zukunft der Menschheit, sei getröstet: er ist nicht allein.

Welche mächtige Idee steht hinter dem Plan von der Abschaffung der Nationen? Welche Gewalt ist so unüberwindbar, dass sie den Völkern ihre Souveränität rauben kann?

Ideologie des Diesseits

Es ist der alles beherrschende Säkularismus, der die Menschheit auf diesen Irrweg führt. Eine Ideologie, die aus vielen Lügen besteht, die so oft wiederholt wurden, dass sie die meisten Zeitgenossen für die Wahrheit halten. Die Freiheitslüge, die Gleichheitslüge, die Globalisierungslüge und die Demokratielüge. Auf diesen Lügen fußt unsere moderne Welt.

Der Liberalismus hat unbestritten seine Meriten. Er hat die politische Freiheit für alle Bürger erkämpft, ein gerechtes Ziel. Aber die moderne Freiheit ist ein zweischneidiges Schwert.

Wenn der Liberalismus instrumentalisiert wird als Ideologie, welche die schützende Hand des Staates schwächen will, um die Ausbeutung der Mehrheit durch eine Minderheit zu ermöglichen, ist er Unheil. Wenn er eine übermäßige Einschränkung der menschlichen Freiheit durch staatliches Handeln bekämpft, ist sein Wirken positiv.

Es ist gefährlich, dem Menschen, mit seinem Hang zum Bösen, zu viel Freiheit zu gewähren. Die Gebote Gottes gelten zwar seit langem als notwendige, moralische Grenzen menschlichen Handelns – denn die Straße des Lasters ist breit und der Pfad der Tugend sehr schmal – beliebter ist heute allerdings die Mär von der perfekten Natur des Menschen, der durch eigene Vernunft seiner absoluten Freiheit angemessene Grenzen setzen kann. Das vorsätzliche Übertreten der göttlichen Gebote wird zum Befreiungserlebnis. Die Auswirkungen dieser Lockerung der Sitten sind, nicht nur, aber besonders deutlich, am Handeln der Wall Street zu studieren.

Investmentbanker, Hedgefonds- und Private-Equity-Manager pflegen eine Weltsicht, die vom Zentralorgan des Weltliberalismus', dem Londoner The Economist, so formuliert wird: „Ein Unternehmen hat die Aufgabe, möglichst viel Geld für seine Aktionäre zu verdienen, innerhalb der gesetzlichen Grenzen. Moral gehört zur Privatsphäre und zur Politik.“ Dies führt zu einem Kurs sehr nah an der Illegalität, der stolz „hart am Wind segeln“ genannt wird. Nun, dann müsste die Politik den Spielraum der Banken eben auf ein sozialverträgliches Maß zurückstutzen. Per Gesetz. Doch jeder Politiker, der das versuchen würde, müsste schnell erkennen, wer die wahre Macht besitzt.

In einer Zeit, in der dem Abstraktum „Geld“ die Weltherrschaft eingeräumt wird, sollte das niemanden wundern. Die Bosheit des Geldes wird häufig unterschätzt. Es komme darauf an, was man damit mache, wird gesagt. Wenige erkennen, dass Geld das Hauptinstrument des Verführers ist, um Menschen zu verwerflichen Taten zu verleiten. Das Gleichnis vom Kamel und dem Nadelöhr weist darauf hin: dem Geld wohnt etwas Böses inne, das auf seinen Besitzer ausstrahlt und eine unheilvolle Macht ausübt.

Einst gab es kaum Privateigentum, alles war Eigentum Gottes, der Besitz wurde lehnsrechtlich vergeben. Heute gibt es fast nur noch Privateigentum. An sich nichts Schlechtes, wenn der Eigentümer es redlich erwirbt und verantwortungsvoll damit umgeht. Anders gesagt: Milliardäre dürfte es eigentlich nicht geben, sie hätten ihren überschüssigen Reichtum längst dem Allgemeinwohl widmen müssen.

Großspekulanten wäre früher von den Völkern der Krieg erklärt worden, hätten sie auf obszöne Weise gewagt, fremde Währungen anzugreifen. Heute schützen die Regierungen deren ergaunerte Milliarden.

Wer am Golde hängt

Die internationale Finanzelite ist völlig gefangen in der unnatürlichen Welt eines unredlichen Reichtums, der auf irrealen Papierwerten, betrügerischen Verbriefungen, unnützen Derivaten und Wetten basiert. Die Gewinne der Geldelite stehen in einem direkt korrespondierenden Verhältnis zum Schaden, den ihre Handlungen verursachen.

Die Unfähigkeit der Politiker, dieses Treiben zu durchschauen und ihm wirkungsvoll entgegenzutreten, gipfelt in der Farce, dass ausgerechnet die Täter selbst dazu aufgefordert werden, sich einen zukünftige Krisen verhindernden neuen Rahmen zu geben. Im Fußball nennt man so etwas eine Steilvorlage. Wahrscheinlich glaubt die politische Klasse an das erpresserische Argument der Finanzwelt, dass sie jederzeit in der Lage seien, den Weltuntergang herbeizuführen, sollte ihnen der Gehorsam versagt bleiben.

Das führt zu neuen Schulden. Staatsschulden sind aber gefährlich, weil Staaten in den seltensten Fällen aus dem geliehenen Geld Profit ziehen. Sie können deshalb steigende Zinslasten nur mit Wachstum finanzieren. Deshalb hört man von Bankern immer, dass Wachstum unerlässlich sei.

Die Gleichheit der Menschen

Eine weitere Lüge ist die Behauptung, alle Menschen seien gleich. Das ist offensichtlicher Unsinn. Richtig ist, dass alle Menschen verschieden sind. Gerade in der Vielfalt liegt der Reichtum der Gattung Mensch. Deshalb hat jeder eine Aufgabe, mit deren Erfüllung er zum Wohl der Allgemeinheit beitragen kann. Gleichwohl gilt Gleichheit selbstverständlich in den Rechten gegenüber dem Staat und vor dem Gesetz. Aber nicht beim Einkommen, nicht bei der Beförderung, nicht bei der Auswahl der Ehefrau oder des Ehemannes. Alle Projekte zur Herstellung sozialer Gleichheit enden verbrecherisch. Das bedeutet nicht, dass der Politik das Recht abgesprochen wird, einzugreifen, wenn Einkommensunterschiede so groß werden, dass sie den sozialen Frieden gefährden oder die Grenzen der Moral überschreiten.

Oft scheint es, als dächten die Reichen: „Niemand zwingt euch, arm zu sein. Macht es so, wie wir es tun, und ihr werdet ebenfalls reich.“ Und wenn alle es so täten, wie sie es tun? Sind dann alle reich? Nein, wir sind unterschiedlich – und werden es auch bleiben. Es ist die Verantwortung der Mächtigen, für eine gerechte – nicht gleichmäßige – Verteilung des Wohlstands zu sorgen, und dies nicht den „Kräften des Marktes“ zu überlassen. Insofern ist „Umverteilung“ auch kein Schimpfwort, sondern eine edle Verpflichtung.

Rangunterschiede wird es zu allen Zeiten geben – egal, wie sehr die Gleichheit der Menschen beschworen wird. Es ändern sich nur die Kriterien, nach denen Menschen in Ränge eingeteilt werden. Früher war es das inzwischen antiquiert klingende Kriterium der Vornehmheit, worunter die generationenlange Einübung bestimmter Sitten und ritterlicher – bei königlichen Häusern: monarchischer – Tugenden verstanden wurde. Heute gilt das Merkmal der Leistungsfähigkeit, womit in erster Linie das Talent gemeint ist, möglichst rasch möglichst viel Geld zu erwirtschaften.

Beliebt ist auch die Lüge von der Unvermeidbarkeit der Globalisierung. Wenn ein Argument mit den Worten „Die Märkte erfordern“ beginnt, weiß man automatisch, dass die Unwahrheit folgen wird. Märkte erfordern gar nichts, Märkte passen sich an und sind normativen Entscheidungen der Politik untergeordnet. Deshalb ist auch die Globalisierung steuerbar. Jedes Land sollte selbst entscheiden, inwieweit es sich der Welt öffnet oder verschließt – in Kenntnis des möglichen Wohlstandsverzichts, der aber normativ gerechtfertigt sein kann.

Demokratiefrage

Und die Demokratie: auch nicht wahr? Noch einmal sei wiederholt, dass sie die legitime Regierungsform dieser Zeit ist. Die real existierende Demokratie darf aber keinen Etikettenschwindel betreiben und muss tatsächlich den Willen des Volkes zum Maßstab nehmen. Dies ist nicht der Fall, wenn Entscheidungen gegen den ausdrücklichen Willen des Volkes getroffen werden, um den Interessen einer mächtigen Minderheit, den Plutokraten, zu dienen. Wenn das demokratische System nur noch zur Verschleierung der Geldherrschaft dient, ist das Beschwören der Demokratie nichts als Heuchelei.

Eine Gefahr besteht auch in der Übertreibung des Prinzips der Volkssouveränität. Selbst eine Demokratie besitzt nicht das Recht, sich gegen die göttliche Ordnung zu stellen. Der konservative Christ neigt zur Monarchie, da er in ihr mehr christliche Elemente enthalten sieht.

Ein Monarch begreift sich, in seiner Verantwortung gegenüber Gott, als Diener des Volkes. Er denkt langfristig, in Generationen und damit staatsmännisch. König und Land sind eins – das ist das Geheimnis der Monarchie, das nur noch wenige begreifen.

Zwar wäre eine Synthese vorstellbar, in der es zu einer freiwilligen Zusammenarbeit zwischen Volk und Monarchen kommt, falls das Volk aus eigener Erkenntnis von einem König repräsentiert und in Maßen auch regiert werden will und ihm folglich Teile der souveränen Machtausübung innerhalb bestimmter Grenzen überlässt. Wahrscheinlich ist dies allerdings nicht, da die Mächte der Zeit es nie zulassen würden.

Das Grundgesetz besitzt nicht ohne Grund die pompöse „Ewigkeitsklausel“, die dem deutschen Volk vorschreiben will, dass es für immer eine säkulare Republik bleiben müsse. Ein lächerlicher Anspruch, der dem Volk das Recht abspricht, selbst darüber zu entscheiden, welche Staatsform es sich geben will.

In einer Welt ohne Gott haben Monarchen allerdings nichts mehr zu suchen. Es sind oberflächliche Zeiten, in denen der König hauptsächlich darum beneidet wird, viele Diener zu haben. Alle heute sich Monarchien nennende Staaten sind, jedenfalls in Europa, in Wahrheit Republiken, die sich aus nostalgischen Gründen einen Monarchen halten, der keine Macht besitzt und zum Dekorum herabgesunken ist.

Weltautorität

Dem Machtwillen der Geldelite entspringt die Forderung nach einer Weltautorität zur Lösung globaler Probleme. Darunter verstehen sie nicht ein Forum der Zusammenarbeit souveräner Staaten, sondern eine neue, globale Machtstruktur. Über der Ebene des Volkes gibt es aber nichts Natürliches. Ein Weltstaat würde von Menschen regiert und ihre Fehlentscheidungen wären nicht mehr auf eine Nation begrenzt, sondern würden sich global potenzieren. Warum muss es immer die Weltherrschaft sein, nach der sich die Elite sehnt? Eine Herrschaft, die nur Gott zusteht.

Merkwürdig, dass auch der Papst eine Weltautorität befürwortet, wie er es in seiner Enzyklika „caritas in veritate“ schreibt. Denkt Benedikt XVI., er könnte die Weltautorität in christlichem Sinne beeinflussen? Ist das realistisch, wenn man die Ideologie kennt, die der Weltautorität zugrunde liegt? Glaubt man der internationalen Finanzelite wirklich, dass unter ihrer Herrschaft keine Konflikte mehr existieren, der ewige Frieden einkehrt? Es ist doch abzusehen, dass die Angehörigen der Führungsschicht Kämpfe um die Vorherrschaft, um Bodenschätze, Einnahmequellen und Menschenmaterial führen werden. Auf einem solchen Fundament wird nie der ewige Frieden ruhen. Wenn damit etwas anderes gemeint sein sollte, als der Zustand der Seelen ihrer toten Opfer.

Wer die Kälte internationaler Organisationen kennen lernen möchte, rufe einmal die EZB an und stelle die Frage, warum sie Inflation produziere. Neben der schlichten Leugnung der Tatsache („Die EZB kann keine Inflation bewirken, da ihr Ziel lautet, Inflation zu verhindern.“ – was für eine Logik!) lässt der Mitarbeiter den Anrufer auch deutlich spüren, dass er ihm das Recht zur Kritik abspreche, da er die wahren Zusammenhänge nicht begreife. Die Brutalität der Organisation färbt auf die Mitarbeiter ab. Franz Kafka hat in seinem Roman „Das Schloss“ eine Bürokratie beschrieben, der man ohnmächtig ausgeliefert ist. Weit weg, allmächtig und bedrohlich.

Die legitime Aufgabe der EU bestünde darin, kein Machtreich, sondern ein Kulturreich sein zu wollen. Zum Schutz des christlichen, kulturellen Erbes Europas. Den Feinden würde es als Bündnis freier Völker, nicht als erzwungener Einheitsstaat entgegentreten.

Der Wille der EU-Eliten steht dazu in diametralem Gegensatz. Sie lehnen es ab, Gott in der Präambel zu erwähnen und empfinden jede Manifestation des Christlichen als Angriff. Die EU ist das Machtinstrument zur Zerstörung der nationalen Souveränität und zum Umbau des christlichen Abendlandes in einen säkularen, materialistischen Herrschaftsraum, der vom Finanzsektor gesteuert wird.

Wer jemals in Brüssel innerhalb einer EU-Institution gearbeitet hat, weiß, wie verbreitet die Sünde dort ist. Brüssel ist eine Stadt, in der die Laster Triumphe feiern. Es herrscht eine Atmosphäre absoluter Promiskuität. Schneller Sex, luxuriöses Essen, verführerische Zerstreuungen, unendliche Empfänge. Durch die Flure der EU-Beamten weht ein neuheidnischer Geist.

Aber sind internationale Organisationen heutzutage nicht einfach notwendig? Die Antwort hängt vom eigenen Menschenbild ab. Wer von der vererbten Schlechtigkeit des Menschen ausgeht, hält eine Weltregierung für gefährlich. Wer Machiavellist ist, weiß ebenfalls um die Fehler des Menschen, hält sie sogar für unverbesserlich, richtet sich aber nach den „Gesetzen dieser Welt.“ Einer muss herrschen. Es kommt nur auf die richtige Technik an. Am Ende setzt sich ohnehin der Stärkste, Klügste und Weiseste durch.

Haben wir uns nicht längst daran gewöhnt, undemokratische Machtinstanzen zu tolerieren? Was legitimiert die G20? Wem gehorchen die neuen Überwachungsstrukturen für den Finanzmarktsektor? Welche Macht hat das financial stability board und wem ist es Rechenschaft schuldig? Es sind Institutionen, die aus Bürokraten bestehen. Im Hintergrund, die Fäden in der Hand haltend, lauert die Geldelite.

Weltethos

Wer die Weltautorität bejaht, benötigt naturgemäß auch einen Weltethos, um seine Ideologie zu veredeln. Die Allgemeinverbindlichkeit des Christentums ist Europa verloren gegangen. Private religiöse Überzeugungen werden zwar toleriert, solange sie sich dem säkularen Staat, der sich selbst „neutral“ nennt, unterordnen. Gesucht wird aber eine neue Religion, „in der alle übereinstimmen.“

Zunächst ist eines festzuhalten: Religionsfreiheit ist ein richtiges Prinzip. Da der Mensch von Gott frei geschaffen wurde, gehört es zu seiner Würde, entscheiden zu dürfen, an welche Religion er glaubt oder eben nicht. Gott lässt es zu, dass sich der Mensch von ihm abwendet. Er will dessen Freiheit. Jede Religion, die diese Wahrheit leugnet, beschmutzt sich selbst.

Auch das Prinzip der Trennung zwischen Kirche und Staat ist korrekt. Für die Vertreter der Kirche ist es besser, sich aus der direkten Machtausübung auf staatlicher Ebene herauszuhalten, da irdische Macht sich ohne die Verwendung sündhafter Mittel fast nie behaupten kann, wie Kardinal Richelieu sicher bestätigen würde.

Dennoch kann es keine Neutralität des Staates geben. Er darf, er muss einen Wertekanon festlegen. Es gibt keinen luftleeren Raum der Neutralität in normativen Dingen. Jeder Staat steht für etwas Bestimmtes. Er ist entweder christlich oder muslimisch oder säkular oder sonst irgendetwas. Ob die momentane Entscheidung Deutschlands, sich als säkularer, relativistischer, materialistischer und naturalistischer Staat zu definieren, eine gute Wahl ist, bezweifelt der Autor.

Nun gut, der Staat steht nicht mehr auf der Seite der Christen. Aber müssen Christen ihre Religion auch dem Dogma des Relativismus unterordnen, sie also als eine unter vielen bezeichnen, oder dürfen sie öffentlich daran festhalten, die wahre Religion zu besitzen?

Gleichheit der Religionen?

Für einen Christen ist es absurd, zu sagen: „Ich glaube zwar daran, dass Gott sich der Menschheit offenbart hat, bevorzuge es aber, dieser Wahrheit und Botschaft gegenüber neutral zu bleiben.“

Religionsfreiheit als Dogma und Menschenrecht führt zur Verfestigung der Idee, es sei unmöglich, die Wahrheit einer Religion zu bestimmen. Jeder Gläubige verhalte sich demnach irrational, wenn er an seinem Glauben nicht auch zweifle. Alle Religionen seien gleichberechtigt und potentiell wahr.

Es bedeutet, den Sinn der Religionsfreiheit zu verkennen, wenn daraus der Schluss gezogen wird, ein Bund Gottes mit den Menschen sei historisch unmöglich. Jesus hätte umsonst gelebt und wäre umsonst gestorben. Wehe demjenigen, der den ewig sinnsuchenden Menschen keinen Trost bieten kann. Die Bestie wartet nur darauf, freigelassen zu werden. Nicht alle Religionen sind Heilswege.

Ringparabel

Die berühmte Ringparabel beinhaltet mehrere Irrtümer. Zunächst sind Religionen keine ethischen Erziehungsprogramme, die man nach ihrer Nützlichkeit bewertet, sondern Offenbarungen Gottes, für den Gläubigen also geschichtliche Wirklichkeit. Außerdem ist die Story unglaubwürdig: Ringe, die vor Gott angenehm machen? Ist da Magie im Spiel? Schließlich wird behauptet, der Vater habe alle drei Söhne gleich geliebt. Schön, er hat aber Streit gestiftet, indem er das Recht des Erstgeborenen, welches der göttlichen Ordnung entspricht, ignoriert. Wäre es für Gott sinnvoll, viele gleichberechtigte Religionen zu schaffen?

In der Religion geht es um letzte Wahrheiten. Das Denken in Kompromissen ist für die Welt der Politik gedacht. Religionen gehören der spirituellen Ebene an und wenden sich an den menschlichen Geist. Physische Gewalt ist ihnen wesensfremd, sie gehört wiederum zur Ebene der Politik. Der Staat darf eine Religion bevorzugen, wenn er die Überzeugung erlangt hat, dass sie zum Funktionieren des Staates einen hilfreichen Beitrag leistet. Eine reine Vernunftentscheidung, die nicht bedeutet, dass alle Staatsbürger dieser Religion angehören müssen. Keine Kultur kennt die Gleichheit aller Weltanschauungen. Es gelten ja auch nicht alle Sitten zur selben Zeit, außer in der Anarchie, die den Menschen absinken lässt auf die Stufe des Tieres.

Im friedlichen Dialog, ohne Zwang, mag man sich auf die Suche nach einem moralischen Minimalkonsens der Menschheitsfamilie begeben. Eine Weltregierung, die den festgelegten Weltethos global durchsetzen will, ist eine Schreckensvorstellung.

Die gefährdete Kultur

Eng verwandt mit dem Konzept der Religionsfreiheit ist auch die Idee vom Multikulturalismus, denn nebeneinanderlebende Religionen sind auch parallele Kulturen.

Dieselbe Geisteshaltung, die vor Jahrzehnten Gastarbeiter aus dem islamischen Kulturkreis ins Land holte, ruft heute wieder nach ausländischen Fachkräften. Das Zusammengehörigkeitsgefühl der Völker soll geschwächt werden, da zerstrittene Volksgruppen sich leichter unterdrücken lassen.

„Islam ist ein Teil von Deutschland“ ist ein dummer Satz. Nach derselben messerscharfen Logik könnte man sagen, Scientology sei ein Teil von Deutschland. Dass der Islam ein Teil der deutschen Kultur wäre, kann man nicht behaupten. Ob er es werden sollte, ist die entscheidende Frage. Dazu müsste man aber die deutsche Kultur auch definieren. Der deutsche Staatsminister für Kultur will das nicht. „Um Gottes Willen, keiner will eine Definition der deutschen Kultur“, wehrt sein Pressesprecher dieses Ansinnen entsetzt ab.

Nebenbei sei bemerkt, dass in Deutschland die Länder Kulturhoheit besitzen, einer der diversen Geburtsfehler der Bundesrepublik, deren Zweck es ist, Deutschland für immer zu schwächen, indem Eintracht, Harmonie und Identitätsgefühl erschwert wird.

Normativ und deskriptiv

Wer die Kultur nicht prägen will, denkt deskriptiv. Er beschreibt Deutschland als das, was es geworden ist, ohne es zu bewerten. Kultur entwickle sich von selbst, denkt er. Ein Irrtum.

Der kulturprägende Mensch, fragt sich, was Deutschland sein soll, denkt also normativ und beurteilt daraufhin die kulturelle Lage in Deutschland. Für ihn gibt es ein richtiges und ein falsches Verständnis von Kultur.

Der Islam gehört nicht zu den prägenden Einflüssen deutscher Tradition. Er könnte aber Teil des Ganzen werden, wenn er sich christlichen Werten unterordnen würde, so denkt der konservative Christ. Das widerspricht natürlich dem Wahrheitsanspruch des Islam. So kommt es zur Konfrontation, wie sie die Geschichte der Religionen geprägt hat. Dem hilft nicht der Schlichtungswille des Säkularismus, der glaubt, über den Religionen zu stehen. Er versucht nur, einen neuen, weltlichen Religionsersatz durchzusetzen, der keinen Gläubigen überzeugt. Es führt natürlich auch nicht weiter, zu behaupten, es gebe keine Wahrheit, man solle sich einfach vertragen. Der Konflikt bleibt bestehen.

Im Zentrum jeder Kultur steht eine Religion. Keine Kultur baut auf zwei oder mehreren Religionen auf. Deshalb erklärt sich der Säkularismus zur Ersatzreligion und drängt die echten Religionen in die Privatsphäre. Solange dieser Prozess nicht abgeschlossen ist, existieren die Kulturen nebeneinander, aber nie miteinander, da sich ihre Werte immer unterscheiden. Scharia ist eben etwas anderes als christliche Soziallehre, die wiederum etwas anderes ist, als Aktionärskapitalismus.

Wie in einer Familie

Beim Muslim, der sich in Deutschland einbürgern lässt, ist das Bild der Familie hilfreich. Er ist ein neues, adoptiertes Mitglied aus einer fremden Kultur, kein leibliches Kind der eigenen Kultur (wiewohl auch leibliche Kinder aus der Art schlagen können, wie man weiß). Vom neuen Familienmitglied erwartet die Familie zu Recht Höflichkeit, Respekt und Anpassung an die geltenden Manieren. Auch ein gewisses Maß an Dankbarkeit dafür, dass er aufgenommen wird. Andererseits sollt man natürlich auch Interesse für die Kultur des adoptierten Neumitglieds aufbringen. Eine alte Kultur wie der Islam hat der deutschen Kultur in jedem Fall etwas Wertvolles, Bereicherndes zu bieten. Im Familienleben gibt es schon einmal Streit über das, was man tun soll und das, was nicht erlaubt ist. Über Werte. Hier gilt die Autorität der Eltern, die das Recht haben, die Regeln festzulegen. Sie erwarten, ebenfalls zu Recht, den Gehorsam der Familie. Das Neumitglied wird also erzogen werden, bis es in die Familie passt. Es muss sich unterordnen. Es wird alte Werte aufgeben müssen und neue Werte annehmen. Die Familie ist nicht verpflichtet, Überzeugungen des Neumitglieds zu übernehmen, sollte aber das Taktgefühl besitzen, ihm ein Leben nach seinen Werten wohlwollend zu erlauben, wenn es nicht in Konflikt mit den Traditionen der Familie gerät. Bereichernde Werte können ja übernommen werden.

Damit dies funktioniert, muss es allerdings eine Autorität geben, die fruchtbare Werte vertritt. Deutschland wirkt augenblicklich eher wie eine große Patchwork-Familie, in der es antiautoritär zugeht. So entwickelt sich unter den jugendlichen, verunsicherten Zugewanderten eine Mischung aus Frechheit, Provokationslust und Respektlosigkeit. Wenn mich niemand in die Schranken weist, dann bestimme ich eben selbst die Regeln. Diese gefährliche Stimmungslage wird verharmlost. Die kulturvergessenen Eliten nehmen irrigerweise an, aus Unordnung entstehe kreative Spannung statt Anarchie.

Polizeistaat

Um die auseinanderstrebenden Kräfte im Griff zu behalten, muss überwacht werden. Es entsteht ein übermächtiger Polizeistaat, der alle modernen Mittel zur Kontrolle seiner Bürger nutzt.

Es wirkt so, als ob Platon das Drehbuch geschrieben hätte zu der neuen Dreiteilung der Gesellschaft: Eine Schicht von Arbeitssklaven, die zu ihrem eigenen Wohl geleitet werden müssen (99% der Menschheit). Die Wächtertruppen, die sich aus den Exekutivbereichen Politik, Militär und Polizei rekrutieren. Und schließlich die philosophische Herrscherklasse, bestehend aus Familienmitgliedern der Geldelite.

Schönheit der christlichen Staatsordnung

Wer der Schönheit einer christlichen Ordnung nachtrauert, kann nur noch im Rückblick seine Sehnsucht stillen.

Die Epoche der Monarchie wird heute meist als Zeitalter der Unterdrückung geschildert. Das ist ungerecht. Zur Verwirklichung der Volkssouveränität bedurfte es erst einmal eines Volkes, das seinen politischen Willen auch zu artikulieren fähig war. Dies war zu Beginn der Staatsgründungen sicher nicht der Fall und so setzte sich zunächst das monarchische Prinzip durch. Manche behaupten, dass dem Volk eine politische Ausdrucksfähigkeit nur deshalb nicht möglich war, da ihm die Bildung vorenthalten wurde. Richtiger ist aber wohl, dass es einer jahrhundertelangen kulturellen Entwicklung bedurfte, bis die politischen Organe entwickelt waren, die eine Volksherrschaft ermöglichen. Auch die Bildung für alle ist erst auf einer zivilisatorisch fortgeschrittenen Stufe der Arbeitsteilung möglich.

Aus propagandistischen Gründen werden die Jugendjahre der deutschen Nation fast ausschließlich in dunklen Farben dargestellt. Viele rezipieren diese Periode sogar hauptsächlich durch einen Roman, Heinrich Manns „Der Untertan“. Eine Satire wird als Tatsachenbericht gelesen. Auch wenn Heinrich Mann ein großer Schriftsteller war, seine politische Urteilskraft sollte jeder anzweifeln, der nicht wie er als Kommunist seinen Lebensabend in der DDR hätte verbringen wollen.

Alle wirtschaftlichen Daten beweisen eine grandiose Vitalität Deutschlands in der Zeit von 1871 bis 1914. Das Land blühte. Bevölkerungswachstum, Wirtschaftswachstum, Steigerung des Lebensstandards. Selbst der Gründerzeitkrach wurde überwunden.

Es lohnt sich nicht, in Einzelheiten die positiven Seiten des Kaiserreichs darzustellen und zu einer Verteidigung dieser Epoche zu schreiten. Jeder, der sich ein Bild machen will, kann dies tun. Die historischen Quellen liegen vor.

Sinn des Heiligen Römischen Reiches

Ein paar Erkenntnisse verdienen es allerdings, festgehalten zu werden. Die Entwicklung des Deutschen Reiches erscheint heute vielen als seltsam und unverständlich, da die Nationalstaatsbildung so spät kam und davor das unvergleichliche Gebilde des Heiligen Römischen Reiches und seiner Glieder die deutsche Geschichte bestimmte. Hierin liegt aber ein tiefer Sinn: Das Heilige Römische Reich war notwendig, um dem Christentum zum Sieg zu verhelfen. Und zwar weltweit. Diese Aufgabe hat es erfüllt – wenn auch oft mit unchristlichen Mitteln. Der deutsche Nationalstaat ist deshalb richtigerweise auch nicht aus dem Heiligen Römischen Reich unter Habsburger Führung hervorgegangen, sondern unter der Führung preußischer Könige erkämpft worden. Das Heilige Römische Reich war immer übernational. Nur eine nationale Kraft konnte den Nationalstaat schaffen. Preußen ist der Kern Deutschlands, bis heute. Die preußischen Tugenden bilden das Rückgrat dieses Landes. Dass es Preußen nicht mehr gibt, ist einer der Gründe für den Krankheitszustand Deutschlands, für seine Wehrlosigkeit.

Etwas ist noch bemerkenswert. Das Deutsche Reich war ein Kaiserreich. Jeder weiß, wie widerwillig Wilhelm I. den Kaisertitel annahm. Sein Instinkt war richtig. Am Kaisertitel hängt ein Fluch. Kein Kaiserreich hat lange existiert. Auch Napoleon oder die Versuche in Brasilien oder Mexiko scheiterten. Der Kaiser ist ein größenwahnsinniger Titel aus dem alten Rom. Nero kommt einem in den Sinn. Mit dem Kaisertitel ist immer auch ein Anspruch eigener Göttlichkeit verbunden, der frevelhaft ist. Ein Kaiser will über mehrere Völker herrschen – das ist anmaßend.

Die Monarchie ist als Staatsform so legitim wie die Republik. Aber nur, wenn sie sich darauf beschränkt, die politische Ordnungsstruktur für ein Volk zu sein, wie es in einem Königreich der Fall ist.

Aufstand und Revolution

Der Untergang der deutschen Monarchie 1918 wird heute quasi als Befreiung vom Joch des Unterdrückers beschrieben. Wenn nicht in der Form eines Kündigungsschreibens an die Adresse des letzten Monarchen: wegen Unfähigkeit entlassen. Beides stimmt nicht. Undank ist der Welten Lohn. Der Zusammenbruch der Monarchie in Deutschland war der Beginn des Aufstands gegen die göttliche Ordnung.

Die Revolution ist immer ein verabscheuungswürdiges Prinzip. Es ist die Apotheose der Gewalt. Deutschland ist kein Land der Revolutionen, eher eines der gescheiterten Versuche. Die misslungene von 1848, die irregeleitete von 1918, die von Hitler versuchte von 1923 und die schändliche, nationalsozialistische Revolution ab 1933. Eine friedliche Revolution ist ein Widerspruch in sich. Insofern ist der Aufstand der ostdeutschen Bürger 1989 nicht als Revolution zu bezeichnen.

Klassische Revolutionen wie in Frankreich oder England hat es in Deutschland nie gegeben. Die Hinrichtung des Königs ist ein Frevel, da nicht nur der Mensch getötet wird, sondern auch etwas Heiliges geschändet wird. Deutschland hat dieses Sakrileg nie begangen.

Siegeszug der Moderne

Nun leben wir im modernen Deutschland. Für einige der Gipfelpunkt einer Entwicklung. Es ist ein unvorstellbarer Siegeszug des Säkularismus. Sein Regiment wird nur Bestand haben, solange er eine kritische Masse an Zufriedenen hervorbringt, indem er seine Versprechen, jedenfalls zum Teil, auch einlöst.

Die Angebote des Verführers klingen gut, sie schmeicheln dem Stolz des Menschen. Wer ihnen nicht folgt, wird ausgegrenzt. Es existiert ein Zwang zur Anpassung, dessen Dosis ständig erhöht wird.

Ideologie der Freimaurer

Lohnt es sich, ein Wort über die Freimaurerei zu verlieren, den Schöpfern der Ideologie, welche heute die globalisierte Welt beherrscht? „Wir haben Wohlstand geschaffen für viele“, rechtfertigen sie sich. Sicherlich, aber was bedeutet materieller Wohlstand, wenn er der Seele Schaden zufügt? Neben dem Reichtum wurden auch neue Formen der Armut und der Ausbeutung geschaffen. Ein trügerischer Wohlstand ist es, erkauft mit der Zerstörung immaterieller Werte durch die Verdrängung des Christentums.

Das große geheime Wissen gibt es nicht. Menschen sind keine Götter und werden auch nicht zu Göttern, indem sie sorgsam gehütetes Geheimwissen erfahren. Allenfalls sind ein paar Taktiken im irdischen Machtspiel zu lernen. Dazu reicht es, Machiavelli zu lesen. Freimaurer sind keine moralisch hochstehende Menschen – eher das Gegenteil: intelligent, erfolgreich und machthungrig, wobei sie durch Rituale lernen, Skrupel zu überwinden. Dies gelingt ihnen durch die Umkehrung der Werte: das Gute ist Böse, das Böse ist gut. Der christliche Gott ist auf einmal ein finsterer Gott, der seinen Kindern das materielle Glück vorenthalten will, und Luzifer wird zum Lichtbringer, zum wertvollen Ratgeber im Diesseits.

Die Macht der Freimaurer ergibt sich nicht aus ihrem angeblichen Geheimwissen, sondern aus der Struktur des Netzwerks ihrer Mitglieder, die sich den Logen angeschlossen haben, weil sie den Inhalt eben jenes mysteriösen Wissens kennen wollen. Das einfache Mitglied wird allerdings ewig vertröstet, während die Führungselite mit seiner Hilfe die neue Weltordnung verwirklicht, das ersehnte, goldene Zeitalter.

Die Beherrscher des Materiellen, die automatisch auch seine Gefangenen sind, erlangen durch ihr Tun keinen Seelenfrieden. Diesen findet man nur, indem man Gottes Willen erfüllt. Das bedeutet zwar tatsächlich, ununterbrochen Verzicht zu üben und zu dienen, belohnt aber mit Schätzen für die Seele, die endlose Freude bereiten. Während die Kirche Heilige hervorbrachte und weiter hervorbringt, haben die Freimaurer noch nie jemanden präsentiert, der im Ruf der Heiligkeit gestanden hätte. Das ist sehr verwunderlich bei einer Geheimlehre, die von sich behauptet, den Menschen ethisch zu vervollkommnen. Vom schlechten Baum wachsen niemals gute Früchte. Der Heilige liebt Gott bis zur Selbstverachtung, der Sünder liebt sich selbst bis zur Gottverachtung.

Das Christentum vernichten?

Das Christentum ist und bleibt folglich ein Ärgernis für die modernen Lenker der Welt, da es nicht bereit ist, auf seinen Wahrheitsanspruch zu verzichten und als Privatmeinung den Rückzug aus der Öffentlichkeit anzutreten. Zwar haben die Kirchen es weitgehend aufgegeben, die Freimaurerei direkt anzugreifen, da ihnen die Machtmittel inzwischen fehlen und sie auch eingesehen haben, dass es zur Würde eines Menschen gehört, frei zu sein, einschließlich der Möglichkeit, sich von Gott abzukehren. Sie plädieren aber weiterhin öffentlich für die Einhaltung der Gebote Gottes und kritisieren jede politische Maßnahme, die in ihren Augen seinem Willen widerspricht.

So ist es das Ziel der säkularen Ideologen und Dienern der Geheimlehre, die Kirchen so weit wie möglich zu schwächen, aber wohl nicht, sie zu vernichten, da sie deren beruhigende Wirkung auf die Massen ausnutzen wollen. Die christlichen Kirchen sollen sich in ihren Masterplan einfügen und Kernelemente ihrer Ideologie übernehmen.

„Sie suchen das Christliche in der EU? Sie finden es in den Menschenrechten! Dort ist auch Ihre christliche Auffassung enthalten“, so lautet tatsächlich die Antwort des deutschen Sprechers der EU-Kommission auf die Frage, was an der EU christlich sei. Und er fügt hinzu: „Wenn Sie sich nach einer von Gott  bestimmten Zeit sehnen, dann nehmen Sie zur Kenntnis, dass sich durch demokratische Prozesse die Zeiten gewandelt haben und die Menschen heute etwas anderes wollen. Sie können ja die Ihre Positionen vertretenden Politiker in die entscheidenden Ämter wählen.“

Die christlichen Wurzeln werden durchtrennt, sogar die Erinnerung an das Christentum soll verblassen, indem man es nicht mehr erwähnt. „Religiöses Erbe“ nennt es die Präambel des Lissabon-Vertrags, „Konzept der Nächstenliebe“ schlägt ein Grundsatzartikel in der Presse als Umschreibung vor, „Das Ereignis auf den Feldern von Bethlehem“ ist die Wortwahl des Bundespräsidenten in seiner Weihnachtsansprache 2010. Das Christentum soll aus der Mode kommen. So reißt für viele Menschen das Band, das sie mit dem Denken und Fühlen ihrer Vorfahren verbunden hatte und ihnen einst Kraft gab.

Waffen des Glaubens

Der Glaube stellt einem Waffen zur Verfügung, um in diesen Zeiten zu bestehen. Er ist ja kein Tröster, sondern eine Quelle der Stärke. Die Waffen des Glaubens sind Gebet, Eucharistie, Bibelstudium, Nächstenliebe, Wohltätigkeit, christliches Wirken dort, wo Gott einen hinstellt.

Das Unwohlsein der Christen rührt aus der Erkenntnis des eigenen Machtverfalls und der sich rapide verändernden Kultur. Sie werden zu Fremden im eigenen Land, in einer feindlichen Umgebung. Sie werden es ertragen müssen.

Gegen die politischen Mächte gewaltsam aufzubegehren, ist sinnlos. Kein Staatsstreich, kein Umsturzversuch, kein militanter Widerstand wird irgendetwas verhindern können. Nicht gewaltsam kann gegen einen übermächtigen Gegner gesiegt werden, sondern nur gewaltlos – auf geistiger Ebene. Mit Argumenten, mit der Kraft des Wortes. Und innerhalb der gegebenen politischen Strukturen, sozusagen mit des Gegners eigenen Waffen.

Die Möglichkeit der Schlachtbank ist allerdings real. In diesem Fall ist die Selbstverteidigung zweifellos erlaubt. Wenn sie Aussicht auf Erfolg besitzt.

Endzeit

Aus dem Chaos eines zusammenstürzenden Finanzsystems soll eine neue Ordnung entstehen.

In Zeiten krisenhafter Epochenwechsel nehmen immer auch gewisse Formen der Endzeiterwartungen zu. So geistert momentan innerhalb der Weltelite so etwas wie ein Messiasglaube umher, eine Idee, die davon ausgeht, dass ein Retter kommen wird, der den Menschen ewigen Frieden und Glück beschert. Ist es nicht widersinnig, die christliche Religion zu schwächen, wenn man einen Messias präsentieren will?

Die Apokalypse des Johannes prophezeit jene Ankunft eines Menschen, der sich als Gott bezeichnen lässt, wundervolle Taten ausführt, und dem fast alle Menschen verfallen. Der Antichrist. Für die Christen bedeutet dies nicht der Beginn des Kampfes, sondern die Aufforderung, sich als Kinder Gottes zu sammeln.

Wer sich dem Antichristen anschließt, weil er es unsinnig findet, sich einer Herrschaft zu widersetzen, die nur mit übernatürlicher Macht besiegt werden kann, möge drei Dinge bedenken.

Zum einen ist es für einen Christen, der sein persönliches Seelenheil bewahren will, unmöglich, sich mit Kräften einzulassen, die sich gegen Gott richten. Wenn der Zeitgeist etwas verlangt, das gegen die wahre Ordnung gerichtet ist, muss man widersagen.

Außerdem ist Resignation ein schlechter Ratgeber. Wenn unsere Vorfahren so gedacht und gehandelt hätten, wären ganze christlich geprägte Kulturepochen nie entstanden, da Menschen schon oft an die unmittelbare Ankunft eines Antichristen geglaubt haben. Wer weiß schon, wann es soweit ist? Besser ist es, zu versuchen, gute gesellschaftliche Ordnungen als Inseln des Heils zu erhalten. Es ist anmaßend, Gottes Zeitplan voraussehen zu wollen. Hemmende, christliche Kräfte – die sich aber klug verhalten müssen – sind sicherlich Teil des Heilsplans.

Schließlich ist es blasphemisch, zu sagen, indem man dem Teufel diene, diene man ja indirekt Gott, da das Handeln Satans im Weltenplan Gottes seinen rechtmäßigen Platz habe. Wer so denkt, hat die erschreckende Größe der menschlichen Freiheit nicht begriffen. Es ist eben gerade die Wahlmöglichkeit zwischen Gut und Böse, die einen fundamentalen Teil der menschlichen Würde darstellt. Auch wenn der Teufel und die ihm dienenden Menschen fraglos Teil der Schöpfung sind, können sie sich nicht damit rechtfertigen, Gott habe sie nun einmal so geschaffen, sie hätten nicht anders handeln können. Sie haben sich freiwillig von Gott abgewendet, indem sie riefen: „Wir dienen nicht Dir, wir dienen uns.“

Seit langem versuchen sie, der Menschheit einzureden, ihre Ordnung sei der göttlichen überlegen. Gott fordere Verzicht, Pflichterfüllung und freiwillige Beschränkung. Sie böten stattdessen Genuss, Reichtum, Überfluss und Luxus. Sie verschweigen, dass ihr Reich diese Versprechungen nur für einen winzigen Teil der Menschheit erfüllen kann und darauf angewiesen ist, den Rest in Unfreiheit schuften zu lassen. Im Übrigen baut ihr System auf der Lüge auf, dass materielle Genüsse, Befriedigung der Triebe und das Schwelgen in Luxus, der Seele die Ruhe schenke, nach der jeder Mensch sich sehnt. Ihre Verlockungen verschaffen kurzfristige Glücksgefühle, denen ein immer schlimmerer, seelischer Kater folgt, der einen Seelenzustand vollkommenen Unglücks und verzweifelter Zerrüttung schafft. Der so gefangene Mensch hasst sich selbst und richtet seinen Selbsthass gegen andere.

Was zu tun bleibt

Es wird zur Weltregierung kommen. Aber nicht, weil die Verschwörer so mächtig sind – das sind sie – sondern, weil die Menschheit sich freiwillig in die Sklaverei begeben wird. Aus Trägheit, Bequemlichkeit und mangelnder Weitsicht.

Das Reich der Christen ist nicht von dieser Welt. Die Christenheit ist nicht dazu berufen, mit Gewalt ein Paradies auf Erden zu errichten. Es ist Unrecht, andere zu seinen Ansichten zwingen zu wollen. Das gilt insbesondere für denjenigen, der davon überzeugt ist, die Wahrheit zu besitzen. Wie oft muss es noch gesagt werden: Gewaltanwendung ist ausschließlich zu Selbstverteidigung erlaubt. Wahrheit setzt sich durch das Wort durch. Was sich nicht verhindern lässt, muss ertragen werden.

Über 1000 Jahre haben Christen die abendländische Kultur geprägt. Die Sünde konnten sie nicht aus der Welt schaffen – sie erlagen ihr häufig selbst – aber ihr Glaube war die Grundlage für Kunstwerke überirdischer Schönheit, die zumindest einen Vorgeschmack auf das Reich Gottes geben. Unter anderem vermag dies die klassische Musik. Sie ist ohne Christentum nicht denkbar, wie selbst Richard Wagner zugegeben hat, nicht gerade ein der Frommheit Verdächtiger. Dem ungläubigen Zweifler, der behauptet, Gleichwertiges wäre auch ohne Christentum entstanden, ist nicht zu helfen.

Nun sollen die Ideologen des Säkularismus erst einmal beweisen, ob sie etwas Vergleichbares oder gar Besseres zu schaffen in der Lage sind. Der Autor hält dies für unwahrscheinlich.

Christliches Verhalten in Krisenzeiten zeigt sich am Mitmenschlichen, am helfen, heilen, zusammenhalten, teilen, abgeben und unterstützen. Jeder Mensch ist selbst der Ursprung des Wandels in der Welt. Vor allem vier Dinge sind es, die jeder Einzelne in seinem direkten Umfeld tun kann: die christliche Gemeinde stärken, den Ort verschönern, an dem man lebt, die Armut lindern und die Eingewanderten in die christliche, deutsche Kultur integrieren.

Gottes Pläne sind unergründlich, seine Gebote sind offenbart.

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