Michael Beleites

geboren 1964 in Halle/Saale, aufgewachsen in Trebnitz bei Zeitz; 1981-87 Berufsausbildung und Tätigkeit als Zoologischer Präparator am Naturkundemuseum in Gera, danach freiberuflich tätig; ab 1982 Engagement in überregionalen Initiativen der kirchlichen Friedens- und Umweltbewegung, ab 1986 Recherchen zu den ökologischen und gesundheitlichen Folgen des Uranabbaus der SDAG Wismut, Juni 1988 Fertigstellung der Dokumentation „Pechblende - Der Uranbergbau in der DDR und seine Folgen“; 1982 bis 1989 Verfolgung durch die Stasi (OV „Entomologe“, Verhinderung von Abitur und Studium); 1989 - 90 Mitglied des Geraer Bürgerkomitees zur Stasi-Auflösung; Februar 1990 Berater des Neuen Forum am Zentralen Runden Tisch in Berlin; Juni 1990 Gründungsmitglied von Greenpeace DDR e.V.; Engagement für Öffnung der Stasi-Akten; 1990 -92 Autor; 1992 Berater der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen im Sächsischen Landtag; 1992 – 95 Landwirtschaftsstudium in Berlin und Großenhain (Sachsen), seit 1995 in Dresden überwiegend publizistisch tätig (1996 und 1998 Ausstellungen beim Kirchlichen Forschungsheim Wittenberg); Dezember 2000 bis Dezember 2010 Sächsischer Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen; seit 2011 Gärtner und Publizist in Blankenstein (Sachsen); verheiratet, drei Kinder.

Buchveröffentlichungen „Untergrund“ (1991), „Altlast Wismut“ (1992), „Leitbild Schweiz oder Kasachstan?“ (2012); weitere Publikationen zur Aufarbeitung der DDR-Geschichte, Naturschutz, Biologiegeschichte, Agrarpolitik und Ökologischen Landbau.

Wir haben gelernt

Gesellschaftspolitik | 05.02.2013

Die eigentliche Krise haben wir wohl noch vor uns. Es ist zu befürchten, dass irgendwann das auf Verschuldung gebaute Spekulationssystem aus dem Ruder läuft. Es könnte sein, dass die Finanzkrise eines Tages zu einer drastischen Geldabwertung führt, die die gesamte westliche Welt betrifft -und diese unmittelbar in eine schwere Ölkrise einmündet. Aus einer Ölkrise erwächst hier schnell eine Mobilitäts- und Produktionskrise. Und daraus folgt eine Versorgungskrise. Nach 75 satten Jahren könnte wieder Hunger einkehren. Es ist keineswegs auszuschließen, dass auch künftig Notzeiten kommen, in denen sehr viele Menschen hungern und auch verhungern; frieren und auch erfrieren. Auch in Sachsen. Lesen