Macht und Mythos des Narrativen

02.06.2010 | Wolf Schneider

Von der Suche nach Wahrheit in der Geschichte und Geschichten

Vom Kinderreim über den gesellschaftlichen Tratsch bis zur Erwartung eines himmlischen Paradieses oder dem Entwurf einer politischen Vision ist unsere Kultur auf Geschichten aufgebaut. Wie wahr – oder sonstwie gehaltvoll – aber sind diese Erzählungen im einzelnen? Und wie viel Raum lassen sie, Neues zu erschaffen?

Mehr als viertel- bis höchstens halbwahr zu sein, dürfen wir auch von einem Tatsachenbericht nicht erwarten

"Nach dem Krieg verwarfen die Schriftsteller Frankreichs die Idee der Erzählung, weil Hitler und Stalin Geschichtenerzähler waren"

Geschichten geben uns Identität und Heimat – einen Raum, in dem wir geistig wohnen können

"Mach mir keine Geschichten!" oder "Don't tell me your story", diesen Vorwurf habe ich aus Encounter- und Therapiegruppen der Psychoszene noch lebhaft in Erinnerung. Dort wollten sie die Wahrheit wissen, keine Geschichten. "Erzähl mir nichts vom Pferd!", auch dieses alte deutsche Idiom sagt fast dasselbe, obwohl dabei der Volksglaube noch auf wahre Geschichten hofft, die sich in ihrer Glaubwürdigkeit von den unwahren ausreichend unterscheiden. Wir wollen nicht bloß Geschichten aufgetischt bekommen, sondern die Wahrheit, und die steckt offenbar nicht in einer Geschichte. Oder doch?

Fakt und Fiktion

Bei Büchern unterscheidet man Sachbücher und Belletristik. Die einen bringen Tatsachen (oder das, was dafür gehalten wird), die anderen mehr oder weniger faszinierende Kreationen. Im Englischen ist diese Unterscheidung sprachlich noch deutlicher: Auf der einen Seite gibt es facts, Fakten, auf der anderen fiction, das Erfundene. Im Bereich der Filmkunst entspricht dem die Unterscheidung zwischen Dokus und Spielfilmen. Eine sehr grundsätzliche Unterscheidung, die nicht nur die Autoren in solche und solche unterteilt, sondern auch die Wissenschaften von den Künsten absondert: Die Wissenschaftler sammeln Fakten, die Künstler kreieren Fiktionen: Romane, Spielfilme, kunstvoll Erschaffenes und Erfundenes aller Art.

Zweifel an der Richtigkeit und Bedeutungstiefe dieser Unterscheidung trifft man selten. Oft sind die Lager der beiden auf scheinbar so verschiedene Weise geistig Schaffenden sogar miteinander verfeindet. Legendär ist etwa der Hass der Künstler auf die Rezensenten: "Schlagt ihn tot, den Hund! Es ist ein Rezensent", schrieb Goethe in einem Spottgedicht, in dem er den Rezensenten darstellte als einen, der sich an Goethes Kreation schmarotzend sattgegessen hatte und diese anschließend beim Nachbarn kritisierte. Die Rechercheure von Fakten hingegen halten die Schöpfer von Fiktionen gerne für Traumtänzer, die sich in Fantasiewelten verirren und dabei die Realität ignorieren, während die Faktenforscher überzeugt sind, sie hätten diese aufgrund mühevoller Recherche mit ihren Worten bestmöglich erfasst.

Wie so oft bei populären, alten Mythen, hält jedoch auch dieser einer Untersuchung nicht stand, denn auch die Faktenschreiber kreieren Fiktionen, es ist bei ihnen nur nicht so offensichtlich. Insofern sind die Wahrheitsfanatiker unter ihnen vielleicht sogar gefährlicher als die unter denen, die um die Künstlichkeit ihrer Kreationen wissen.

Trau keinem Historiker!

Unter den vermeintlich Fakten Erzählenden sind die Historiker besonders gefährlich. Sie mögen selbst ihrer Kunst gegenüber oft sehr kritisch sein, ihre Leser und die Konsumenten ihrer Filme aber sind es meist nicht. So wie Leser einst glaubten, dass etwas, das irgendwo "schwarz auf weiß" steht, doch wahr sein müsse (umso mehr in einem Schulbuch mit dem Titel "Geschichte der deutschen Nation"), glauben heute noch immer viele, dass etwas wahr sei müsse, das sie in einem nicht-fiktiven Film, wie er etwa in den Fernsehnachrichten gezeigt wird, gesehen haben. Sie sagen dann mit dem Pathos eines Augenzeugen: "Das hab ich doch selbst gesehen!".

Polizisten und Richter wissen jedoch nur zu gut, dass sogar bei einem ganz normalen Straßenverkehrsunfall, bei dem es in der Regel noch nicht einmal um krass unterschiedliche Weltbilder geht, die Augenzeugen einander meist widersprechen, so dass ihre Berichte in der Regel kaum verwendbar sind. Besser, man verlässt sich auf eine Kamera an der Straßenkreuzung. Die hat zwar auch nur eine Perspektive, aber dafür keine psychischen Filter vor der Linse (eine Lücke, die dann ja der Kommissar schließen kann). Die faktensuchenden Dokumentarfilmer hingegen unterliegen ihren Psychofiltern schon beim Steuern der Richtung ihrer Kamera, dem Zoomen (Priorität!) oder Zurückziehen auf Weitwinkel (aber so weit, wie ein hoher Wahrheitsanspruch ihn gerne hätte, kann nicht einmal eine Rundumkamera abbilden). Wirklichkeit lässt sich eben sehr verschieden darstellen, auch von optimal faktentreuen Dokumentarfilmern und anderen Chronisten. Die Art und Ausrichtung der Darstellung filtert ja immer nur einen winzigen Ausschnitt aus der Wirklichkeit heraus und siebt so auf weniger als ein Millionstel des Ganzen, was sie für wesentlich und berichtenswert erachtet. So dass das Ergebnis kaum weniger fiktiv ist als die Fiktionen der Literaten, Spielfilmer und Märchenerzähler, die sich jedoch eingestehen, dass sie Fiktionen produzieren und dies auch vor ihrem Publikum nicht verheimlichen. Aufgrund all der Filter und anderen Einschränkungen dürfen wir auch von einem Tatsachenbericht nicht erwarten, mehr als viertel- bis höchstens halbwahr zu sein.

Kreative Beziehungsgestaltung

Geschichten erzählen jedoch nicht nur Historiker. Auch weniger historisch Gebildete erzählen einander, zum Beispiel im Zwiegespräch, Geschichten. Meist üben wir diese vorher im inneren Zwiegespräch ein, sie sollen ja danach in der Außenwelt gelingen und den richtigen Eindruck vermitteln: von mir selbst, von einem bewunderten oder verabscheuten anderen, von einem Produkt, das ich verkaufen möchte, oder einem Abschnitt aus meinem Leben und – insbesondere – meinem Beziehungsleben. Was da so alles erzählt wird, bekommen Paartherapeuten täglich in höchster Konzentration geboten, aber auch wir Nichttherapeuten kennen das aus unserem Alltag. Zwei Menschen, zwei Geschichten. Nein, noch viel mehr, denn jeder von beiden hat viele Geschichten in sich, auch dann, wenn es um dieselbe, gemeinsam verbrachte Zeit geht.

Diese Erfahrung hat schon so manchen Hardcore-Esoteriker und Psychonauten verbittert zur Überzeugung verleitet, dass jeder sich seine eigene Wirklichkeit erschafft – "Ist halt alles Maya" sagen die indisch Gebildeten unter ihnen dazu. Und wenn die Schnittmenge, wo die beiden Wirklichkeiten überlappen, sehr klein ist, dann habe man eben Pech gehabt. Oder man möge so weise sein, sich eine bessere, glückbringendere Wirklichkeit zu erschaffen. Das ist nicht völlig falsch, es ignoriert aber den Unterschied, den es zwischen Fakt und Fiktion tatsächlich gibt. Eine Lüge oder ein krasser Irrtum ist nicht dasselbe wie ein wahrer Tatsachenbericht, auch wenn das eine wie das andere eine Fiktion ist. Sonst könnten wir die Kriminalistik, unser Rechtssystem und auch die ganze seriöse wissenschaftliche Forschung gleich samt und sonders in den Müll werfen, und die Ausbildung zum Juristen oder Historiker wäre von der zum Märchenerzähler nicht mehr zu unterscheiden. Ist sie aber doch, immerhin ein bisschen: la petite différence ... es gibt einen kleinen Unterschied mit einer manchmal sehr großen Wirkung.

Verknüpfung ist alles

Zunächst jedoch noch ein paar Worte zu dem, was die Geschichtenerzähler miteinander verbindet, vom Kinderbuchschreiber oder Science-Fiction-Autoren über den Scheidungsanwalt bis zum Politiker im Wahlkampf: Sie fassen Einzelheiten einer fiktiven oder vordergründig als faktisch erscheinenden Welt in einem Erzählstrang zusammen. Dieses miteinander Verknüpfen, Verbinden, in Bezug zueinander Setzen ist der eigentlich kreative Akt, der bei allen diesen Schöpfern gleich ist. Die Partikel mögen verschieden sein, der Akt der Verbindung, der rote oder grüne Faden, der durch das Chaos führt, ist derselbe. Wer erinnert sich noch daran, als die PCs einzelne Maschinen waren? Ach, waren das noch Zeiten... Dann kamen die LANs, und dann das Internet. Heute haben wir Viren und Spam, aber auch Erfreuliches: Wir können mit fast jedem PC auf der Welt in Kontakt treten, können per E-Mail miteinander kommunizieren, haben über die Suchmaschinen und Online-Enzyklopädien wie Wikipedia Zugang zu einem Reichtum an Wissen, das noch vor zwanzig Jahren unvorstellbar war, von den Kontaktmöglichkeiten durch soziale Netzwerke ganz zu schweigen. Angesichts dieser Fülle bekommt man den Eindruck, dass der PC erst als verbundener, eingebundener, verknüpfter "seine wahre Bestimmung«" erfährt. So wie ein Faktum noch nichts ist, wenn es nicht mit anderen verknüpft wird in einem Handlungsstrang – einer Erzählung oder einem sachlichen Sinnzusammenhang, der ja oft Ähnlichkeit mit einer Erzählung hat, um für Leser, Zuschauer oder Hörer rezipierbar zu sein.

Mein Leben

Auch im Verstehen der eigenen Lebensgeschichte gebührt der Verknüpfung eine solche königliche Rolle. Geboren, aufgewachsen, gearbeitet, geheiratet, Kinder bekommen und groß gezogen, gelitten und gelacht, gealtert und gestorben. Fertig, das war's. Aber wie kam das eine zum anderen, und warum war das damals so und nicht anders? Das ist mit dieser Aufzählung noch nicht gesagt. Es fehlen die Verknüpfungen. Warum hast du dich damals so entschieden? Wie ging es dann weiter? Gab es Alternativen? Warst du glücklich damit, oder hast du bereut? Die Rezeption und Wiedergabe unserer eigenen Lebensgeschichte ist der entscheidende Bestandteil unseres Selbstverständnisses, unser Identität. Auf die Frage "Wer bist du?" ist die Erzählung des eigenen, vergangenen Lebens noch immer die in vieler Hinsicht beste Antwort.

Wie aber soll ich mein Leben darstellen? Was davon soll ich auswählen? Was waren und was sind die Schwerpunkte, was ist wesentlich? Wie habe ich mich im Lauf der Zeit geändert, und was waren dafür die Gründe und die Auslöser? Mit wem oder was bin ich in Bezug getreten, mit wem eine Beziehung eingegangen, und wie hat sich diese dann entwickelt?

Biografiearbeit

Zunächst mal sieht diese "Biografiearbeit" (so nennen Therapeuten das) aus wie ein Faktensammeln, also wie die Forschungsarbeit eines Historikers. Dabei aber stellen die tiefer Schürfenden bald fest, dass es sich, ebenso wie bei der Geschichtsforschung einer Nation, nicht nur um Faktensammeln handelt, sondern auch um echte Schöpfung, um das Erschaffen von etwas Neuem – die Erschaffung einer Persönlichkeit. Die war vor diesem Schöpfungsakt nämlich noch nicht da. Wie am Boden festgezurrte Heliumballons sind unsere Persönlichkeiten an Fakten festgemacht, aber ohne die kreative Arbeit des Verknüpfens gibt es keinen Ballon mit Auftrieb. Wenn diese Arbeit gemacht ist, so wie bei Pippi Langstrumpf, Asterix oder Harry Potter, kann der Ballon dieses Charakters aufsteigen in die reine Welt der Fiktion. Die eigene Persönlichkeit aber muss weiterhin an Fakten festgezurrt bleiben. Oder wenigstens so wie ein Luftschiff oder Flugzeug muss sie ab und zu landen zum Auftanken und Aufnehmen neuer Passagiere, die wie die Leser des jeweils neuesten Harry-Potter-Bandes oder einer neuen Folge von Perry Rhodan immer wieder neu mitgenommen werden wollen.

Kollektive Mythen

"Nach dem Krieg verwarfen die Schriftsteller Frankreichs die Idee der Erzählung, weil Hitler und Stalin Geschichtenerzähler waren, und es schien naiv an Geschichten zu glauben" schrieb die in Kanada geborene und vielfach geehrte Romanautorin Nancy Huston, die in den 1970er Jahren nach Paris umgezogen war. Kann ich verstehen. Nach Hitler, Stalin, Mao und Pol Pot, aber auch den Messiassen älterer Kulturen, da will man keine Geschichten mehr hören von einer Goldenen Zukunft, für die wir jetzt zu leiden haben und Kriege führen müssen. Da will man dann nur noch die Fakten, keinen Mythos mehr, keine Fiktion. Aber so leicht entkommen wir der Natur des Menschen nicht, die da Persönlichkeiten ausbildet und mythensüchtig ist. Sogar die Wissenschaftler, von Beruf Faktenforscher, unterliegen vorherrschenden Paradigmen – Mythen, die man einander von der Wirklichkeit erzählt. Etwa, dass diese aus Materie besteht. Solange, bis man zum Kern der Sache vordringt, zu den Atomen, und dann feststellt, dass auch Materie nur eine Oberflächenerscheinung ist, etwas, das nur in der Mesowelt erfahrbar ist. Im ganz Großen und ganz Kleinen gibt es feste Materie im üblichen Sinne nicht mehr, da gelten dann andere Begriffe – andere Mythen: der des dann leeren, weiten Raums, der Aufenthaltswahrscheinlichkeit eines Elektrons, von Energie, Schwingung und einer vierten Dimension, in der Zeit und Raum eins sind.

Unterhaltung ist Identitätskonsum

Ja, der Mensch ist mythensüchtig. Ohne Geschichte und Geschichten sind wir noch nackt, noch nicht ausgebildet, noch keine richtigen Menschen. Wir brauchen Kultur, das heißt, ein Gewebe aus Geschichten, die man uns erzählt, und die wir dann weitererzählen – wenn wir kreativ sind vielleicht in Nuancen anders, als wir sie gehört oder gelesen haben, so wie jeder Pianist Tschaikowskys Klavierkonzert Nr. 1 in b-moll ein bisschen anders interpretiert.

Geschichten definieren uns. Das gilt für Individuen, Kulturen, Nationen und in der heutigen Konsumwirtschaft auch für Produkte. Deshalb sind Spielfilme und Romane so beliebt, mehr als Sachbücher und Dokus: Sie bieten Fiktionen an, mit denen wir uns nur allzu gerne identifizieren. Sie bieten uns Konsumenten Identität an, wenigstens für die euphorische Zeit des Konsums eines Schmökers oder Lieblingsfilms. Während des Lesens und Filmschauens sind wir jemand anders. Danach setzt der Alltag wieder ein. Identität ist eben nicht Fakt, sondern Fiktion. Die Identitäten der Medienkonsumenten während der Verschmelzung mit ihren Idolen sind die von ihnen begehrten Wunschidentitäten, die des Alltags sind die dazu passenden, verachteten Kontrastgestalten. Dazwischen flimmert unser Leben hin und her. Auch die vermeintlich aufgeklärten und aufklärerischen Medien bieten solche Identitäten an: Dahinter steckt immer ein kluger Kopf (so schmeichelt die Werbung dem FAZ-Leser). Oder ein Besserwisser, der alles schon gecheckt hat, dem man nichts mehr vormachen kann (eine für Spiegelleser typische Identität). Jedenfalls eine Identität, ein Bild, das der Mensch sich von sich selbst macht, unterstützt von einer Geschichte, die ihn definiert und einem dazu passenden Medienkonsum.

Heimat finden in einer Identität

Mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung glaubt wenigstens ein bisschen an Astrologie und liest, zumindest gelegentlich, ein Horoskop. Warum das? Es hat sich doch erwiesen, dass astrologische Aussagen in wissenschaftlichen Vergleichstests (randomisierten Blindstudien) keiner Prüfung ihrer faktischen Richtigkeit standhalten. Warum glauben wir – mehrheitlich – dann trotzdem noch an sowas? Weil wir nicht wissen, wer wir sind, und darauf warten, dass uns endlich jemand die leidige Antwort auf diese Frage gibt. Deshalb sind wir süchtig nach Zuordnung in Typologien, es ist schon fast egal welche, die Astrologie ist unter ihnen nur die populärste. Von diesen Typologien hat kaum eine einen faktischen Gehalt, aber sie geben uns die Geborgenheit einer Identität, wie ja auch jede geografische Heimat sie gibt. Du bist hier geboren, ich dort. Na, und? Warum geben wir dem so viel Gewicht? Weil Heimat Identität gibt, und Identitäten Heimaten sind – Räume, in denen wir geistig wohnen können. Deshalb heißt die erste Initiation im Buddhismus (in Pali pabbajja genannt): Hinausgehen in die Heimatlosigkeit – der Aufbruch in den Raum jenseits der Identitäten.

Gesucht: neue Mythen

Jenseits von gut und böse, dort treffen wir uns, sagte Rumi. Jenseits der Identitäten, dort sind wir eins, dort ist Frieden, dort sind wir alles und nichts – frei. Aber das ist kein neues, gelobtes Land, sondern der Hintergrund hinter all den Ländern und Gestalten auf der Leinwand. Diesseits sind die verschiedenen Länder und Heimaten, Identitäten und Persönlichkeiten, und sie sind aus Geschichten gestrickt – Geschichten, die uns individuelle Bedeutung und unserem individuellen und kollektiven Leben spezifischen Sinn geben.

Die Geschichten vom Himmel und Paradies, von der Entstehung der Erde (Genesis) und der Aufforderung, sie uns untertan zu machen und sie zu bevölkern ("wachset und mehret euch") haben viel dazu beigetragen, dass unsere heutige Welt so ist, wie sie ist. Heldengeschichten einzelner Personen und Nationen, Parteien und Religionen haben unserem Bewusstsein und damit auch unserer Welt ihre Stempel aufgedrückt. Nun ist diese Welt dabei, sich aufgrund dieser alten Mythen selbst zu ruinieren. Um eine neue Welt zu erschaffen, brauchen wir neue Erzählungen, neue Mythen, Paradigmen und Heldenfiguren. Mögen diese neuen Mythen auf dem Hintergrund der Leere, der reinen, weißen Leinwand, von weisen Menschen erschaffen werden!

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