Gesellschaftspolitik

Gesellschaftspolitik ist ein Oberbegriff, mit welchem eine Mehrzahl von Maßnahmen bezeichnet werden, die auf die Verwirklichung einer nach bestimmten Werten organisierten Gesellschaft und ihrer Ordnung abzielen. Politische Maßnahmen können als Teil einer bestimmten Gesellschaftspolitik verstanden werden, wenn sie sich in eine systematische und in sich konsistente Gesamtkonzeption des Zusammenlebens einordnen.

(Quelle: Michael Gemperle)

Chapeau, Herr zu Guttenberg. Gut gemacht.

Ulrich Sollmann | 12.01.2012

Wer hat schon Interesse an Halifax? Jeder, so scheint es, will man den ausführlichen Medienberichten über den „angesehen Staatsmann“ auf der hiesigen Seite des Atlantiks glauben schenken. überraschend, wie Phönix aus der Asche, tauchte Herr zu Guttenberg, ganze 9 Monate nach seinem Rücktritt, Ende November 2011 wieder auf der Medienbühne auf. Lesen

Jaime Lerner - Architekt des Wandels

Anja Förster | 05.01.2012

Wer kennt Curitiba? – Wenn hierzulande einer weiß, was das ist, dann vermutlich wegen Jaime Lerner ... Aber der Reihe nach: Curitiba ist eine Stadt. Immerhin eine Millionenstadt, ungefähr von der Einwohnerzahl Hamburgs. Sie liegt im brasilianischen Hinterland und war eine dieser typischen Problemstädte, von denen es in den Schwellenländern viel zu viele gibt: Kriminalität, schlechte Infrastruktur, Verkehrschaos, Umweltzerstörung. Lesen

Weshalb Leistung mehr zählt als Herkunft

Rainer Nahrendorf | 10.11.2011

Tellerwäscher bleibt Tellerwäscher. So lässt sich das von vielen Medien in Talkshows gezeichnete Bild einer blockierten Gesellschaft ohne Aufstiegschancen aus den Schichten mit geringem Einkommen zusammenfassen. Zwei Drittel der unteren Sozialschichten, auch 50 Prozent der Mittelschicht sind überzeugt, dass sozialer Aufstieg in Deutschland vor allem den Bevölkerungskreisen offen steht, die in der Schichthierarchie bereits relativ weit oben angesiedelt sind. Lesen

Visionen für eine bessere Welt

Wolf Schneider | 22.09.2011

Langfristig gesehen sind wir alle tot, sagte John Maynard Keynes 1923, vermutlich als Antwort auf die dubiose Prognose eines Wirtschaftsweisen. Das wurde seitdem zum viel zitierten geflügelten Wort, immer dann, wenn es darum ging, allzu spekulative, weitreichende Zukunftsprognosen zurück auf den Teppich zu holen. Genau genommen aber heißt es sowas wie »nach mir die Sintflut«: Ist mir doch egal, was nach meinen Tod passiert; jetzt treibe ich Raubbau an der Erde und ihren Ressourcen, in 20 oder 50 Jahren bin ich tot. Lesen

Ego und Nation

Wolf Schneider | 30.05.2011

Die Jungen lösen die Alten ab, so ist das überall, auch in der Politik. Und auch dort kann man von den Alten lernen – manches, aber nicht alles. Einiges muss von den Jüngeren völlig neu durchdacht werden. Helmut Schmidt gehört zu den »Ältesten« (the elders) der deutschen Politik. Er wird gehört und gelobt für seine weise Vorausschau. Doch auch hier braucht es eine Ablöse. Lesen

Und darunter liegt: die Identität

Wolf Schneider | 19.05.2011

Mit allem Respekt für die Weitsicht des Alten, der nun jenseits von Parteipolitik und fast schon jenseits des Nationalen über die Zukunft der Menschheitsprobleme nachdenkt, antwortet hier ein Jüngerer und findet, dass ein Kernthema fehlt – die Identität. Lesen

Den Maßstab der Lösung bestimmt die Dimension des Problems - nicht umgekehrt!

Dr. Anselm Görres | 13.05.2011

Wenn ein Problem groß ist, dann lässt es sich nicht mit schwachen Mitteln und matten Visionen lösen? Wer kleine Instrumente will, hat die Größe des Problems nicht kapiert. Nur ausreichend große Instrumente sind geeignet. Für deren Akzeptanz braucht es jedoch eine neue gesellschaftliche Vision ohne endloses Wachstum. Lesen

Unsere grenzenlose Toleranz gegenüber der Werbung

Dr. Helmut Zell | 18.04.2011

Die deutsche Werbewirtschaft macht einen jährlichen Umsatz von rund 30 Mrd. €. Jeder Deutsche wird im Durchschnitt also pro Jahr mit etwa 370 € an Werbung bedacht. Doch niemand hat ihn gefragt, ob er diese Leistung auch haben möchte. Er bekommt sie, ob er will oder nicht - muss sie aber letztlich selbst bezahlen. Und er bezahlt – klaglos. Lesen

Moralisches Missverständnis: Politisch korrekt ist auch ethisch korrekt

Ulf D. Posé | 30.03.2011

Klar: „Krüppel“ zu sagen ist politisch nicht korrekt, denn das hieße, Menschen mit Behinderung herabzuwürdigen. Menschen dürfen nicht diskriminiert werden, sei es aufgrund ihrer Rasse, ihres Geschlechts, ihrer sozialen, körperlichen und geistigen Verfassung oder ihrer sexuellen Neigung. Aus dem selben Grund ist der „Neger“ im Sprachgebrauch zum Schwarzen oder Deutsch-Afrikaner geworden, der Ausländer zum Menschen mit Migrationshintergrund. Das alles ist politisch korrekt –ethisch ist es deswegen noch nicht. Lesen

Leitkultur

Siegfried Pater | 25.03.2011

Jugendliche rund um den Globus kennen die Ergebnisse der Fußballbundesliga. Internet und Sattelitenfernsehen machen es möglich. Aber die modernen Medien transportieren auch die Bilder vom Komasaufen deutscher Jugendlicher auf Mallorca und aus dem Container von Big Brother bis in die Innere Mongolei und ins Amazonasgebiet. Lesen