Gesellschaftspolitik

Gesellschaftspolitik ist ein Oberbegriff, mit welchem eine Mehrzahl von Maßnahmen bezeichnet werden, die auf die Verwirklichung einer nach bestimmten Werten organisierten Gesellschaft und ihrer Ordnung abzielen. Politische Maßnahmen können als Teil einer bestimmten Gesellschaftspolitik verstanden werden, wenn sie sich in eine systematische und in sich konsistente Gesamtkonzeption des Zusammenlebens einordnen.

(Quelle: Michael Gemperle)

Primat der Pädagogik

Dr. Peter-Alexander Möller | 30.07.2014

Unterricht ist Teil der Einwirkungs- und Arbeitsmöglichkeiten, welche die Schule hat. Damit ist Unterricht keineswegs deren ausschließliches und auch nicht zentrales Arbeitsfeld. Vieles von dem, was dem Kinde und Jugendlichen zum Erwachsenwerden gemäß ist, sprengt in ganz natürlicher Art und Weise den Unterrichtsrahmen. Allein die Möglichkeiten, welche die Schule im Besitz hat, um einerseits Erziehung und andererseits "Bildung" zu betreiben, gehen über eine "reine Unterrichterei" hinaus. Das originäre Arbeitsfeld der Schule ist entsprechend ein grundsätzlich "offenes", dies, um Einwirkung zu nehmen bzw. überhaupt nehmen zu können. Lesen

Big Data

Werner Mittelstaedt | 24.03.2014

Im Windschatten des NSA-Skandals werden die vielfältigen „ganz legalen“ Ausspähungen sowie Manipulationen vieler Millionen Menschen durch Algorithmen, die „Big Data“ nutzen, von großen Teilen der Bevölkerung nicht richtig wahrgenommen und/oder nicht ernst genug genommen. Die Politik agierte und reagierte bislang zu zaghaft und hinkt den vielfältigen Entwicklungen um „Big Data“ ohne Zweifel hinterher. Sie kann zwar diese Entwicklung mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr aufhalten, aber trotzdem kann sie mehr für die Sicherheit unserer Daten unternehmen. Doch letztendlich liegt es an uns, die „Hoheit“ über unsere Daten zu bewahren. Lesen

Mut zur Erziehung

Dr. Peter-Alexander Möller | 11.03.2014

Dass Erziehung ein Thema ist, wird kaum jemand bestreiten. Nahezu täglich und fast im Übermaß hat man damit zu tun, sei es in wiederholter Erschütterung über PISA oder die x-te Neuorientierung im System Schule. Einer Rechtfertigung bedarf das Thema folglich nicht, wohl aber eines guten Grundes. Es ist diese klein- und schon fast weggeredete Zeit, in welcher das Kind noch nicht erwachsen sein kann oder muss. Am Ende muss es hinein in die Erwachsenenwelt: Es muss! Aber wie? Freiwillig! Lesen

Die Lösung der Krim-Krise

Dr.-Ing. Artur P. Schmidt | 03.03.2014

Viele Europäer denken aktuell, dass Putins Intervention ein Rückfall in den Kalten Krieg ist. Doch „wait a minute". War die Krim nicht seit Katharina der Großen russisches Gebiet? Seit 1774 wurde die Krim vom Osmanischen Reich unabhängig und zunehmend vom Russischen Reich abhängig, bis Katharina II die Krim am 8. April 1783, nachdem sie unter Grigori Potjomkin von Russland annektiert worden war, „von nun an und für alle Zeiten" als russisch deklarierte. Erst nachdem der Ukrainer Nikita Chruschtschow sowjetischer Parteichef geworden war, der damals nicht wissen konnte, dass die UdSSR später auseinanderbrechen würde, ist die Krim 1954 an die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik angegliedert worden. Ist nicht auf der Krim die russische Schwarzmeerflotte stationiert? Lesen

Jahresende - die Zeit für Rückblicke und Versuche, es in Zukunft vernünftiger zu machen

Heinz J. Fritz | 31.12.2013

Monatelang wird über einen Mindestlohn von € 8,50 gestritten, gleichzeitig werden für andere Länder 100 Milliarden als Rettungsschirm zugesagt. Mit 100 Milliarden könnte man 5 Millionen Bürgern 10 Jahre lang für €10.- Lohn Arbeit geben – und es gibt genug zu tun! Die Zinsen gehen in den Keller. Geld, das man sich hart erarbeitet hat und für später gedacht ist, verliert immer schneller seinen Wert. Es gibt billige Kredite, die man aber kaum bekommen kann, wenn man sie dringend braucht. Lesen

Wie der Sprachschnabel halt so gewachsen ist

Ulf D. Posé | 09.09.2013

Beobachten wir heute Menschen in Politik, Wirtschaft, Kultur, erleben wir nicht selten, dass sie sich zu ihren Gefühlen äußern und gleichzeitig behaupten, von der Sache selbst zu reden. Manchmal habe ich den Eindruck, dass der alte Witz: "Früher konnte ich Ingenieur nicht buchstabieren, jetzt bin ich einer," viel realistischer ist, als angenommen. Kürzlich habe ich mich mit einem Unternehmer unterhalten, der die These vertrat: "Die meisten Gewerkschafter sind doch nur reine Marxisten, die mir mein persönliches Eigentum streitig machen wollen." Lesen

Helfen Sie richtig?

Heinz J. Fritz | 23.05.2013

Unser ganzes Leben wird durch den Faktor Hilfe beeinflusst und ist eine wichtige Voraussetzung für unser Zusammenleben. Wie oft jedoch haben Menschen Probleme, zu helfen oder die erwünschte Hilfe zu erhalten. Kennen Sie Situationen, in denen Sie jemand um Rat fragt und diesen dann nicht annimmt? Oder dass Sie bei einer Sache Hilfe benötigen und niemanden finden, der bereit ist, wirklich zu helfen? Oder stellen Sie fest, nachdem Sie jemandem geholfen haben, dass Sie diese Sache danach immer wieder für ihn machen müssen? Lesen

Quo vadis?

Norbert Rost | 24.04.2013

Wenn man Meldungen liest, auf europäischer Ebene diskutiere man darüber, nur noch bürokratisch vorgegebenes Saatgut nutzen zu dürfen, fragt man sich: Wohin sind wir eigentlich unterwegs? Wenn ich nur noch Samen ausbringen darf, der auf irgendeiner Liste steht, stellt sich die Frage: Wozu dient diese Liste? Soll sie genetisch veränderte Samen verhindern? Oder soll sie nur noch solche Samen ermöglichen, auf die irgendein Saatgut-Konzern Lizenzen vergeben kann? Lesen

Wir haben gelernt

Michael Beleites | 05.02.2013

Die eigentliche Krise haben wir wohl noch vor uns. Es ist zu befürchten, dass irgendwann das auf Verschuldung gebaute Spekulationssystem aus dem Ruder läuft. Es könnte sein, dass die Finanzkrise eines Tages zu einer drastischen Geldabwertung führt, die die gesamte westliche Welt betrifft -und diese unmittelbar in eine schwere Ölkrise einmündet. Aus einer Ölkrise erwächst hier schnell eine Mobilitäts- und Produktionskrise. Und daraus folgt eine Versorgungskrise. Nach 75 satten Jahren könnte wieder Hunger einkehren. Es ist keineswegs auszuschließen, dass auch künftig Notzeiten kommen, in denen sehr viele Menschen hungern und auch verhungern; frieren und auch erfrieren. Auch in Sachsen. Lesen

Netzgemeinde, ihr werdet den Kampf verlieren!

Andreas Fingas | 30.01.2012

Sehr geehrter Herr MdB Heveling, Sie sagen es so schön: „nur weil man sagt, man sei gut, ist man es noch lange nicht." Dem kann ich nur entgegnen: Nur weil man sagt, dass die Netzgemeinde einen Kampf gegen das Bürgertum führe, nur weil man behauptet, es gebe einen Kampf, nur weil man in den Raum stellt, dieser vermeindliche Kampf würde auch noch verloren gehen, heißt das noch lange nicht, dass dies auch so ist. Lesen