Familienpolitik

Die Familienpolitik, die Kinder- und Jugendpolitik und die Alterspolitik beinhalten Aufgaben, die zur Sozialpolitik gehören und gleichzeitig darüber hinaus von allgemeiner gesellschaftspolitischer Tragweite sind. In zunehmendem Masse wird [...] jedoch auch erkannt, dass es einen inneren Zusammenhang zwischen diesen Politikfeldern gibt. Sie sind alle eng mit der demografischen Entwicklung verbunden und stehen dementsprechend vor den spezifischen Herausforderungen, die der markante Wandel der letzten Jahrzehnte mit sich bringt. Zur Kennzeichnung dieses Zusammenhangs bietet sich der Begriff der Generationenpolitik an.

(Quelle: Prof. em. Kurt Lüscher)

Überlastschutz für die Jungen

Rainer Nahrendorf | 30.01.2013

Als im Frühjahr 2008, um auch die Rentner am Wachstum teilhaben zu lassen, der bremsende Riesterfaktor für zwei Jahre ausgesetzt wurde und die Rentner eine höhere Rentenerhöhung kassierten, als ihnen nach der Rentenformel eigentlich zustand, sah Altbundespräsident Roman Herzog darin Vorboten einer Rentnerdemokratie. Er verwies darauf, dass die Alten immer mehr würden und die Parteien überproportional auf sie Rücksicht nähmen. Lesen

Das Comeback der alten Hasen

Rainer Nahrendorf | 08.11.2010

Wenn man genug Erfahrung gesammelt hat, ist man zu alt, um sie auszunutzen, hat der englische Schriftsteller William Somerset Maugham gesagt. Für die Arbeitswelt des Jahres 2020 wird dies nicht gelten. Die Zahl der 55- bis 64- Jährigen wird in den nächsten zehn Jahren um rund 40 Prozent zunehmen. Ein stetig wachsender Fachkräftemangel wird die ergrauende deutsche Gesellschaft kennzeichnen. Lesen

Jung und dynamisch

Ulf D. Posé | 18.04.2008

Lassen Sie mich heute auf das Dogma des Jugendlich-Erfolgreichen eingehen. Oliver Mölder ist 28 Jahre alt, hat Marketing studiert und ist seit eineinhalb Jahren in der Marketingabteilung eines Textilkonzerns beschäftigt. Oliver gilt als belastbar, engagiert und sprudelt vor Ideen. Wenn es nach ihm ginge, dann würden alte Zöpfe abgeschnitten und neue, ungewöhnliche Ideen viel stärker berücksichtigt. Lesen

Werteschöpfung kommt von Wertschätzung

Andreas Reidl | 24.11.2005

Beginnen möchte ich diesen Beitrag mit einem Zitat aus Sir Peter Ustinovs Buch "Achtung! Vorurteile!": "Als ich 1990 König Lear spielte - da war ich schon beinahe 70 Jahre alt - , fragte ich mich, ob es nicht schon zu spät für diese Rolle sei. Ich saß in einem Restaurant in Stratford in Kanada und dachte, vielleicht war das dumm von dir, diese Rolle anzunehmen. Denn für König Lear muss man zwar ein sehr gutes Verständnis für das Altsein haben, aber man muss auch jung genug sein, um die Energie für diese große Szene in der Heide aufzubringen. Und während ich so zweifelte, stieß ich ungeschickterweise ein großes Glas Wasser vom Tisch, fing es aber auf, bevor es zu Boden viel. Das war reiner Instinkt, ich hatte keine Zeit, nachzudenken. Da sagte ich mir: Wenn du das kannst, bist du noch jung genug und kannst auch den Lear spielen." Lesen

Politiktest

Wolfgang Gründinger | 05.10.2005

In einer Demokratie mit kurzen Wahlperioden stellt sich das grundsätzliche Problem, dass die politisch Verantwortlichen tendenziell nur in Zeiträumen von wenigen Jahren, nicht aber für die kommenden Jahrzehnte und Jahrhunderte denken und planen. In aller Regel sind ihre Handlungen gegenwartsbezogen, also an den Wünschen und Bedürfnissen der erwachsenen Bürger mit Wahlrecht orientiert. Lesen