Energiegenossenschaften sind ein Schlüssel zur erfolgreichen Energiewende

04.07.2013 | Frank Simonis

Die technische Machbarkeit der Energiewende wird kaum noch in Frage gestellt. Das „Wie" und „Wer" rückt immer mehr in den Mittelpunkt. Dabei wird oft davon gesprochen, dass man alle Akteure in ein Boot bringen, dass Akzeptanz geschaffen und ein Interessenausgleich hergestellt werden muss. Die soziale Gerechtigkeit rückt ebenfalls immer mehr in den Fokus der Meinungsbildung. So wird häufig in der Bevölkerung der Eindruck erweckt, die Energiewende sei schuld an der ungerechten Lastenverteilung.

Was ist das Ziel?

Ausschlaggebend für den Erfolg der Energiewende wird die Zielsetzung der Akteure sein. Es ist die gesellschaftspolitische Aufgabe der kommenden Jahrzehnte. Sie ist zu wichtig, um sie allein dem Ziel der Gewinnmaximierung zu überlassen. Die Chancen der regionalen Wertschöpfung und der daraus erwachsende Gegenstrom zur Landflucht dürfen nicht verpasst werden.

Investieren Bürgerinnen und Bürger gemeinsam in Projekte, die mit lokalen Unternehmen und Banken, Handwerkern und Projektierern realisiert werden, ist dies ein erster Schritt, die Regionen zu fördern. Wird der erzeugte Strom bedarfsgerecht regional produziert und zu transparenten, fairen Preisen regional vertrieben, ist ein echter Wertschöpfungskreislauf entstanden.

Akzeptanz und Förderung

Eine Energiegenossenschaft ermöglicht als kooperatives Unternehmen das gemeinsame Engagement verschiedener Akteure vor Ort und vereint umweltpolitische, wirtschaftliche, gesellschaftliche und kommunale Interessen. Sie schafft Akzeptanz durch echte Beteiligung und hat die optimale Förderung ihrer Mitglieder als Ziel.

Die Bedeutung der Kommunen

Ohne Kommunen ist die Energiewende nicht zu schaffen. Kommunen und deren Verantwortungsträger haben einen Vorbildcharakter, der nicht zu unterschätzen ist. Es liegt in ihren Händen, die energetische Zukunft der Region zu sichern. Durch die Mitgliedschaft in einer Energiegenossenschaft zeigen die Kommunen, dass sie sich aktiv der gesellschaftspolitischen Aufgabe und Daseinsvorsorge für Bürgerinnen und Bürger stellen.

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