Die große Familie oder der Mut zur Freiheit

24.10.2005 | Bernhard Lang

Denke ich an Politik - so denke ich an eine Familie ! Wieso Familie, was erwarte ich von einem Familienvater, oder was erwarte ich von mir als Familienvater ? Ist es nicht dasselbe, was ich von einem guten Regierungschef( - in ) erwarte ?

All die Eigenschaften wie Güte, Ehrlichkeit, Verantwortungsbereitschaft, Vertrauen ja sogar Liebe ? Ja , das kann man durchaus so sagen - das erwarte ich !! - und für mich sollten gute Politiker eben mit diesen Attributen ausgestattet sein.

Ich finde überhaupt nicht, daß sich ein Politiker durch seine "Macht-Geilheit" und skrupelloses Handeln auszeichnet zum Wohle der Partei oder einer Quote und somit zum großen Erfüller ( für wen oder was auch immer ) verkümmert.

Meine Vision, die Vision eines Träumers, der zum Träumen aufgefordert wurde, sieht da ganz anders aus. Wann, ja wann werden wir voller Stolz nach Berlin blicken - den Bundestag im Auge - und laut sagen : " das sind unsere Vertreter, Vetreter die es verdienen, daß sie unseren Rückhalt spüren..." ! Gehen wir zurück zu der Familie, können wir uns vorstellen, daß wir länger in einem Haushalt leben wollen, oder gar einen Vater lieben und achten, der uns nichts zutraut, der uns bespitzelt, der uns unsere sämtlichen Freiheiten beraubt und sagt, es sei zu unserem Wohle, der uns zum Leben ein lächerliches Taschengeld übrig läßt, obwohl wir doch schon so vieles zum Unterhalt der Familie leisten !! Können wir uns dies vorstellen ( vor - stellen ) , oh nein - wir würden unsere ( sieben ) Sachen packen und laut heraus prüllen: "Ich zieh aus !" Ja und wir tun dies auch - wir ziehen aus - wir verlassen diese Familie, jeden Tag etwas mehr ..... bis die Familie zugrunde geht. Oder der Letzte aufgefordert wird - das Licht auszumachen, wenn auch er geht. Dunkel wird's !!

Aber, die andere Familie, wo Vertrauen, Ehrlichkeit..... ganz oben stehen, da läßt es sich gut leben. Ich habe das Bild vor Augen, sämtliche Generationen, alle Arten von Menschen, verschiedene Charaktere, verschiedene Religionen "unter einem Dach" - jedem wird auf seine Weise gerecht. Eine Familie oder sagen wir endlich eine Gesellschaft, die nicht ständig durch Steuern gesteuert wird oder durch immer weitere und mißverständliche Gesetze gehindert wird, ein freies Leben zu leben. Eine Gesellschaft, die nicht eine Zwangsbevormundung auferlegt wird, da ihr der Weitblick fehlt - eine Gesellschaft, der zugetraut wird, für sich selber zu sorgen - eine Gesellschaft, die in die Verantwortung mit einbezogen wird, auch zum Wohle Aller zu handeln.

Freiheit, weil wir verstehen damit umzugehen - wohl nicht wie es ein anderer meint, wohl aber wie ich es für mich verstehe und dieses Recht jedem zugesprochen wird - das sollte das höchste Gut sein.

Mein Familienvater bestimmt nicht, sondern überläßt es jedem Mitglied der Familie für sich selber zu bestimmen, wenn es nicht zum Schaden der Familie ist !! Ja in so einer Gemeinschaft ( Familie ) lebe ich gerne und wer würde diese schon verlassen wollen ?

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