2012

Klimawandel - uns läuft die Zeit davon!

Umweltpolitik | Werner Mittelstaedt | 18.12.2012

Auf dem Umweltgipfel (Erdgipfel) des Jahres 1992 in Rio de Janeiro wurde der durch menschliche Aktivitäten bedingte Klimawandel von der Weltgemeinschaft als ernstes Problem erkannt. Nun sind mehr als zwanzig Jahre vergangen und es sind keine ernstzunehmenden Aktivitäten zur Einsparung der klimarelevanten Treibhausgasemissionen zu verzeichnen. Lesen

Familienfreundliche Arbeitszeitmodelle

Familienpolitik | Rainer Nahrendorf | 21.11.2012

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat Deutschland als Abstiegskandidaten ausgemacht. Sie prophezeit, dass große, schnell wachsende Schwellenländer wie Indien und Brasilien bis zum Jahr 2060 an Deutschland vorbeiziehen werden und das Land auf den zehnten Platz abrutschen wird. Jetzt sieht sie Deutschland noch auf fünften Rang der großen Wirtschaftsmächte. Als Grund für den Abstieg sieht sie die überalterung und Schrumpfung der deutschen Bevölkerung, die nicht durch eine verstärkte Zuwanderung kompensiert werden könne. Lesen

Vom Gelde

Finanzpolitik | Heinz J. Fritz | 11.10.2012

„Das Geld ist ein Recht und soll kein Unrecht werden.“ Mit diesen Worten beginnt das Buch „Vom Gelde“, in dem der Bankdirektor Argentarius seinem Sohn im Jahre 1920 in zwölf Briefen die Grundbegriffe des Geldes erklärt - und in seinem ersten Brief mit dem Titel „Das Verbrechen der Unkenntnis“ schreibt: „Herr, vergib Ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Sie wissen es wirklich nicht, weil sie nicht wissen, was - Geld ist. Es klingt wie eine Profanierung, aber es ist so. Die Unkenntnis vom Gelde wird hier tatsächlich zur epidemischen Unmoral“. Lesen

Entwicklungspolitik als Zukunftsgestaltung in einer unsicheren Welt

Entwicklungspolitik | Dirk Niebel | 04.09.2012

Freiheit ermöglichen - das ist Leitmotiv der deutschen Entwicklungspolitik. Menschen sollen ohne materielle Not selbstbestimmt und eigenverantwortlich ihr Leben gestalten können. Eine wichtige Aufgabe ist deshalb, die Armutsursachen in der Welt zu bekämpfen und zur Lösung drängender globaler Zukunftsaufgaben beizutragen. Kurz gesagt: Entwicklungspolitik will weltweit Lebenschancen schaffen. Solche Entwicklungspolitik ist eine Frage von globaler Verantwortung, und sie liegt in unserem Interesse. Lesen

Moralisches Missverständnis: Mindestlöhne sorgen für Gerechtigkeit

Arbeitspolitik | Ulf D. Posé | 28.08.2012

Lassen Sie es mich gleich vorweg sagen: Ich finde den Mindestlohn gut. Wer arbeitet, sollte mehr verdienen, als jemand, der es nicht tut. Ich glaube auch, dass Mindestlöhne Lohnarmut verhindern können. So stimmig die Argumente für eine Lohnuntergrenze aber auch sind – richtig sind sie deswegen noch lange nicht. Denn sie lassen einen wichtigen Teil der Wahrheit weg. Lesen

Geld

Demokratie | Richard David Precht | 10.08.2012

In den Zeiten der Krise – in den Zeiten eines prognostizierten Untergangs sogar der westlichen Geldwertegemeinschaft – ertönt aus vielen Kehlen der Ruf nach einer neuen Ordnung der Finanzmärkte. Doch nicht nur die Regulation eines ungebändigten Marktes erscheint als das Gebot der Stunde. Nicht selten wird im gleichen Atemzug der Wunsch geäußert, die Menschen (wer auch immer dies ist) mögen ein anderes Verhältnis (was auch immer dies sein soll) zum Geld entwickeln. Lesen

Die Fachkräftelücke gefährdet Deutschlands Wohlstand

Arbeitspolitik | Rainer Nahrendorf | 07.08.2012

Deutschland soll den immer tiefer sinkenden Karren aus dem Schuldensumpf der Eurokrise ziehen. Die Bürgschaften, die das Land unter dem Druck seiner schwerkranken Partner in der Eurozone übernimmt, haben astronomische Ausmaße genommen. Sie könnten, wenn sie fällig werden, das Land selbst in die Krise stürzen. Denn Deutschlands Wirtschaft leidet an einer kaum heilbaren Krankheit: der Auszehrung seines Fachkräftepotenzials durch die demografische Schwindsucht. Lesen

Und wo bleibt das Kindeswohl? Fünf Zwischenrufe zum Betreuungsgeld

Familienpolitik | Dr. Martin R. Textor | 31.05.2012

Von nahezu allen Seiten wird das geplante Betreuungsgeld kritisiert; von vielen Menschen wird nur noch der Begriff „Herdprämie“ verwendet. Ich halte den Betrag von 150,- Euro einfach nur für lächerlich, da er kein Ausgleich für die hohen Kosten ist, die dem Bundesland und der Kommune bei der Bereitstellung eines Betreuungsplatzes entstehen, und da er als Honorierung der familialen Betreuungsleistung wie eine Verhöhnung von Eltern wirkt. Lesen

Personal Storytelling

Politikstil | René Borbonus | 25.04.2012

Wie Redner sich mit ihrer Geschichte ins rechte Licht rücken (oder ins falsche). Präsidenten machen Geschichte – das geht mit ihrer Stellenbeschreibung einher. In Deutschland werden wir dieser Tage ganz offen zu Zeugen eines weniger beachteten Phänomens: wie Geschichten einen Präsidenten ins Amt heben. Lesen

Negativzinsen: Ursachen und Signale eines Phänomens

Finanzpolitik | Ferdinand Plietz | 17.04.2012

Wer Geld verleiht, erhält dafür eine Verzinsung. Das ist die gängige Praxis. Abweichend davon gibt es aber durchaus Situationen, in denen Anleger bereit sind, den Gläubiger für die Annahme ihres Kapitals zu bezahlen. Man spricht dann von Negativzinsen. Dieses seltene Phänomen ist oberflächlich betrachtet schwer nachvollziehbar und mag irrational anmuten. Dabei folgt es stets einem eingängigen Muster mit krisenhaftem Signal. Lesen