2005

2006 wird besser!

Gesellschaftspolitik | Dr. Joachim Betz | 31.12.2005

Eigentlich gäbe es ja genügend Gründe, am Ende dieses ereignisreichen Jahrs 2005 mit sorgenvoll umwölktem Blick in die Zukunft zu schauen: Die deutsche Wirtschaft ist ein weiteres Mal – wenn überhaupt – nur schwach gewachsen. Der Arbeitsplatzabbau ist in vielen Branchen ungebremst weitergegangen. Betroffen davon sind immer auch Führungskräfte. Lesen

Die Bedeutung der Stiftungen für die Bildungsintegration von Migranten

Bildungspolitik | Cem Özdemir | 21.12.2005

In einer post-industriellen Wissensgesellschaft wird gesellschaftliche Teilhabe mehr denn je durch Bildung bestimmt. Nicht zuletzt deshalb haben die Ergebnisse der PISA-Studie die deutsche Öffentlichkeit wach gerüttelt. Lesen

Der Ökologismus als neue Religion der Wohlstands-Eliten

Umweltpolitik | Michael Miersch | 19.12.2005

Schützen die Wasser des Atlantiks die europäische Aufklärung vor einem Rückfall in fromme Einfalt? Viele Kommentare nach der Wiederwahl George W. Bushs klangen danach. Deutsche Hollywood-Filmer und kalifornische Saab-Fahrer kündigten einen Massenexodus nach Old Europe an. Dort die Festung Bibel schwingender Hinterwäldler. Hier der Hort kritischer Rationalität. Ach, wirklich? Lesen

Was ist konservativ?

Parteipolitik | Prof. Michael Rutz | 16.12.2005

Unter den Selbstbeschäftigungen, die Parteien sich zumuten, ist die Programmdebatte eine der sinnvollsten. Sie ist produktiv, weil sie Anlass gibt, die Wirklichkeit zu überprüfen auf Wandlungen mit programmatischer Bedeutung. Sie schafft Selbstbewusstsein vor allem dort, wo man zur überzeugung kommt, dem sich wandelnden Zeitgeist nicht zu folgen. Sie schafft Identität durch Selbstvergewisserung, weil die Mitglieder wissen, wofür sie einstehen und die Wähler, bei wessen Geistes Kind sie ihr Kreuzchen machen. Lesen

Ausbau von Vorschulen versus Stärkung der Bildungsfunktion von Familien

Bildungspolitik | Dr. Martin R. Textor | 13.12.2005

Dieser Tage wurde vom Managerkreis der Friedrich-Ebert-Stiftung (2005) der Ausbau der Kinderbetreuungsangebote für Unter-Dreijährige, die Einführung einer Vorschulpflicht zunächst ab vier und später ab drei Jahren sowie die Umwandlung von Kindergärten in Vorschulen gefordert. Lesen

Grenzen der Meinungsfreiheit

Gesellschaftspolitik | Helge Siems | 09.12.2005

Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland garantiert uns, dass wir unsere Meinung "in Wort, Schrift und Bild frei äußern und verbreiten" dürfen. Das ist gut so. Aber: wenn das ganze nach meiner Ansicht nicht seine Grenzen hätte, bräuchte dieser Betrag nicht so überschrieben zu sein. Lesen

Das Grundeinkommen

Arbeitspolitik | Prof. Götz W. Werner | 04.12.2005

Hat es unsere Gesellschaft nötig, auch nur einen einzigen Bürger durch das soziale Netz fallen zu lassen? Unsere Produktivität steigt ständig, nur nehmen wir das schon nicht mehr wahr. Durch unser System der mit hohen Steuern und Abgaben belegten Erwerbsarbeit wird den Unternehmen die Arbeit zu teuer. Lesen

Auf dem Weg in eine kinderlose Gesellschaft?

Familienpolitik | Ansgar Schmitz-Veltin | 01.12.2005

Die Zahl der Geburten in Deutschland ist seit Jahren rückläufig. Dies hat dazu geführt, dass der Anteil von Kindern und Jugendlichen kontinuierlich abgenommen hat. Waren bis in die 1970er Jahre hinein noch 30 % aller Einwohner Deutschlands unter 20 Jahre alt, so ist dieser Wert inzwischen auf knapp 20 % gesunken. Bis zum Jahr 2050 wird ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung nur noch 16 % betragen. Lesen

Werteschöpfung kommt von Wertschätzung

Generationenpolitik | Andreas Reidl | 24.11.2005

Beginnen möchte ich diesen Beitrag mit einem Zitat aus Sir Peter Ustinovs Buch "Achtung! Vorurteile!": "Als ich 1990 König Lear spielte - da war ich schon beinahe 70 Jahre alt - , fragte ich mich, ob es nicht schon zu spät für diese Rolle sei. Ich saß in einem Restaurant in Stratford in Kanada und dachte, vielleicht war das dumm von dir, diese Rolle anzunehmen. Denn für König Lear muss man zwar ein sehr gutes Verständnis für das Altsein haben, aber man muss auch jung genug sein, um die Energie für diese große Szene in der Heide aufzubringen. Und während ich so zweifelte, stieß ich ungeschickterweise ein großes Glas Wasser vom Tisch, fing es aber auf, bevor es zu Boden viel. Das war reiner Instinkt, ich hatte keine Zeit, nachzudenken. Da sagte ich mir: Wenn du das kannst, bist du noch jung genug und kannst auch den Lear spielen." Lesen

Bürgervergessen

Arbeitspolitik | Sascha Liebermann | 19.11.2005

Freiheit der Bürger statt "Vorrang für die Anständigen" sollte das Ziel unserer Politik sein. Nachdem es die Spatzen schon lange von den Dächern pfeifen, wohin uns die Gesetze für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt (vulgo "Hartz-Gesetze") führen: nämlich ins Arbeitshaus, soll vom Irrweg der Sozialpolitik nun abgelenkt werden. Lesen