geb. 1954, Zukunftsforscher und Zukunftsphilosoph. Bis 2007 war er Geschäftsführer der Gesellschaft für Zukunftsmodelle und Systemkritik, die er im Jahre 1977 initiierte. Mittelstaedt ist Autor zahlreicher Bücher und Herausgeber der seit 1981 erscheinenden Zeitschrift »BLICKPUNKT ZUKUNFT«. In seinen Büchern behandelt er Themen wie qualitatives Wachstum, nachhaltige Entwicklung, Zukunftsforschung, Zukunftsgestaltung, Chaostheorie, Globalisierung, zukunftsfähige Wissenschaft und Technik, Zukunftsethik, Entwicklungspolitik und Frieden. Im Jahre 2004 erschien sein vieldiskutiertes Buch »Kurskorrektur. Bausteine für die Zukunft«. Sein neuestes Buch »Das Prinzip Fortschritt. Ein neues Verständnis für die Herausforderungen unserer Zeit« erschien im April 2008.
Die ganze Welt zeigt Mitgefühl und Anteilnahme mit den Japanerinnen und Japanern, die unter den verheerenden Zerstörungen durch die Naturkatastrophe vom 11. März 2011 unmittelbar und mittelbar betroffen sind. Es wird aus vielen Teilen der Welt Hilfe auf die unterschiedlichste Weise angeboten, die von den stolzen, stets auf Eigeninitiative und Unabhängigkeit bedachten, Japanerinnen und Japanern nur teilweise angenommen wird.
Viel mehr Menschen, ob in führenden gesellschaftlichen Positionen oder "ganz normale Bürger", sollten sich über folgende Fragen, die für die Lebensbedingungen in näherer und fernerer Zukunft dringend beantwortet werden müssen, mehr Gedanken machen: Werden die bestehenden Strukturen der Globalisierung den Trend verstärken, dass die gesellschaftlichen Beziehungsmuster und Bindungskräfte weiterhin erodieren?
In den westlichen Industriegesellschaften gibt es seit einigen Jahren keinen qualitativen politischen und gesellschaftlichen Fortschritt. Politischer Stillstand und Rückschritte kennzeichnen unsere Zeit, ganz besonders in der Entwicklungs-, Wirtschafts-, Arbeitsmarkt- und Umweltpolitik und im völlig misslungenen "Kampf gegen den Terror".