Ulf. D. Posé wurde ab 1977 von Prof. Dr. R. Lay S.J. zum freien Dozenten für Dialektik und Führungslehre ausgebildet. Mit Prof. Lay entwickelte Posé gemeinsam das Handlungstraining für eine erfolgreiche, nachhaltige Unternehmenskultur. Prof. Lay ist seit 1980 Mentor und Supervisor von POSÉTRAINING, Institut für Dialektik und Führungslehre, Mönchengladbach. Posé hielt Vorlesungen, und führte Alumni Veranstaltungen und Colloquien für Hochschulen und Fachhochschulen durch. U.A.: Techn. Universität Berlin im Zentrum für technologische Zusammenarbeit, Fachhochschule Niederrhein, Goethe Universität in Frankfurt, European School of Management and Technology, ESMT. Er leitet ab 2009 für die Unternehmerische Hochschule Innsbruck am MCI Management Center im Lehrgang "Management, Psychologie und Leadership" die workshops ‚business ethics’ und ‚Corporate Governance & Responsibility’. 2000 wurde Posé vom BDVT ausgezeichnet für exzellente Trainingsleistungen. Seit 2003 ist Posé außerdem ehrenamtlicher Präsident des Ethikverbandes der Deutschen Wirtschaft e.V. Seit April 2004 ist Posé zusätzlich Bundessenator des Bundesverbandes für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft, BWA. Er ist ebenfalls Mitglied im VAF und VDF. Posé äußert sich regelmäßig über Führungsdialektik und Führungsethik u.a. in: Print: Capital, WELT, Manager Magazin, Handelsblatt, Impulse, Rheinische Post, Focus. TV: N24, NTV, CNBC, Phoenix, Deutsche Welle, NRWTV, Rhein-Main TV, Sat1, Kabel1. Bücher: „Führen durch überzeugen“ (ECON-Verlag). „Verhandeln leicht gemacht“ Co-Autor „Delegation“ (VBU-Verlag). Co-Autor „Wirtschaftshandbuch für die Apotheke“ (GOVI-Verlag) „Von der Menschenführung zur Lebensführung“ (Ronneburger Kreis) „Ethik-Jahrbuch 2004“ (Fairness Stiftung) Co Autor „Die neue Redlichkeit – Werte für unsere Zukunft“ Prof. Dr. R. Lay & Ulf Posé (Campus-Verlag) „Worauf es ankommt – der ‚zukünftige’ Mensch“ (Ronneburger Kreis)
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Nicht nur der Euro ist unter Druck geraten. Nahezu unversöhnliche Positionen scheinen derzeit aufeinander zu prallen. Politiker und Bürger in unserem Land driften ideologisch immer weiter auseinander. Soll Griechenland aus der Eurozone austreten oder nicht? Soll das Rettungspaket weiter aufrecht erhalten bleiben oder nicht?
Klar: „Krüppel“ zu sagen ist politisch nicht korrekt, denn das hieße, Menschen mit Behinderung herabzuwürdigen. Menschen dürfen nicht diskriminiert werden, sei es aufgrund ihrer Rasse, ihres Geschlechts, ihrer sozialen, körperlichen und geistigen Verfassung oder ihrer sexuellen Neigung. Aus dem selben Grund ist der „Neger“ im Sprachgebrauch zum Schwarzen oder Deutsch-Afrikaner geworden, der Ausländer zum Menschen mit Migrationshintergrund. Das alles ist politisch korrekt –ethisch ist es deswegen noch nicht.
Die Wirtschaft ist eine männerdominierte Welt. Auch im Jahr 2011 findet echte Chancengleichheit unter den Geschlechtern nicht statt. Aktueller Kristallisationspunkt der Debatte: die Frauenquote. Männer wollen sie nicht, weil sie glauben, ihre Führungspositionen durch Können verdient zu haben und nicht durch ihre Geschlechtszugehörigkeit. Auch Frauen wollen die Quote nicht, weil sie ihre Karriereziele durch Leistung erreichen wollen, nicht durch Zahlenspielereien. Beides ist verständlich, aber falsch.
„Karl“, sagt Jutta Meingold, „wieso bist Du schon Zuhause?“ Jutta fürchtet, ihr Mann sei krank. Blass sieht er aus, ein wenig mitgenommen. „Was hast Du?“ Jutta lässt ihre Arbeit liegen, und geht auf ihren Mann zu. Karl Meingold wirkt ein wenig abwesend. „Heute musste ich den Hermann Wieder entlassen. Das ist mir richtig auf den Magen geschlagen.“
Durch die gewachsenen Herausforderungen in einer dynamischen Weltwirtschaft wächst kontinuierlich der Bedarf für eine vorausschauende Unternehmensplanung. Im Jahre 2020 werden die Rolle der Unternehmen und die Formen der Zusammenarbeit nicht mehr die von heute sein.
Das Wort Krise leitet sich her von dem altgriechischen Verb krínein, das trennen und (unter)scheiden bedeutet. Eine Krise ist demnach eine Entscheidung oder eine entscheidende Wendung. Sie ist, wie der Duden definiert, eine Situation oder Zeit, „die den Höhe- und Wendepunkt einer gefährlichen Entwicklung darstellt“.
Die Ereignisse der letzten Monate, die in den letzten Wochen Panik, Hysterie und Angst in der Finanzwirtschaft ausgelöst haben, animieren immer mehr Menschen zu der Aussage: „Manager sind gierig, korrupt und völlig abgehoben, ohne Anstand, Moral und Sittlichkeit. Brauchen wir also eine neue Moral in Wirtschaft und Politik?
Lassen Sie mich heute auf das Dogma des Jugendlich-Erfolgreichen eingehen. Oliver Mölder ist 28 Jahre alt, hat Marketing studiert und ist seit eineinhalb Jahren in der Marketingabteilung eines Textilkonzerns beschäftigt. Oliver gilt als belastbar, engagiert und sprudelt vor Ideen. Wenn es nach ihm ginge, dann würden alte Zöpfe abgeschnitten und neue, ungewöhnliche Ideen viel stärker berücksichtigt.
Die Warnungen, dass Manager Abzocker sind, raffgierig und egoistisch, mit Bedienermentalität ausgestattet, wenn es um ihre Gehälter geht, nehmen zu. Selbst der Bundespräsident Horst Köhler warnt davor, mit übertriebenen Gehaltsforderungen den sozialen Frieden im Land zu gefährden.
Da hat Bischof Walter Mixa etwas angerichtet. Hat er Recht oder hat Frau von der Leyen Recht? Kardinal Meisner gibt ihm Recht. Er ist davon überzeugt, dass diese Aussage "um das Heil des Volkes willen" so drastisch sein müsse.
Unredlichkeit in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft wird gesellschaftsfähig. Unethisches Verhalten scheint nicht nur nicht länger Grund für ein schlechtes Gewissen zu sein, nein, schlimmer noch: ein Massstab, was redlich und was unredlich ist, ist uns verloren gegangen. Erste Anzeichen einer Trendwende sind jedoch in Sicht: Es gibt erste Anzeichen einer neuen Redlichkeit.
"Bitte keine simplen Kausalketten ...", so lautet der Vorwurf nicht weniger Unternehmer gegen das Argument "Ethik zahlt sich aus". Was dann als Beweisführung folgt, sind simple Kausalketten, die leider falsch sind, oder Kopfgeburten, die nichts mit der Realität zu tun haben. So wird nicht selten als Gegenargument der wirtschaftlich erfolgreiche, jedoch unethisch handelnde Unternehmer angeführt.
Im neuen Grundsatzprogramm der SPD macht die SPD deutlich, dass sich alle, nicht nur die abhängig Beschäftigten, an der solidarischen Finanzierung der notwendigen Investitionen beteiligen. "Da alle gemeinsam den Nutzen aus solchen Investitionen ziehen, müssen sich auch Unternehmen und vermögende Privathaushalte stärker als bisher an der steuerlichen Finanzierung dieser Aufgaben beteiligen."
Die einen freut´s, die anderen wundern sich, doch keiner ist wirklich überrascht: Die großen Parteien werden immer weniger gewählt. Momentan gewinnen die Rechtsaußen und Linksaußen dazu. Darüber regen sich viele auf. Gleichzeitig feiern die großen Parteien ihren Wahlerfolg.