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Sozialpolitik


Sozialpolitik bezeichnet politische und verbandliche Aktivitäten sowie gesetzgeberische Maßnahmen, die sich auf die Absicherung existenzieller Risiken, die Verbesserung der Lebenssituation sozial Schwacher, Gefährdeter oder Schutzbedürftiger und die Regelung der spannungsreichen Interessenunterschiede zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern beziehen. (Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 3., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2003.)


Beiträge aus dem Bereich Sozialpolitik:


14. September 2005

Die Agenda der künftigen Bundesregierung: gerecht.

Björn Böhning

Björn Böhning

Die Herausforderungen der zukünftigen Regierung sind klar: Sie muss sozialen Fortschritt in neuen Zeiten verwirklichen. Sie muss Beschäftigung schaffen und die soziale europäische Verantwortung wahrnehmen. Und sie muss die Erneuerung des Landes vorantreiben, ohne auf neoliberale oder marktradikale Glaubenssätze hereinzufallen. Die künftige Bundesregierung muss die Arbeitslosigkeit bekämpfen. Deutschland ist Exportweltmeister. Das bedeutet, unsere Wirtschaft ist hochproduktiv und hochleistungsfähig. Das ist das Ergebnis sozialdemokratischer Innovations- und Steuerpolitik. Das zentrale Problem der heutigen Ökonomie aber ist die lahmende Binnennachfrage. Diese "offene Wunde" eines selbstragenden Aufschwungs und mehr Beschäftigung müssen wir dringend schließen. Deshalb schlägt die SPD die steuerliche Absetzbarkeit von Handwerksrechnungen vor. Das  ... [ Lesen ]


22. Juni 2005

Wider die Kälte dieser Zeit

Christiane Schwarze

Christiane Schwarze

Als sozialpolitisch engagierte Schriftstellerin möchte ich Stellung beziehen gegen eine "Gesellschaft, die an sich selbst erfriert". In meinen Werken möchte ich die Perspektive derer vermitteln, die massiv von einer Sozial- und Gesundheitspolitik betroffen sind, welche den Menschen nur noch zum Kostenfaktor degradiert. Was es kostet Was es kostet Körper waschen Haare kämmen Zähne putzen Nägel schneiden Was es kostet Körper beweglich halten Schuhe Tabletten Was es kostet dass wir leben wird täglich berechnet Alte neue Stimmen flüstern "Müll zu Müll" und eine Humanmedizin plädiert dafür uns vor der Unerträglichkeit unseres Seins zu bewahren Gegen eure Kälte Eure Macht ist das Saatgut  ... [ Lesen ]


06. Mai 2005

Der Umgang mit den Schwachen entscheidet

Martin Debener

Martin Debener

Die Qualität von Politik entscheidet sich am Umgang mit den "Schwachen" in unserer Gesellschaft: Alte, Kranke, Behinderte, Alleinerziehende, Sozialhilfeempfänger - darunter viele Kinder, Arbeitslose, Straffällige, Wohnungslose, Suchtkranke, Migranten, Opfer von Gewalt ... Die Sozialpolitik setzt hier den Rahmen. Es muss definiert werden, was das gesellschaftliche "Minimum" sein soll, mit dem wir anderen Menschen zumuten, in unserer Mitte zu leben. Die jüngste Sozialgesetzgebung hat hier einen neuen Maßstab gesetzt: Die Regelsätze des Arbeitslosengeldes II und der Sozialhilfe. Grund genug, sich die Sozialhilfe einmal näher anzuschauen. Ein Blick in die Statistik hilft: Hauptursache für Sozialhilfebezug ist nicht die Arbeitslosigkeit. Die Zahl der Arbeitslosen  ... [ Lesen ]


13. Oktober 2004

Sozialer Ausgleich

Dietmar Fritze

Dietmar Fritze

Gedanken von Dietmar Fritze Ich denke, Abgrenzungs-Prozesse sind durch moralisch-ideologische Vorhaltungen leider nicht aus der Welt zu schaffen. Mode und Kunst als bewusst aufgebaute 'ästhetische' Sozial-Schranken, schulische und berufliche Anstrengungen als 'Status-Okkupationen', Prozesse der Distanzierung im lokalpolitischen Bereich wie auch global - sie sind niemals aufzuhalten. Nicht, dass ich Apologeten wie Darwin, Machiavelli oder Huntington zu sehr um den Hals fallen möchte - es ist nur sehr unrealistisch, sich einzubilden, man könne sie durch irgendwelche moralischen Opiate (Christentum einerseits oder als Feigenblättchen funktionierende wohllautende Partei-Programme andererseits) übertünchen oder gar auslöschen, wie man Kreide auf der grünen Tafel mit dem nassen Schwamm  ... [ Lesen ]


07. September 2004

TrendForschung

Dietmar Fritze

Dietmar Fritze

Gegenwärtig werden auch allmählich dem Blindesten sichtbar die Problematiken des Sozialabbaus in unserer Gesellschaft. Man durchleuchte kritisch jene täglichen Rechtfertigungen, die den neuesten Sozialdarwinismus hoffähig machen: Die Investoren dürften nicht abgeschreckt werden durch zu hohe Personal-Kosten, eine übertriebene "Anspruchshaltung" der Arbeitnehmer (wer NIMMT eigentlich die Arbeit?) nötigt angeblich die Firmeneigner zur Verlagerung ins billigere Ausland, die Verlängerung der Wochen- (und Lebens-) Arbeitszeit hingegen - sie schaffe zusätzliche Arbeitsplätze - selbst bei diesem letzten Argument also, bei dem es rein rechnerisch schon unlogisch wird, schlucken Arbeits-Lämmer alles. Sie haben sich einen Kanzler gewählt, der behauptet, vehement gegen faule Arbeitslose vorgehen zu müssen  ... [ Lesen ]


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