Rainer Nahrendorf

Der Diplom-Politologe studierte am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin bei Ernst Fraenkel und Kurt Sontheimer politische Wissenschaften. Nach der Organisation zweier Wahlkämpfe in Hamburg und der Arbeit als Assistent des Bankenpräsidenten Alwin Münchmeyer ging er 1972 zum Handelsblatt. Der Redaktion der deutschen Wirtschafts- und Finanzzeitung gehörte er 34 Jahre an, davon mehr als 12 Jahre als Mitglied der Chefredaktion. Heute arbeitet er als freier Autor und Publizist. In "Der Pinocchio-Test" sagt er der Lüge und dem Opportunismus in der Politik den Kampf an.

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Rainer Nahrendorf über die Chancengesellschaft:

Überlastschutz für die Jungen

Rainer Nahrendorf  |  30.01.2013

Als im Frühjahr 2008, um auch die Rentner am Wachstum teilhaben zu lassen, der bremsende Riesterfaktor für zwei Jahre ausgesetzt wurde und die Rentner eine höhere Rentenerhöhung kassierten, als ihnen nach der Rentenformel eigentlich zustand, sah Altbundespräsident Roman Herzog darin Vorboten einer Rentnerdemokratie. Er verwies darauf, dass die Alten immer mehr würden und die Parteien überproportional auf sie Rücksicht nähmen.

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Familienfreundliche Arbeitszeitmodelle

Rainer Nahrendorf  |  21.11.2012

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat Deutschland als Abstiegskandidaten ausgemacht. Sie prophezeit, dass große, schnell wachsende Schwellenländer wie Indien und Brasilien bis zum Jahr 2060 an Deutschland vorbeiziehen werden und das Land auf den zehnten Platz abrutschen wird. Jetzt sieht sie Deutschland noch auf fünften Rang der großen Wirtschaftsmächte. Als Grund für den Abstieg sieht sie die überalterung und Schrumpfung der deutschen Bevölkerung, die nicht durch eine verstärkte Zuwanderung kompensiert werden könne.

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Die Fachkräftelücke gefährdet Deutschlands Wohlstand

Rainer Nahrendorf  |  07.08.2012

Deutschland soll den immer tiefer sinkenden Karren aus dem Schuldensumpf der Eurokrise ziehen. Die Bürgschaften, die das Land unter dem Druck seiner schwerkranken Partner in der Eurozone übernimmt, haben astronomische Ausmaße genommen. Sie könnten, wenn sie fällig werden, das Land selbst in die Krise stürzen. Denn Deutschlands Wirtschaft leidet an einer kaum heilbaren Krankheit: der Auszehrung seines Fachkräftepotenzials durch die demografische Schwindsucht.

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Macht-Navi der Kanzlerin

Rainer Nahrendorf  |  20.01.2012

Angesichts der sich zuspitzenden Staatsschuldenkrise, die möglicherweise von der deutschen Bevölkerung hohe Solidaritätsopfer verlangen wird, sehen viele Bürger in einer großen Koalition eine stabilere belastbarere Regierung als in kleineren Bündnissen. Die dahinsiechende FDP muss zudem erst zeigen, dass sie sich regenerieren kann und nicht als Mehrheitsbeschaffer für die Union ausfällt.

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Weshalb Leistung mehr zählt als Herkunft

Rainer Nahrendorf  |  10.11.2011

Tellerwäscher bleibt Tellerwäscher. So lässt sich das von vielen Medien in Talkshows gezeichnete Bild einer blockierten Gesellschaft ohne Aufstiegschancen aus den Schichten mit geringem Einkommen zusammenfassen. Zwei Drittel der unteren Sozialschichten, auch 50 Prozent der Mittelschicht sind überzeugt, dass sozialer Aufstieg in Deutschland vor allem den Bevölkerungskreisen offen steht, die in der Schichthierarchie bereits relativ weit oben angesiedelt sind.

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Bürgerarbeit - Eine Ausstiegschance aus der Dauerarbeitslosigkeit

Rainer Nahrendorf  |  07.02.2011

Anders als in zurückliegenden Konjunkturzyklen verringert sich in diesem Aufschwung nach einem Anstieg auf 940 000 im Jahr 2010 auch die registrierte Zahl der Langzeitarbeitslosen. Die Bundesagentur für Arbeit rechnet damit, dass es 2011 noch einmal 50 000 weniger Langzeitarbeitslose werden könnten. Im Januar 2011 waren 908 000, 43 000 weniger als vor einem Jahr, langzeitarbeitslos, d.h. ein Jahr oder länger ohne Arbeit.

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Das Comeback der alten Hasen

Rainer Nahrendorf  |  08.11.2010

Wenn man genug Erfahrung gesammelt hat, ist man zu alt, um sie auszunutzen, hat der englische Schriftsteller William Somerset Maugham gesagt. Für die Arbeitswelt des Jahres 2020 wird dies nicht gelten. Die Zahl der 55- bis 64- Jährigen wird in den nächsten zehn Jahren um rund 40 Prozent zunehmen. Ein stetig wachsender Fachkräftemangel wird die ergrauende deutsche Gesellschaft kennzeichnen.

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