Dr. Martin R. Textor studierte Pädagogik, Beratung und Sozialarbeit an den Universitäten Würzburg, Albany, N.Y., und Kapstadt. Er arbeitete 20 Jahre lang als wissenschaftlicher Angestellter am Staatsinstitut für Frühpädagogik in München. Im November 2006 gründete er zusammen mit seiner Frau das Institut für Pädagogik und Zukunftsforschung (IPZF) in Würzburg. Er ist Autor bzw. Herausgeber von mehr als 40 Büchern und hat über 600 Fachartikel in Zeitschriften und im Internet veröffentlicht. Weitere Informationen unter
Von nahezu allen Seiten wird das geplante Betreuungsgeld kritisiert; von vielen Menschen wird nur noch der Begriff „Herdprämie“ verwendet. Ich halte den Betrag von 150,- Euro einfach nur für lächerlich, da er kein Ausgleich für die hohen Kosten ist, die dem Bundesland und der Kommune bei der Bereitstellung eines Betreuungsplatzes entstehen, und da er als Honorierung der familialen Betreuungsleistung wie eine Verhöhnung von Eltern wirkt.
Dieser Tage wurde vom Managerkreis der Friedrich-Ebert-Stiftung (2005) der Ausbau der Kinderbetreuungsangebote für Unter-Dreijährige, die Einführung einer Vorschulpflicht zunächst ab vier und später ab drei Jahren sowie die Umwandlung von Kindergärten in Vorschulen gefordert.
Drei Jahrzehnte lang haben Wissenschaftler/innen und Versicherungsfachleute einschneidende negative Konsequenzen der abnehmenden Geburtenzahlen in Deutschland prognostiziert. Aber erst vor einigen Jahren haben Politiker/innen die Problematik erkannt, jedoch immer noch keine angemessenen Lösungen gefunden. Nur auf der Ausgabenseite - insbesondere bei den jetzigen und in Zukunft zu erwartenden Rentenleistungen - wurde gekürzt.