Präsident des Deutschen Führungskräfteverbandes
Die neue Bundesregierung hat ihre Arbeit nach schnellen Koalitionsverhandlungen etwas holprig aufgenommen. Recht bald zeigte sich, dass vor allem im Bereich der Steuerpolitik die Vorstellungen von CDU, CSU und FDP weit auseinander gehen. Ganz besonders gilt dies für die Frage, wie eine durchgreifende Steuerreform finanziert werden kann.
Alle Parteien schreiben sich auf die Fahnen, ihre jeweilige Zielgruppe in der Mitte der Gesellschaft zu sehen. Aber da jede Partei die Mitte nach den eigenen wahltaktischen Kriterien definiert, bleibt am Ende ein Befund: Sich der Mittelschicht wirklich anzunehmen, schafft eigentlich keine Partei.
Eigentlich gäbe es ja genügend Gründe, am Ende dieses ereignisreichen Jahrs 2005 mit sorgenvoll umwölktem Blick in die Zukunft zu schauen: Die deutsche Wirtschaft ist ein weiteres Mal – wenn überhaupt – nur schwach gewachsen. Der Arbeitsplatzabbau ist in vielen Branchen ungebremst weitergegangen. Betroffen davon sind immer auch Führungskräfte.
Als neuer Präsident des Deutschen Führungskräfteverbandes habe ich nun zum ersten Mal die Gelegenheit, die Sicht der Führungskräfte auf die Lage unseres Landes darzustellen.