Unter Globalisierung versteht man Prozesse einer zunehmenden internationalen Verflechtung verschiedenster Bereiche unseres Planeten. Diese Intensivierung der globalen Beziehungen geschieht auf allen Ebenen (einzelne Menschen, Gesellschaften, Institutionen und Staaten) und in allen Bereichen (Wirtschaft, Politik, Kultur, Umwelt, Kommunikation etc.). Die damit verbundenen Veränderungen von ökonomischen, politischen, sozialen, kulturellen, ökologischen und weiteren Verhältnissen werden Globalisierungseffekte genannt. (Quelle: Wikipedia)
In der Zeit zwischen 1870 und 2000 hat die Welt-Landwirtschaft tendenziell immer mehr Nahrungsmittel für immer mehr Menschen zu immer geringeren Preisen produziert. In den vergangenen 50 Jahren sind die Weltagrarpreise, zumal die Getreidepreise, erheblich gesunken und haben heute noch nicht wieder das Niveau von damals erreicht.
Vorgestern kam die Montagsausgabe der SZ, aber ohne die New York Times Beilage. Ich war enttäuscht, denn das beste fehlte. Das beste? Erstens ist diese Beilage auf Englisch, zweitens hat sie nicht viel mit unserer Region zu tun (Oberbayern, Deutschland, Europa); sie enthält sogar eine Seite die sich nur mit der Stadt New York beschäftigt.
Regionalgeld ist angewandte Kapitalismuskritik. "Kapitalismuskritik", weil die Betrachtung der Wirtschaftswelt aus Sicht des Geldes Kritikpunkte an unserer Art des Wirtschaftens offenbart, "angewandt", weil Regionalgeld als umsetzbares und in verschiedenen Regionen umgesetztes Werkzeug die Kritik nicht nur im Reden sondern im Tun real werden läßt.
Wenn wir über die Globalisierung jammern, vergessen wir gerne, dass sie im Kolonialismus wurzelt. Jahrzehnte lang ist in Deutschland Jahr für Jahr der Lebensstandard pro Kopf angestiegen. Nun stagniert er und nahm letztes Jahr sogar um circa 1% ab. Aua, das tut weh!
In Indien tobt derzeit ein Streit, ob die Vereinbarungen der Welthandelsorganisation im Agrarbereich nicht ein Ausverkauf indischer Interessen seien. Handelsminister Kamal Nath beteuert, dass er von den Industrieländern eine Absichtserklärung zum Abbau von Agrarsubventionen erhalten konnte. Dieser Subventionsabbau ermögliche indischen Bauern zukünftig ein besseres Abschneiden auf den Weltmärkten.