Gesundheitspolitik ist eine Sammelbezeichnung für alle politischen und verbandlichen Aktivitäten sowie gesetzgeberischen Maßnahmen und staatlichen Einrichtungen, die dazu beitragen, die Gesundheit der Bevölkerung zu erhalten und zu verbessern, bzw. dazu dienen, Krankheiten und Seuchen vorzubeugen und zu bekämpfen. (Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 3., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2003.)
Beiträge aus dem Bereich Gesundheitspolitik:
Ein lauwarmer Wintertag auf dem Sofa, ein gutes Buch ist auch schon zur Hand, die Gummibärchen und der Cappuccino warten darauf den Lesenachmittag zu versüßen. Zu Beginn des Buches Die Joghurt-Lüge - Die unappetitlichen Geschäfte der Lebensmittelindustrie von Martia Vollborn und Vlad Georgescu greife ich noch recht häufig nach den Gummibären und auch der Cappuccino mit extra vielSchaum, wie die Packung verspricht, wird noch mit Genuss geschlürft, aber im Laufe des Nachmittags wird dies immer seltener. Der Einführungstext auf dem Buch, der zwei Wirtschafts- und Medizinjournalisten, deutet mit folgenden Sätzen: Haben sie heute schon eingekauft? Appetitlich, was sich so alles in ... [ Lesen ]
Seitdem die Gesundheitsreform uns zu erheblichen zusätzlichen Kosten zwingt, Kosten, die wir selbst aufbringen müssen, gewinnen ökologische Produkte dramatisch an Bedeutung. Was ist an Farben und Materialien, die aus Erdöl hergestellt werden, so kritisch? Neueste Forschungen haben nachgewiesen, dass solche Produkte neben den Schadstoffen, die sie abgeben, auch noch unsere Luft im Raum grundlegend verändern. Wenn wir uns am Meer oder auf einem Berggipfel aufhalten, atmen wir Luft ein, deren Ionen vorwiegend negativ geladen sind, und wir saugen diese Luft gierig in uns hinein und fühlen uns rundum wohl. Wir können von dieser Luft gar nicht genug bekommen. In unserer Wohnung ... [ Lesen ]
Bereits vor Jahren gab es einen Spruch, der lautete: "Weil du arm bist, musst du früher sterben." Allerdings glaubte man bisher, dieser Satz sei überholt. Leider ist das nicht so. Selbst beim letzten Bundesärztetag kam dies zur Sprache. Denn es gibt jetzt eine Untersuchung des Düsseldorfer Medizinsoziologen Johannes Siegrist, die diese These eher unterstreicht. Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass Arme eine bis zu sieben Jahren kürzere Lebenserwartung zu verzeichnen haben und ein mindestens doppelt so großes Risiko, ernsthaft krank zu werden. Selbst in der Schweiz sterben danach einfache Arbeiter und Angestellte 4,4 Jahre früher als Männer in Führungspositionen. In ... [ Lesen ]
Übergewichtigkeit bei Kindern ist zunehmend Ursache von Krankheiten. Und aus fettleibigen und unfitten Kindern werden fettleibige und unfitte Erwachsene. Gutes und nahrhaftes Essen und körperliche Bewegung sind für viele Kinder im Vorschul- und Grundschulalter nicht (mehr) selbstverständlich. Alle wollen die Leistungsfähigkeit unserer Schulen nach PISA verbessern. Aber wir müssen sie auch in die Lage versetzen, gesunde Mahlzeiten und ein tägliches Bewegungsangebot zu realisieren. Jeden Tag ein gesundes Essen und Bewegung für unsere Kinder. Der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering hat eine Debatte angestoßen über die Verantwortung der Wirtschaft und die soziale Frage. Das gilt ebenso für die ökologische Verantwortung der Wirtschaft. Die Profitmaximierung ... [ Lesen ]
Fragestellungen: 1. Welches Maß an Medizin sollen und dürfen wir uns wünschen? 2. Was gilt es zu bewahren, und was zu verändern? 3. Welche Unterscheidungen müssen in der Medizin getroffen werden? Für eine zukunftsfähige Gesundheitsbranche kommen wir nicht umhin zu klären, welches Maß an Gesundheitsversorgung wir uns grundsätzlich wünschen. In diesem Zusammenhang ist mitentscheidend zu klären, was wir wirtschaftlich zu leisten bereit sind bzw. was wir uns als Individuum und was als Gesellschaft leisten können. In dieser Diskussion wird es um Grenzziehungen gehen, d.h. ebenso um Rationalisierungen, aber last but not least auch um Rationierungen. Genauer: Es geht um die Grenzziehung ... [ Lesen ]
Eine Gesundheitsreform ist das, was im Vermittlungsauschuß nach langen Konsensrunden schließlich verabschiedet wurde, nun bei weitem nicht, ja nicht einmal eine Krankenkassenreform. Sie als "größte Sozialreform seit der Wende" auszurufen, besagt allenfalls, daß es seit der Wende überhaupt nichts gegeben hat, was man als Reform bezeichnen kann. Dieser Konsens kann bestenfalls als Anfang einer wirklichen (Struktur-)Reform gesehen werden. Wie man man mit den beschlossenen Maßnahmen 23 Mrd. EURO einsparen und bei den Milliardenschulden der Kassen den Beitragssatz schon 2004 auf 13,6 % senken will, ist völlig schleierhaft, zumal die größten Einsparbrocken (Krankengeld, Zahnersatz) ja frühestens im Jahre 2008 ihre volle Wirkung ... [ Lesen ]
Das zum 1. Januar 2004 in Kraft getretene Gesundheitssystem-Modernisierungsgesetz ist seit dem Jahre 1977 der insgesamt achte Versuch einer großen Gesundheitsreform. Diese "Krankengeschichte" hat aber nie einen Genesungsprozess der "Gesetzlichen Krankenversicherung" GKV nach sich gezogen, weil auch die Gesundheitspolitik von zu vielen Lobbyisten beherrscht wird. Bei aller Brisanz in dem neuen Reformgesetz darf ich aber zunächst feststellen: Noch haben wir das beste Gesundheitssystem der Welt, um das uns viele Länder beneiden - und das wird auch noch viele Jahre so bleiben. Auch auf Dauer werden wir alles, was medizinisch notwendig ist, bezahlen; aber nicht mehr alles, was von den Bürgern gewünscht ... [ Lesen ]