Die Familienpolitik, die Kinder- und Jugendpolitik und die Alterspolitik beinhalten Aufgaben, die zur Sozialpolitik gehören und gleichzeitig darüber hinaus von allgemeiner gesellschaftspolitischer Tragweite sind. In zunehmendem Masse wird [...] jedoch auch erkannt, dass es einen inneren Zusammenhang zwischen diesen Politikfeldern gibt. Sie sind alle eng mit der demografischen Entwicklung verbunden und stehen dementsprechend vor den spezifischen Herausforderungen, die der markante Wandel der letzten Jahrzehnte mit sich bringt. Zur Kennzeichnung dieses Zusammenhangs bietet sich der Begriff der Generationenpolitik an. (Quelle: Prof. em. Kurt Lüscher)
Beiträge aus dem Bereich Generationenpolitik:
Lassen Sie mich heute auf das Dogma des Jugendlich-Erfolgreichen eingehen. Oliver Mölder ist 28 Jahre alt, hat Marketing studiert und ist seit eineinhalb Jahren in der Marketingabteilung eines Textilkonzerns beschäftigt. Oliver gilt als belastbar, engagiert und sprudelt vor Ideen. Wenn es nach ihm ginge, dann würden alte Zöpfe abgeschnitten und neue, ungewöhnliche Ideen viel stärker berücksichtigt. Sein Vorgesetzter ist Manuel Proslock. Er hat an derselben Universität wie Oliver studiert und ist seit vier Jahren im Unternehmen. Die beiden verstehen sich gut. Nicht ganz so gut verstehen sie sich mit Klaus Wielmer. Der ist schon 25 Jahre im Unternehmen, hat nicht Marketing ... [ Lesen ]
Beginnen möchte ich diesen Beitrag mit einem Zitat aus Sir Peter Ustinovs Buch "Achtung! Vorurteile!": "Als ich 1990 König Lear spielte - da war ich schon beinahe 70 Jahre alt - , fragte ich mich, ob es nicht schon zu spät für diese Rolle sei. Ich saß in einem Restaurant in Stratford in Kanada und dachte, vielleicht war das dumm von dir, diese Rolle anzunehmen. Denn für König Lear muss man zwar ein sehr gutes Verständnis für das Altsein haben, aber man muss auch jung genug sein, um die Energie für diese große Szene in der Heide aufzubringen. Und während ich ... [ Lesen ]
Generationengerechtigkeit nicht zu erwarten In einer Demokratie mit kurzen Wahlperioden stellt sich das grundsätzliche Problem, dass die politisch Verantwortlichen tendenziell nur in Zeiträumen von wenigen Jahren, nicht aber für die kommenden Jahrzehnte und Jahrhunderte denken und planen. In aller Regel sind ihre Handlungen gegenwartsbezogen, also an den Wünschen und Bedürfnissen der erwachsenen Bürger mit Wahlrecht orientiert. Die Interessen nachrückender Generationen bleiben unberücksichtigt. Trotzdem schmücken sich alle etablierten Parteien mit den mittlerweile zu Modeworten avancierten Titeln der "Nachhaltigkeit" und "Generationengerechtigkeit". Das Jugendnetzwerk YOIS hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, zu prüfen, ob die Parteien diesem Anspruch auch tatsächlich gerecht werden. Bei ... [ Lesen ]