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Familienpolitik


Familienpolitik bezeichnet alle politischen und verbandlichen Aktivitäten und gesetzgeberischen Maßnahmen, die zum Schutz und zur (wirtschaftlichen, sozialen) Förderung der Familie dienen und insofern vor allem Teil der Sozialpolitik (z.B. Mutterschutz, Erziehungsurlaub) sind. (Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 3., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2003.)


Beiträge aus dem Bereich Familienpolitik:


26. März 2006

Arbeit und Familie – Feinde für immer?

Stefan Müller

Stefan Müller

Vor einiger Zeit wurde im Rahmen eines Positionspapiers ein erweiterter Familienbegriff geprägt: "Familie ist überall dort, wo langfristig Verantwortung für andere übernommen wird." Führungskräfte haben eine gegenüber der gesamten deutschen Bevölkerung nochmals höhere Scheidungsrate von 50 % – gegenüber 40 % im Durchschnitt. Frappierend ist dabei, dass sie die drohende Gefahr in aller Regel erst im letzten Augenblick und damit meist zu spät wahrnehmen. Glauben Manager wirklich, dass sie private Turbulenzen im Büro einfach weg stecken? Glauben Firmenvertreter wirklich, dass Manager, die zuhause unklare Verhältnisse haben oder sogar den Bruch ihrer Beziehung verkraften müssen, mit ganzem Herzen und allen Gedanken in  ... [ Lesen ]


17. März 2006

Warum bekommen wir (keine) Kinder?

Prof. Dr. Claudius Gros

Prof. Dr. Claudius Gros

Wir wissen heute, dass Konrad Adenauer sich gründlich irrte, als er sprach "Kinder bekommen die Leute immer", doch er war wahrlich mit dieser Meinung nicht allein. Wohl ohne richtig darüber nachzudenken sind viele Menschen, damals wie heute, der Meinung, dass Leben, und damit auch wir Menschen, immer den Drang hat sich zu vermehren, falls nur die Rand- und Umweltbedingungen stimmen. Haben wir aber wirklich einen Art angeborenen Kinderwunsch? Einen Drang zur Fortpflanzung, welcher durchbrechen würde wenn wir es nur schafften Familie und modernes Leben in Einklang zu bringen? Diese Vorstellung ist wohl grundlegend falsch. Der Kinderwunsch ist dominant ein kulturelles Phänomen!  ... [ Lesen ]


09. Januar 2006

Gewalt in der Familie gegen Kinder und Jugendliche

Sueli Menezes

Sueli Menezes

Die Familie ist eine jener gesellschaftlichen Institutionen, in der es wohl am schwierigsten ist, Gewalt zu erkennen. Es ist keine leichte Aufgabe von Gewalt gegen Kinder und Jugendliche zu sprechen, zumal dieses Thema nur Leiden und Qualen zum Ausdruck bringt. Die Gewalt in den eigenen vier Wänden ist ein vielseitiges Problem, und betrifft Tausende von Leuten, zumeist in einer lautlosen und verschleierten Form. Dabei handelt es sich um ein Problem, dass keinen geschlechtlichen Unterschied kennt und keinem sozialen, wirtschaftlichen oder kulturellem Niveau gehorcht, wie vielleicht einige denken mögen. Relevant wird seine Wichtigkeit unter zwei Aspekten: zuerst wegen des unbeschreiblichen, oft stillen  ... [ Lesen ]


01. Dezember 2005

Auf dem Weg in eine kinderlose Gesellschaft?

Ansgar Schmitz-Veltin

Ansgar Schmitz-Veltin

Räumliche Konsequenzen für den Alltag von Kindern Die Zahl der Geburten in Deutschland ist seit Jahren rückläufig. Dies hat dazu geführt, dass der Anteil von Kindern und Jugendlichen kontinuierlich abgenommen hat. Waren bis in die 1970er Jahre hinein noch 30 % aller Einwohner Deutschlands unter 20 Jahre alt, so ist dieser Wert inzwischen auf knapp 20 % gesunken. Bis zum Jahr 2050 wird ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung nur noch 16 % betragen. Diese Zahlen sind schon lange bekannt. Bereits in den 1970er Jahren wurde von Seiten der Wissenschaft auf die Auswirkungen des Steigens der Lebenserwartung und der rückläufigen Geburtenzahlen hingewiesen.  ... [ Lesen ]


27. Dezember 2004

Deutschland ist nicht überaltert, sondern unterjüngt.

Hermann Kroll-Schlüter

Hermann Kroll-Schlüter

1973 war die Bundesrepublik Deutschland das erste Land der Welt, in dem die Zahl der Sterbefälle die Geburtenzahl überschritt. Vom Höhepunkt der Geburtenzahl 1964 mit fast 1,2 Millionen Geburten, hat sich die Rate beständig bis heute reduziert. Wenn es so weiter geht, dann werden im Jahre 2050 nur noch halb so viele Menschen in Deutschland geboren wie jährlich sterben. Ohne die Zuwanderung der letzten Jahrzehnte, die im Saldo jährlich bei mehr als 165.000 Menschen lag, wäre die Gesamtbevölkerung in Deutschland längst geschrumpft. Zwischen 1950 und 2000 hatte die Bundesrepublik Deutschland die weltweit höchste Zuwanderungsrate. Laut einer UN-Studie benötigt Deutschland eine jährliche  ... [ Lesen ]


11. November 2004

Warum immer mehr Deutsche auf Kinder verzichten

Dr. Martin R. Textor

Dr. Martin R. Textor

Drei Jahrzehnte lang haben Wissenschaftler/innen und Versicherungsfachleute einschneidende negative Konsequenzen der abnehmenden Geburtenzahlen in Deutschland prognostiziert. Aber erst vor einigen Jahren haben Politiker/innen die Problematik erkannt, jedoch immer noch keine angemessenen Lösungen gefunden. Nur auf der Ausgabenseite - insbesondere bei den jetzigen und in Zukunft zu erwartenden Rentenleistungen - wurde gekürzt. Das eigentliche Problem, nämlich die zurückgehende Geburtenrate, wurde jedoch noch nicht einmal annähernd gelöst. Nachdem kein Geld für familienpolitische Leistungen (mehr) da ist, versucht es Bundesministerin Renate Schmidt jetzt mit Angst machenden Appellen: "Wir werden doch immer älter. Wer kümmert sich denn um uns, wenn wir mit 80 Jahren mutterseelenallein  ... [ Lesen ]


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