Energiepolitik bezeichnet die Staatstätigkeit, die auf verbindliche Regelungen des Systems der Aufbringung, Umwandlung, Verteilung und Verwendung von Energie zielt. Im weiteren Sinne betrifft sie die Gesamtheit der institutionellen Bedingungen, Kräfte und Bestrebungen, die darauf gerichtet sind, gesellschaftlich verbindliche Entscheidungen über die Struktur und Entwicklung der Bereitstellung, Verteilung und Verwendung von Energie zu treffen. (Quelle: Wikipedia)
Die deutschen Kommunen stehen vor einer großen Herausforderung. Sie müssen damit rechnen, dass in den kommenden Jahren der Preis für Benzin und Diesel 2 Euro deutlich übersteigt. Hintergrund ist, dass in naher Zukunft das globale Ölfördermaximum (Peak Oil) erreicht wird oder bereits überschritten ist.
Die ganze Welt zeigt Mitgefühl und Anteilnahme mit den Japanerinnen und Japanern, die unter den verheerenden Zerstörungen durch die Naturkatastrophe vom 11. März 2011 unmittelbar und mittelbar betroffen sind. Es wird aus vielen Teilen der Welt Hilfe auf die unterschiedlichste Weise angeboten, die von den stolzen, stets auf Eigeninitiative und Unabhängigkeit bedachten, Japanerinnen und Japanern nur teilweise angenommen wird.
Verwundert reibe ich mir die Augen, wenn ich die aktuelle Entwicklung in der Energiepolitik betrachte. Es ist noch nicht lange her, da wurde nach zähem Ringen zwischen Regierung und Atomindustrie ein Konsens für den Ausstieg aus der Atomenergie gefunden. Wie gesagt, es wurde nicht einfach ein Gesetz erlassen, sondern ein einvernehmlicher Vertrag geschlossen. Die Menschen stimmten diesem Konsens nach einer langen allgemeinen Diskussion über Vor- und Nachteile eines Ausstiegs mit deutlicher Mehrheit zu.
Albert Einstein hat einmal gesagt: „Das größte Problem von Experten ist, ein Problem zu Ende zu denken.“ Durch den Rat von Energieexperten produzieren die Industriestaaten seit Jahrzehnten Atomstrom, aber kein einziger Atomexperte oder Atompolitiker kann uns sagen wohin mit dem atomaren Müll. Trotzdem hat die schwarz-gelbe Bundesregierung soeben beschlossen, die deutschen AKW im Schnitt 12 Jahre länger laufen zu lassen als bisher gesetzlich vorgesehen.
"Bis zum Jahr 2000 geht das Öl aus!" Diese Voraussage begleitet mich seit der Kindheit. Wie viele Voraussagen stimmte auch sie nicht. Tatsächlich wird das Öl nie "ausgehen". Rohöl ist keine Tierart, die mit dem letzten Exemplar ausstirbt. Rohöl ist eine Flüssigkeit, die sich mancherorts im Boden gesammelt hat und schwer herauszuholen ist. Egal wie man sich beim Fördern anstrengt, einige Tropfen werden immer übrig bleiben.