deutscher Autor, Aphoristiker und Rezensent philosophischer Bücher. Literarischer Messerwerfer. "Top-10"-Rezensent bei amazon.de. Ihm macht es einen Höllen-Spaß, zu beschreiben, was man mit Texten alles bewegen kann
Mit der S-Bahn unterwegs im Ruhrgebiet fühle ich mich regelrecht verpflichtet, noch einmal die Werbetrommel zu rühren für das ins Wanken geratende Konzept "Multi-Kulti".
"WIR SIND PAPST!" - wird von der BILD-Zeitung getrötet. War das ein nachahmenswerter Lebenslauf, den uns da Joseph Ratzinger vorzelebriert hat? Frühzeitig wissend, dass die nächste Farbe im Roulette nicht Rouge sondern Noir lauten würde? Und wer hat die fast meistverkauften deutschen Bücher geschrieben? Albert Speer.
Ich denke, Abgrenzungs-Prozesse sind durch moralisch-ideologische Vorhaltungen leider nicht aus der Welt zu schaffen. Mode und Kunst als bewusst aufgebaute 'ästhetische' Sozial-Schranken, schulische und berufliche Anstrengungen als 'Status-Okkupationen', Prozesse der Distanzierung im lokalpolitischen Bereich wie auch global - sie sind niemals aufzuhalten.
Gegenwärtig werden auch allmählich dem Blindesten sichtbar die Problematiken des Sozialabbaus in unserer Gesellschaft. Man durchleuchte kritisch jene täglichen Rechtfertigungen, die den neuesten Sozialdarwinismus hoffähig machen.
Mancher wird nur deshalb kein Denker, weil sein Gedächtnis zu gut ist..." spöttelt Nietzsche. Zeit kann in der Tat zum Mühlstein um den Hals werden, wenn sich die Bürde der Vergangenheit ständig ins Bewußtsein drängt. Deswegen ist es sehr sinnvoll, Zeit auch zu verstehen als etwas, das uns wie ein Füllhorn zum frischen Gebrauch jeden Morgen auf die Bettdecke in die Nähe der Hände geschüttet wird - soll bedeuten.