Arbeitspolitik bezeichnet die Gesamtheit aller Maßnahmen staatlicher Einrichtungen, die dazu beitragen, die Arbeitsbedingungen von Beschäftigten zu verbessern, ihre Arbeitsplätze zu sichern und die Beschäftigungschancen für Arbeitssuchende zu erhöhen. (Quelle: Wikipedia)
Anders als in zurückliegenden Konjunkturzyklen verringert sich in diesem Aufschwung nach einem Anstieg auf 940 000 im Jahr 2010 auch die registrierte Zahl der Langzeitarbeitslosen. Die Bundesagentur für Arbeit rechnet damit, dass es 2011 noch einmal 50 000 weniger Langzeitarbeitslose werden könnten. Im Januar 2011 waren 908 000, 43 000 weniger als vor einem Jahr, langzeitarbeitslos, d.h. ein Jahr oder länger ohne Arbeit.
Der Ausbildungsleiter einer großen Kraftfahrzeugmarke mit Produktionsstandort in Berlin vergibt jedes Jahr 20 Ausbildungsplätze, richtige Jungens-Jobs: Mechatroniker, Zweiradmechaniker und ähnliches.
Die Gesellschaft hat das Soziale wieder entdeckt. Nach Jahren des radikalen Systemumbaus hin zu einem Staat, der seine Bürger nach Marktkriterien sortiert, sie in nützlich und überflüssig einteilt, die öffentliche Daseinsvorsorge privatisiert und damit staatlichen Handlungsspielraum abgibt, lichtet sich der Nebel und die Sackgasse wird sichtbar, in die sich der Staat begeben hat.
Warum die Trennung von Erwerbstätigkeit und Lebensunterhalt dazu beitragen könnte, den Menschen zum (besseren?) Menschen zu machen.
Arbeit ... Wenn ich wieder lese, wie die Bundesregierung sich in einer fast manischen Art und Weise auf die Hartz IV Empfänger stürzt, um dort einen Missbrauch einzudämmen, der doch eigentlich locker aufgefangen würde, wenn in den Amtsstuben der Missbrauch verschwände.
Zu den interessanten sozialen Phänomen gehört sicherlich, welche unterschiedliche Stellung das Berufsleben in den verschiedenen Völkern und Kulturen einnimmt.
Warum soll jemand, der in Polen eine Waschmaschine zusammenbaut, nur ein Zehntel von dem verdienen wie sein Kollege in Deutschland? Ein derartiger Unterschied ist weder gerechtfertigt noch wirtschaftlich verträglich, denn bei einem zollfreien Welthandel ist bei einer so großen Diskrepanz kein einziger deutscher Arbeitsplatz mehr sicher. Die zehn Millionen Arbeitsplätze, die Deutschland dem zollfreien Weltmarkt und der EU bereits geopfert hat, sollten genügen, auch ungewohnte und unbequeme Überlegungen anstellen zu dürfen.
Hat es unsere Gesellschaft nötig, auch nur einen einzigen Bürger durch das soziale Netz fallen zu lassen? Unsere Produktivität steigt ständig, nur nehmen wir das schon nicht mehr wahr. Durch unser System der mit hohen Steuern und Abgaben belegten Erwerbsarbeit wird den Unternehmen die Arbeit zu teuer.
Freiheit der Bürger statt "Vorrang für die Anständigen" sollte das Ziel unserer Politik sein. Nachdem es die Spatzen schon lange von den Dächern pfeifen, wohin uns die Gesetze für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt (vulgo "Hartz-Gesetze") führen: nämlich ins Arbeitshaus, soll vom Irrweg der Sozialpolitik nun abgelenkt werden.
"Sozial ist, was Arbeit schafft" - Nonsense! "Sozial" ist alles und nichts, dem Wort wurde durch inflationären Gebrauch jeder Inhalt genommen. Die APPD (Anarchistische Pogopartei Deutschlands) hatte vollkommen recht mit der These: Jugendliche brauchen keine Lehrstelle, sie brauchen Geld.
An sich könnten wir in paradiesischen Umständen leben. Immerhin hat sich die Produktivität in den letzten 50 Jahren vervierfacht. Dieser Fortschritt könnte in Form von mehr Zeitwohlstand allen zum Vorteil gereichen.
Ob das den Menschen immer so geht? Da leben sie in Zeiten, die später in Geschichtsbüchern besondere Namen bekommen – und merken nichts davon. Sie ächzen unter der Last der Verhältnisse, blicken zurück, klammern sich an alles, woran sie sich gewöhnt haben. Und können die Entwicklung doch nicht aufhalten. Was ein Glück ist.
"Die Glücksstatistik des Statistischen Bundesamts ist im vergangenen Monat erneut gesunken.", sagt die Nachrichtensprecherin. Eine Utopie? Täglich erreichen uns über die Medien neue Statistiken, die den Erfolg oder den Misserfolg von Politik bescheinigen sollen. Arbeitslosigkeit, Geburtenquote, Verkehrsunfälle, Preissteigerungen. Doch woran kann und woran sollte man den Erfolg von Politik festmachen?
Um im Straßenverkehr Unfälle zu vermeiden, müssen sich alle Beteiligten an eine gemeinsame Regel wie die des Rechtsverkehrs halten. Auch Linksverkehr wäre möglich gewesen. Doch nur wenn allein eines von beiden gilt, werden tatsächlich Unfälle vermieden. Politik bemüht sich um die Aufstellung solcher notwendigen gemeinsamen Regeln.
Ein Blick in die politische Zukunft Deutschlands sieht düster aus: 1-Euro-Jobs, viele Arbeitslose, Kinderlosigkeit und Armut. Zwar sind die Deutschen Weltmeister im Jammern, aber so hatten sich das selbst meine Eltern nicht vorgestellt, als sie vor knapp 40 Jahren nach Deutschland gekommen sind.
Der Mensch hat nie gerne gearbeitet. Stets war sein Bemühen, sich die Arbeit leichter und einfacher zu machen oder sie ganz auf andere abzuwälzen. Er ersann Werkzeuge, er zähmte Tiere und er unternahm Raubzüge und Kriege, um Sklaven zu erbeuten. Und heute strebt er danach, Reichtümer zu erwerben, um andere bezahlen zu können, die für ihn arbeiten.
Jede Zeit benötigt ihre eigenen Antworten. Dieses Zitat von Willy Brandt steht für Aufbruch und Mobilmachung. Zu Beginn des letzten Jahrhunderts meinte Mobilmachen noch die Formierung zum Krieg. Das hat sich verändert. Heute meint Mobilmachung, dass sich eine Gesellschaft, und zwar die gesamte Gesellschaft mit all ihren Fassetten gemeinsam bemühen muss, um Großes zu vollbringen.
Mancher wird nur deshalb kein Denker, weil sein Gedächtnis zu gut ist..." spöttelt Nietzsche. Zeit kann in der Tat zum Mühlstein um den Hals werden, wenn sich die Bürde der Vergangenheit ständig ins Bewußtsein drängt. Deswegen ist es sehr sinnvoll, Zeit auch zu verstehen als etwas, das uns wie ein Füllhorn zum frischen Gebrauch jeden Morgen auf die Bettdecke in die Nähe der Hände geschüttet wird - soll bedeuten.