Volkswirt, ehemaliger McKinsey-Berater, Unternehmer in München sowie Mitgründer und Vorsitzender des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) und des Green Budget Europe.
Und ewig grüßt die Schuldenkrise. Viel zu viel ist dabei von Finanzmanövern die Rede, die selbst der ökonomisch halbwegs Gebildete kaum versteht, vom Normalbürger ganz zu schweigen. Viel zu kurz kommen andere, mindestens ebenso wichtige Fragen.
Wenn ein Problem groß ist, dann lässt es sich nicht mit schwachen Mitteln und matten Visionen lösen? Wer kleine Instrumente will, hat die Größe des Problems nicht kapiert. Nur ausreichend große Instrumente sind geeignet. Für deren Akzeptanz braucht es jedoch eine neue gesellschaftliche Vision ohne endloses Wachstum.
Arme kleine Kraftfahrzeugsteuer, wie springt man nur mit dir um. Erst verspricht man dir jahrelang eine schöne Reform. Dann verheißt man dir sogar die baldige Beförderung zur Bundessteuer. Aus beidem wurde bisher nix – dafür sollst jetzt du ganz allein die deutsche Autobranche retten!
Vielleicht hat sie es selbst nicht gemerkt. Aber das Steuerpaket der Kanzlerkandidatin und ehemaligen Umweltministerin Angela Merkel ähnelt der Ökosozialen Steuerreform (ÖSR) von Rotgrün erstaunlich. Nur in den Ähnlichkeiten liegen die Stärken. Die größten Schwächen hat es dort, wo es sich von der ÖSR am meisten unterscheidet: bei den Signalwirkungen.
Die Geschichte kennt vielerlei Eliten: Hartherzige und verweichlichte, korrupte und raffgierige, weise und aufgeklärte. Letzteres meist nur nach nationalen Schocks und für kurze Zeit. In Deutschland tritt neuerdings ein historisch völlig neuer Typus auf: Eine Elite voller Wehleidigkeit und Larmoyanz.