René Borbonus:
Respekt! Wie Sie Ansehen bei Freund und Feind gewinnen
2004
Die apokalyptischen Reiter auf ihren müden Gäulen
Kay Berg | 01.06.2004
Man sagt dem so genannten "politischen" Berlin ja gerne nach, dass dort alle Tage eine andere Sau durchs Dorf getrieben werde. Ein Aufreger hier, ein Skandälchen dort, eine weitere hochmögend klingende Initiative für, gegen oder mit was auch immer. Meistens stimmt diese Beschreibung auch, denn rund um den Reichstag (und natürlich in ihm drin) wird selten mehr als Tagespolitik betrieben.
5 vor 12 - höchste Zeit für sinnvolle Veränderungen!
Jens Mannheim | 27.06.2004
In was für einem Wahnsinn leben wir eigentlich? Wird unsere Wirtschaft immer weiter wachsen? Werden wir noch mehr produzieren und noch mehr verkaufen, um noch reicher und noch mächtiger zu werden? Was für eine Macht ist das, die ihr Fundament auf den Armen aufbaut, die direkt und indirekt permanent von uns ausgebeutet werden? Diese Art des spekulativen Pokerspiels sollten wir schleunigst beenden, damit auch nachfolgende Generationen diese Welt noch als eine Erde nutzen können, in der es sich lohnt leben zu dürfen!
Ich fühle mich belogen!
Bernhard Horstmann | 30.06.2004
Am schlimmsten ist es am Wochenende! Und ich kann fast nichts dagegen machen. Hauptort des "ich werde doch wohl nicht Belogengefühls" ist das Fernsehen. Da kann ich hin und herzappen, überall begegnen mir gewichtige Köpfe, die auf Talk-Shows gewichtig das Wort ergreifen. In der Woche geht es meist am Nachmittag um die Niederungen menschlichen Irrsinns und um die Schlachtordnungen im permanenten Geschlechterkampf.
Unser Gesundheitssystem ist vorbildlich
Josef Schlarmann | 02.07.2004
Das zum 1. Januar 2004 in Kraft getretene Gesundheitssystem-Modernisierungsgesetz ist seit dem Jahre 1977 der insgesamt achte Versuch einer großen Gesundheitsreform. Diese "Krankengeschichte" hat aber nie einen Genesungsprozess der "Gesetzlichen Krankenversicherung" GKV nach sich gezogen, weil auch die Gesundheitspolitik von zu vielen Lobbyisten beherrscht wird.
Politik - das sind (auch) wir!
Arne Trautmann | 05.07.2004
Seit Jahren wird von betroffenen TV-Moderatoren und mehr wie minder begabten Journalisten immer mal wieder das Konzept der "Politikverdrossenheit" bemüht. Oft wird es aber nur auf die ganz offensichtliche Erscheinung der ständig weiter zurückgehenden Wahlbeteiligung bezogenen. Da ist der Effekt klar sichtbar: die war vorher höher, jetzt ist sie niedriger.
Zur positiven Zeitwahrnehmung
Dietmar Fritze | 08.07.2004
Mancher wird nur deshalb kein Denker, weil sein Gedächtnis zu gut ist..." spöttelt Nietzsche. Zeit kann in der Tat zum Mühlstein um den Hals werden, wenn sich die Bürde der Vergangenheit ständig ins Bewußtsein drängt. Deswegen ist es sehr sinnvoll, Zeit auch zu verstehen als etwas, das uns wie ein Füllhorn zum frischen Gebrauch jeden Morgen auf die Bettdecke in die Nähe der Hände geschüttet wird - soll bedeuten.
Es ist an der Zeit ...
Kristina Köhler | 15.07.2004
Bereits Anfang der 1990er Jahre beherrschte das Thema Politikverdrossenheit die Medien. Heute scheint Gleichgültigkeit, ja Resignation an die Stelle der Verdrossenheit getreten zu sein. Stetig sinkende Wahlbeteiligungen, Parteiaustritte, insgesamt mangelndes Vertrauen in die Politik künden von dem gestörten Verhältnis von Wählern und Gewählten.


