

Deutschlands Kultusminister haben im Juni 2010 die Ergebnisse der Studie "Sprachliche Kompetenzen im Ländervergleich" vorgestellt, eine Studie in Auftrag gegeben beim Berliner Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) unter Leitung von Olaf Köller sowie Michel Knigge und Bernd Tesch als Herausgeber. Über 36.000 Schülerinnen und Schüler aus der 9. Jahrgangsstufe aller 16 Länder wurden in den Fächern Deutsch und Englisch getestet. Berücksichtigte Teilkompetenzen waren für das Fach Deutsch Lesen, Zuhören und Orthografie, im Fach Englisch wurden Tests zum Lese- und Hörverstehen durchgeführt [1]. Seitdem bemühen sich Politik und Medien in der Deutung der Daten: Die Nachricht über „Sieger“ und „Verlierer“ erreichte ... [ Lesen ]
Sie dürfen, liebe Glossenleser, nicht denken, ich säße den ganzen Tag nur rum, freute mich meines Lebens und wunderte mich allenfalls über die Unfähigkeit unserer Regierung. Nein, ich mache mir schon so meine Gedanken, wie ich mein geliebtes Vaterland aus der Krise führen könnte. Und dabei ist es mir klar geworden: Sparen bei den Armen und Kranken bringt's nicht! Im Gegenteil, dadurch wird alles ja nur noch schlimmer. Nein, Sparen muß man ganz woanders. Bei den Bindestrichen zum Beispiel. Natürlich nicht bei irgendwelchen Bindestrichen, sondern bei denen, die bisher die Anzahl der deutschen Bundesländer auf sechzehn begrenzt haben, denn warum dürfen ... [ Lesen ]
Von der Suche nach Wahrheit in der Geschichte und Geschichten. Vom Kinderreim über den gesellschaftlichen Tratsch bis zur Erwartung eines himmlischen Paradieses oder dem Entwurf einer politischen Vision ist unsere Kultur auf Geschichten aufgebaut. Wie wahr – oder sonstwie gehaltvoll – aber sind diese Erzählungen im einzelnen? Und wie viel Raum lassen sie, Neues zu erschaffen? Mehr als viertel- bis höchstens halbwahr zu sein, dürfen wir auch von einem Tatsachenbericht nicht erwarten. »Nach dem Krieg verwarfen die Schriftsteller Frankreichs die Idee der Erzählung, weil Hitler und Stalin Geschichtenerzähler waren«. Geschichten geben uns Identität und Heimat – einen Raum, in dem wir ... [ Lesen ]
Seit vielen Jahren befasse ich mich mit der Idee einer Internetpartei. Eine Internetpartei erhebt keine Mitgliedsbeiträge, sie arbeitet geldfrei. Folglich hat sie auch kein Kassenbuch und keinen Kassenbericht. Die Mitglieder werden nur durch das Internet informiert und organisiert, und sie stimmen über das Programm und den Kurs der Partei im Internet ab, und auch die Vorstände werden durch Abstimmungen im Internet von den Mitgliedern gewählt. Inzwischen hat die Wirklichkeit des Internets meine Utopie schon fast eingeholt. Jeder kann bei Facebook und vielen anderen sozialen Netzwerken Gruppen gründen und verwalten. Was bei den meisten Angeboten (auch bei Facebook) fehlt, ist die Möglichkeit, ... [ Lesen ]
Die Anhörung von Lloyd Blankfein, dem Chef der Wall Street Bank Goldman Sachs, vor dem Finanzausschuss des US-Senats hat zunächst einmal eine emotionale Komponente. „Wie konntet ihr das tun?“, fragen die gutherzigen Volksvertreter immer wieder. „Ihr verkauft etwas an eure Kunden ohne ihnen zu sagen, dass ihr selbst dagegen wettet? Findet ihr das nicht unmoralisch?“ „Nein“, sagt Blankfein, „wir sind ein Market Maker, wir verkaufen an Profis. Wenn die ein Risiko eingehen wollen, bitteschön, dann können sie es haben. Wie wir über den Deal denken, ist uninteressant.“ Für Blankfein unterscheidet sich Goldman nun einmal von einer Sparkasse, die unwissende Großmütter in ... [ Lesen ]
Ein Interview mit Dr. Harald Wozniewski und Egon W. Kreutzer Wir leben in einer Welt, die durch immer mehr wirtschaftliche Probleme (Finanzkrise, Überschuldung, Massenarbeitslosigkeit, Lohndumping, etc.) gekennzeichnet ist, während mehr und mehr kapitalistische Interessen das politische und ökonomische Geschehen dominieren. Der Mensch tritt in den Hintergrund und steht als Zauberlehrling seiner Schöpfung hilflos ausgeliefert gegenüber. Dass dies systemische Gründe hat und die Gesellschaft mit nur wenigen gezielten Änderungen der Spielregeln all diese Probleme lösen könnte, davon sind Dr. Harald Wozniewski und Egon W. Kreutzer überzeugt. Beide haben eigene Erklärungsmodelle entworfen und daraus Lösungswege entwickelt. In diesem Interview gewähren sie Einblick in ... [ Lesen ]
Ein Bericht des Normenkontrollrates - so die in Berlin erscheinende tageszeitung vom 18.03.2010 - zeige große Ungerechtigkeiten bei der Ausbildungsförderung. Außerdem führten die Antragsformulare zu massiven Problemen in der Praxis. Soweit die Sachlage und auch der wiederholte Versuch das Bafög zu entbürokratisieren. Das Bafög ist die Ausgeburt einer vormundschaftlichen Sozialbürokratie. Viel bekommt, wer sich arm rechnen kann. Das war schon zu meiner Schüler- und Studentenzeit Ende der 1970er/Anfang der 1980 Jahre so. Dabei gibt es Statistiken zuhauf, die belegen, dass ein(e) StudentIn heute größtenteils zwischen 700,-- Euro und 900,- Euro monatlich fürs studentische Leben benötigen - je nachdem wie hoch die ... [ Lesen ]
Fünf Anmerkungen zur Finanzkrise I. Sicher, in den oberen Etagen der Finanz- und Wirtschaftswelt sitzen solche, die vor allem das eigene Wohl im Auge haben und sich die Umstände so einzurichten wissen, daß ihnen über Boni und Gewinnbeteiligungen ein satter Teil jener Profite zufließt, die Unternehmen mit ihrer Produktion von Gütern erzielen. Nur, wir wissen, daß diese Rechnung zu einfach ist. Oft geht es heute ja darum, nicht mehr die unternehmerischen Ziele der Wirklichkeit anzupassen, sondern die Wirklichkeit diesen Zielen. Ähnlich wie bei den Chinesen vom "Sozialistischen Kapitalismus" die Rede ist, kann man in Europa und in den Vereinigten Staaten von ... [ Lesen ]
Es ist nun rund 20 Jahre her, dass ich im Sachkunde-Unterricht gelernt habe, Europa habe ein “Demokratiedefizit”… Daran hat sich bis heute nichts geändert – abgesehen davon, dass es immer mehr Macht bekommen hat und bekommen soll. Die “Globalisierung” hält als vermeintlich so drängender Sachzwang für diese “Notwendigkeit” her. Das Problem ist nur: Wir (die Bürger Europas) kennen “die da oben” gar nicht! Wir wissen nicht, wer hier wie gewählt wird und wer was im Sinn hat. Das fängt bei einem Lissabon-Vertrag an – einem Vertragswerk auf mehreren Hundert Seiten, den kaum einer unserer Abgeordneten aus Deutschland gelesen hat und ... [ Lesen ]
Ist es nicht eigenartig, dass wir seit Anfang der 1990er Jahre einen gemeinsamen Markt haben und seit knapp 10 Jahren den Euro als gemeinsame Währung und weiterhin unterschiedlich hohe MwSt-Sätze? In einem gemeinsamen Währungsraum sind Ab- und Aufwertungen nicht mehr möglich. Ansonsten hätten Griechenland, Portugal und Spanien ihre Währungen schon längst gegenüber Deutschland abwerten müssen - wahrscheinlich auch Italien und Spanien. Hier rächt sich die Politik der deutschen Handelsbilanzüberschüsse. Ausgabenkürzungen werden weder in den Südeuropäischen EU-Staaten ausreichen, um die öffentlichen Haushalte zu sanieren, noch in Deutschland und Frankreich. Der Euro-Raum braucht eine einheitliche, höhere MwSt. Die EU lässt derzeit einen Höchstsatz ... [ Lesen ]
Seit Anbeginn der Zeit ringt der Mensch mit sich. Ein Großteil unserer Kultur und der Weltliteratur dreht sich um den Menschen als Person und Persöhnlichkeit und handelt von unseren Emotionen, von unseren Werten und der Entwicklung des menschlichen Geistes. Mit dem Fortschreiten von Forschung und Technik werden uns in Zukunft mehr und mehr Werkzeuge zur Verfügung stehen, um unseren Geist und unsere Persöhnlichkeit gezielt zu beeinflussen - über die Anfänge von Gehirn- und Moraldoping wird immer häufiger in den Medien berichtet. Warum sollten wir uns in Zukunft noch mit Gefühlsverwirrungen abplagen oder an der Entwicklung unserer Persöhnlichkeit arbeiten, wenn es mit ... [ Lesen ]
Wer auf die Idee kommt, die moderne Welt beherrschen zu wollen, sollte wahrscheinlich zweierlei in Angriff nehmen: erstens darf er seine Macht nur indirekt und vor dem Blick der Öffentlichkeit verborgen ausüben und zweitens muss er die Deutungshoheit über das politisch Korrekte erringen, sich quasi zur letzten Instanz dessen erklären, was ohne Strafe öffentlich gesagt werden darf. Dies ist zugegebenermaßen ein mühseliger, komplizierter und ermüdender Kampf, der kaum jemandem Freude bereiten wird. Die Weltbeherrscher allerdings lieben ihn. Durch ihr Wirken, so glauben sie, erfüllen sie einen uralten, geheimen Auftrag. Sollten Unvernünftige sich ihnen in den Weg stellen, dürfen sie beseitigt ... [ Lesen ]
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