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Unser ganzes Leben wird durch den Faktor Hilfe beeinflusst und ist eine wichtige Voraussetzung für unser Zusammenleben. Wie oft jedoch haben Menschen Probleme, zu helfen oder die erwünschte Hilfe zu erhalten.
Kennen Sie Situationen, in denen Sie jemand um Rat fragt und diesen dann nicht annimmt? Oder dass Sie bei einer Sache Hilfe benötigen und niemanden finden, der bereit ist, wirklich zu helfen? Oder stellen Sie fest, nachdem Sie jemandem geholfen haben, dass Sie diese Sache danach immer wieder für ihn machen müssen?
Nun hat die EZB die Zinsen wieder einmal gesenkt. Wir erleben ein historisches Tief. Warum hat die EZB das getan? Der Grund ist einfach. Sie will damit die Kreditnachfrage ankurbeln. Billiges Geld soll die Wirtschaft ankurbeln. Gleichzeitig soll das gesparte Geld ausgegeben werden, da es ja nur noch Zinsen unterhalb der Inflationsrate bringt.
Hinter der Zinssenkung der EZB steckt das Denkmodell einer Geldtheorie, die auf drei Faktoren fußt.
Wenn man Meldungen liest, auf europäischer Ebene diskutiere man darüber, nur noch bürokratisch vorgegebenes Saatgut nutzen zu dürfen, fragt man sich: Wohin sind wir eigentlich unterwegs? Essen muss jeder. Essen wächst nicht in Supermärkten. Sicher? Wenn ich nur noch Samen ausbringen darf, der auf irgendeiner Liste steht, stellt sich die Frage: Wozu dient diese Liste? Soll sie genetisch veränderte Samen verhindern? Oder soll sie nur noch solche Samen ermöglichen, auf die irgendein Saatgut-Konzern Lizenzen vergeben kann?
Wenn in diesen Tagen über die Europäische Union (EU) diskutiert wird, dann selten, ohne dabei das Wort "Krise" zu bemühen. Dies verunsichert viele Menschen und so mancher lässt sich zu übermäßiger Kritik hinreißen. Zuweilen aber lohnt sich der Blick in die Vergangenheit, um die Probleme der Gegenwart besser einordnen zu können und um uns daran zu erinnern, woher wir kommen.
Herr Winterkorn verzichtet auf ihm zustehende Millionen bei seinen Boni. Der scheidende Novartischef verzichtet auf mehr als 75 Millionen Abfindung. Das sind Summen, die aufhorchen lassen. Das sind Summen, die Anlass geben, wofür bekommt so ein Vorstandsvorsitzender überhaupt Geld. Sind diese Millionenbezüge überhaupt gerecht? Oder um es mit DGB-Chef Michael Sommer zu sagen: „Mir kann niemand erzählen, dass innerhalb eines Unternehmens die Arbeit des Chefs 300 Mal mehr wert sein soll als die anderer Beschäftigter.“
Die eigentliche Krise haben wir wohl noch vor uns. Es ist zu befürchten, dass irgendwann das auf Verschuldung gebaute Spekulationssystem aus dem Ruder läuft. Es könnte sein, dass die Finanzkrise eines Tages zu einer drastischen Geldabwertung führt, die die gesamte westliche Welt betrifft -und diese unmittelbar in eine schwere Ölkrise einmündet. Aus einer Ölkrise erwächst hier schnell eine Mobilitäts- und Produktionskrise. Und daraus folgt eine Versorgungskrise. Nach 75 satten Jahren könnte wieder Hunger einkehren. Es ist keineswegs auszuschließen, dass auch künftig Notzeiten kommen, in denen sehr viele Menschen hungern und auch verhungern; frieren und auch erfrieren. Auch in Sachsen.
Als im Frühjahr 2008, um auch die Rentner am Wachstum teilhaben zu lassen, der bremsende Riesterfaktor für zwei Jahre ausgesetzt wurde und die Rentner eine höhere Rentenerhöhung kassierten, als ihnen nach der Rentenformel eigentlich zustand, sah Altbundespräsident Roman Herzog darin Vorboten einer Rentnerdemokratie. Er verwies darauf, dass die Alten immer mehr würden und die Parteien überproportional auf sie Rücksicht nähmen.
Globalisierung wird von nicht wenigen Unternehmen nach drei Kriterien betrieben: Wo finde ich erstens beste Produktionsbedingungen, also geringe Kosten für Errichtung der Produktionsstätten, für Personal, für das Erreichen der Absatzmärkte? Was sind zweitens die besten politischen Rahmenbedingungen, also niedrige Steuern, Lohnnebenkosten et cetera? Und drittens, wo ist die beste Verfügbarkeit über Ressourcen gegeben, also geringe Kosten für Umweltverbrauch?
Auf dem Umweltgipfel (Erdgipfel) des Jahres 1992 in Rio de Janeiro wurde der durch menschliche Aktivitäten bedingte Klimawandel von der Weltgemeinschaft als ernstes Problem erkannt. Nun sind mehr als zwanzig Jahre vergangen und es sind keine ernstzunehmenden Aktivitäten zur Einsparung der klimarelevanten Treibhausgasemissionen zu verzeichnen.
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat Deutschland als Abstiegskandidaten ausgemacht. Sie prophezeit, dass große, schnell wachsende Schwellenländer wie Indien und Brasilien bis zum Jahr 2060 an Deutschland vorbeiziehen werden und das Land auf den zehnten Platz abrutschen wird. Jetzt sieht sie Deutschland noch auf fünften Rang der großen Wirtschaftsmächte. Als Grund für den Abstieg sieht sie die Überalterung und Schrumpfung der deutschen Bevölkerung, die nicht durch eine verstärkte Zuwanderung kompensiert werden könne.
11.10.2012 | Heinz Fritz: Vom Gelde
04.09.2012 | Dirk Niebel: Entwicklungspolitik als Zukunftsgestaltung in einer unsicheren Welt
28.08.2012 | Ulf D. Posé: Moralisches Missverständnis: Mindestlöhne sorgen für Gerechtigkeit
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