Politik-Poker

Gedanken zur Politik von morgen

Auf politik-poker.de schreiben Mitdenker/innen, Mitspieler/innen und Mitmacher/innen ihre Gedanken, spielen ihre Karten zur Politik von morgen. Ein wachsender, bunter, blühender Gedankenstrauß - aus unterschiedlichsten Blickwinkeln in eine Richtung schauend: nach vorne auf eine sich abzeichnende, mögliche, sinnvolle, wünschenswerte, innovative Politik von morgen. Die Idee → dahinter. Und die neuesten Artikel:

Primat der Pädagogik

Dr. Peter-Alexander Möller  |  30.07.2014

Unterricht ist Teil der Einwirkungs- und Arbeitsmöglichkeiten, welche die Schule hat. Damit ist Unterricht keineswegs deren ausschließliches und auch nicht zentrales Arbeitsfeld. Vieles von dem, was dem Kinde und Jugendlichen zum Erwachsenwerden gemäß ist, sprengt in ganz natürlicher Art und Weise den Unterrichtsrahmen. Allein die Möglichkeiten, welche die Schule im Besitz hat, um einerseits Erziehung und andererseits "Bildung" zu betreiben, gehen über eine "reine Unterrichterei" hinaus. Das originäre Arbeitsfeld der Schule ist entsprechend ein grundsätzlich "offenes", dies, um Einwirkung zu nehmen bzw. überhaupt nehmen zu können.

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Ist die Soziale Marktwirtschaft am Ende?

Ulf D. Posé  |  03.06.2014

Soziale Marktwirtschaft verstehe ich als eine Wirtschaftsordnung, in der die Preisbewegungen durch Angebot und Nachfrage aufeinander abgestimmt werden und in der der Staat sich das Recht eingeräumt hat, in diese Prozesse dirigistisch einzugreifen, um eine sozial gerechte Wettbewerbsordnung durchzusetzen. Diesen Eingriff benötigen wir weiterhin, denn eine Sozialität, die nicht politisch unterstützt wird, hat wahrscheinlich keine Überlebenschancen, zumal Gewinne auch so erwirtschaftet werden können, dass die Bilanzgewinne so hoch geschraubt werden, dass das Unternehmen dabei alle Reserven verbraucht. Damit kann man innerhalb von zwei Jahren den Bilanzgewinn so gestalten, dass das Unternehmen dann pleite ist. Und die Aktionäre freuen sich. Das hat schon Jean Babtiste de Say erkannt.

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Macht Kunst Politik

Norbert Rost  |  23.05.2014

"Probleme kann man niemals mit der gleichen Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind" (Albert Einstein 1879-1955)

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Big Data

Werner Mittelstaedt  |  24.03.2014

Im Windschatten des NSA-Skandals werden die vielfältigen „ganz legalen“ Ausspähungen sowie Manipulationen vieler Millionen Menschen durch Algorithmen, die „Big Data“ nutzen, von großen Teilen der Bevölkerung nicht richtig wahrgenommen und/oder nicht ernst genug genommen. Die Politik agierte und reagierte bislang zu zaghaft und hinkt den vielfältigen Entwicklungen um „Big Data“ ohne Zweifel hinterher. Sie kann zwar diese Entwicklung mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr aufhalten, aber trotzdem kann sie mehr für die Sicherheit unserer Daten unternehmen. Doch letztendlich liegt es an uns, die „Hoheit“ über unsere Daten zu bewahren.

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Mut zur Erziehung

Dr. Peter-Alexander Möller  |  11.03.2014

Dass Erziehung ein Thema ist, wird kaum jemand bestreiten. Nahezu täglich und fast im Übermaß hat man damit zu tun, sei es in wiederholter Erschütterung über PISA oder die x-te Neuorientierung im System Schule. Einer Rechtfertigung bedarf das Thema folglich nicht, wohl aber eines guten Grundes. Es ist diese klein- und schon fast weggeredete Zeit, in welcher das Kind noch nicht erwachsen sein kann oder muss. Am Ende muss es hinein in die Erwachsenenwelt: Es muss! Aber wie? Freiwillig!

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Die Lösung der Krim-Krise

Dr.-Ing. Artur P. Schmidt  |  03.03.2014

Viele Europäer denken aktuell, dass Putins Intervention ein Rückfall in den Kalten Krieg ist. Doch „wait a minute". War die Krim nicht seit Katharina der Großen russisches Gebiet? Seit 1774 wurde die Krim vom Osmanischen Reich unabhängig und zunehmend vom Russischen Reich abhängig, bis Katharina II die Krim am 8. April 1783, nachdem sie unter Grigori Potjomkin von Russland annektiert worden war, „von nun an und für alle Zeiten" als russisch deklarierte. Erst nachdem der Ukrainer Nikita Chruschtschow sowjetischer Parteichef geworden war, der damals nicht wissen konnte, dass die UdSSR später auseinanderbrechen würde, ist die Krim 1954 an die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik angegliedert worden. Ist nicht auf der Krim die russische Schwarzmeerflotte stationiert?

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Der Wandel der Geschlechterrollen in den Medien

Dr. Astrid Nelke  |  11.02.2014

Die Vermischung medialer und sozialer Kommunikation als wichtige Komponente der Identitätsentwicklung und –sicherung gilt heute als unumstritten. Damit kommt den Medien die Rolle als „Mitgestalter“ der Gesellschaft zu (Jäckel et al. 2009:7). Auf dieser Grundlage erscheint es interessant, wie Geschlechterrollen in den Medien dargestellt werden und welche Veränderungen es hier in den vergangenen Jahrzehnten gegeben hat.

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